Manchester United hat die FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2008 gewonnen. Die Engländer setzten sich im Finale am Sonntag, 21. Dezember, im International Stadium in Yokohama mit 1:0 (0:0) gegen Liga de Quito aus Ecuador durch und treten damit die Nachfolge des AC Mailand an, der den Titel im vergangenen Jahr holte.

Das Spiel war gerade einmal wenige Minuten alt, als Quito die Riesenchance zum Führungstreffer hatte. Alejandro Manso zog einen Freistoß vom rechten Flügel auf den kurzen Pfosten, wo Jairo Campos den Ball aus kürzester Entfernung am Tor vorbei schoss. Manchester United kam durch Wayne Rooney zu seiner ersten gute Gelegenheit. Nach einem langen Pass von Rio Ferdinand zog der Stürmer ab, Jose Cevallos im Tor der Ecuadorianer musste all sein Können zeigen, um den strammen Schuss abzuwehren.

Wenige Minuten später versuchte es Rooney erneut aus der Distanz, Cevallos konnte soeben noch parieren. In der 20. Minute hatten die ManU-Fans bereits den Torschrei auf den Lippen, als Carlos Tevez nach schöner Vorarbeit von Cristiano Ronaldo zum Kopfball kam, aber auch dieser Versuch wurde sichere Beute von Cevallos. Dieser hatte kurz darauf Glück, als Rooney auf ihn zulief und den Ball über den herausstürzenden Keeper hob. Die Kugel landete auf dem Tornetz.

Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor der Südamerikaner zu. Erst verzog Michael Carrick aus der zweiten Reihe, ehe der Ball im Anschluss an eine traumhafte Kombination zwischen Rooney und Tevez bei Ji Sung Park landete, dessen Schuss Cevallos zur Ecke abwehrte. Es folgten weitere Chancen durch Rio Ferdinand, Tevez und Rooney, die aber allesamt am überragenden Quito-Torhüter scheiterten. Die letzte Gelegenheit eines äußerst unterhaltsamen ersten Durchgangs bot sich Park, der eine Hereingabe von der rechten Seite am langen Pfosten über das Tor schaufelte.

Die zweite Halbzeit begann mit einem herben Rückschlag für Manchester: Innenverteidiger Nemanja Vidic sah nach unfairem Einsteigen gegen Claudio Bieler die Rote Karte. Trainer Sir Alex reagierte und wechselte mit Tevez einen Stürmer aus. Für ihn kam Jonny Evans in die Partie. Trotz Unterzahl erspielten sich die Red Devils die nächste Chance: Wayne Rooneys Kopfball war allerdings nicht platziert genug, um Cevallos zu bezwingen.

Auf der anderen Seite zeigte ManU-Schlussmann Edwin van der Sar sein ganzes Können, als er einen Distanzschuss von Manso per Glanzparade aus dem oberen Toreck fischte. Der Niederländer war auch wenig später bei einem Solo von Luis Bolanos sowie einem gefährlichen Schuss von William Araujo zur Stelle.

Manchester spielte auch mit einem Mann weniger offensiv und wurde in der 73. Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Cristiano Ronaldo legte am Strafraumrand auf Rooney ab, der den Ball mit viel Gefühl und Übersicht ins lange Eck schlenzte. Quito drängte auf den Ausgleich, konnte sich aber zunächst keine klaren Torchancen erspielen. Zwei Minuten vor dem Ende versuchte es Manso mit einem Außenristschuss, den van der Sar in Weltklasse-Manier über die Latte lenkte und seinem Team damit den Sieg sicherte.