FIFA Beach-Soccer-WM 2017

Li Fung Kuee: "Wir wollen den Titel"

(FIFA.com)
Patrick Tepa of Tahiti celebrates a goal with team mate Raimana Li Fung Kuee
© Getty Images
  • Tahiti mit drei Punkten auf Platz zwei der Gruppe D
  • Nächstes Duell gegen Polen
  • Kapitän Li Fung Kuee: "Haben Effektivität gesteigert"

Das Turnier begann für Tahiti mit einer kalten Dusche. Der Zweitplatzierte der WM 2015 in Portugal ging mit hohen Erwartungen in die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Bahamas 2017. Das Team wollte nun auch den letzten Schritt tun und sich den Titel sichern.

Doch dann traf man gleich im Auftaktspiel auf Brasilien, das die Tahitianer überhaupt nicht zum Zuge kommen ließ. Am Ende mussten die Tiki Toa eine klare 1:4-Niederlage hinnehmen. Da zwischen der bitteren Niederlage und der nächsten Partie nur 48 Stunden lagen, musste Tahiti nun im Eiltempo reagieren.

"Wir haben unsere Effektivität gesteigert. In der Partie gegen Brasilien hatten wir viele Chancen und sind immer beim letzten Schritt gescheitert. Jetzt haben wir entscheidende Aktionen genutzt und konnten als Sieger vom Platz gehen", so Kapitän Raimana Li Fung Kuee im Exklusiv-Interview mit FIFA.com.

Fest steht, dass der Plan aufgegangen ist. Tahiti und Japan bestritten ein spannendes Duell, in dem sie einander nichts schenkten. Beide Teams gaben im Sand alles, und der Ball bewegte sich munter von einem Tor zum anderen. Ein ums andere Mal hatten die Fans, die sich den Auftritt der beiden dynamischen Teams im Stadion ansahen, den Torschrei auf den Lippen.

Als in der National Beach Soccer Arena in Nassau schon alles auf eine Verlängerung hinauszulaufen schien, hatte Li Fung Kuee die Chance, den Siegtreffer zu erzielen.

"Ich glaube, am Ende sind alle Tore gleichbedeutend, weil sie sich alle gleichermaßen auf das Endergebnis auswirken. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass mein Treffer wichtig war, weil uns nur noch zwei Minuten blieben. Ich hatte das Glück, diesen schönen Pass zugespielt zu bekommen, und musste nur noch einschieben. In dem Augenblick, als der Ball ins Tor ging, spürte ich, dass es ein wichtiger Treffer sein würde, weil nicht mehr viel Zeit auf der Uhr war und er den Sieg bedeuten könnte."

 Die letzten Sekunden verstrichen, und Tahiti sicherte sich tatsächlich die ersten Punkte bei der WM auf den Bahamas. Die Tahitianer nehmen bereits zum vierten Mal am Weltturnier teil. Der amtierende Vizeweltmeister wirft einen Blick zurück und erklärt uns, warum die Partien jetzt so ausgeglichen sind.

"Im Laufe der Jahre ist der Beach Soccer sehr taktisch und technisch geworden. Das Spiel ist heute schöner und spektakulärer für die Fans. Im Zuge dieser großen Entwicklung haben auch alle Mannschaften ein viel höheres Niveau erreicht. Deshalb sind jetzt alle Spiele sehr schwer, unabhängig davon, welchen Gegner du vor dir hast", meint der 32-Jährige.

Li Fung Kuee ist ein Familienmensch, der so viel Zeit wie möglich mit seinen Lieben verbringt. Trotz der allgemeinen Niveausteigerung verliert er das große Ziel Tahitis nicht aus den Augen. "Wir sind hier, um die Trophäe zu holen. Wir sind auf die Bahamas gekommen, um sie nach Tahiti zu holen und mit unseren Leuten zu feiern."

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