FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Paraguay 2019

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Paraguay 2019

21 November - 1 Dezember

FIFA Beach-Soccer-WM 2019

USA wollen auf der Weltbühne beeindrucken

USA celebrates after qualifying for the FIFA Beach Soccer World Cup 2019
© Others
  • Team USA erstmals seit Tahiti 2013 wieder bei der FIFA Beach-Soccer-WM dabei
  • Cheftrainer Eddie Soto sprach mit FIFA.com über die Aussichten seines Teams
  • Vergleiche zwischen seinem Team und dem der USA bei der FIFA Fussball-WM Italien 1990

Die USA sind wieder da. Nachdem sie die letzten beiden Auflagen der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft verpasst haben, sind die Stars and Stripes nun auf der Weltbühne zurück und wollen bei Paraguay 2019 ab der kommenden Woche in Gruppe A weiter als je zuvor kommen.

Das Team buchte das WM-Ticket auf dramatische Weise mit einem Sieg im Siebenmeterschießen gegen El Salvador im Halbfinale der CONCACAF Beach Soccer-Meisterschaft 2019 in Puerto Vallarta (Mexiko).

"Wir hatten sehr großes Pech, dass wir uns nicht für die WM auf den Bahamas [2017] qualifiziert haben", so U.S.-Cheftrainer Eddie Soto gegenüber FIFA.com. "Das hatte viel mit einer unglücklichen Roten Karte gegen unseren Kapitän in einem Schlüsselspiel zu tun. Wir haben eine ziemlich erfahrene Gruppe zusammen, mit Spielern wie Nick [Perera], Chris [Toth], Oscar [Reyes] und Jason [Leopoldo]. Dieses Team spielt schon recht lange zusammen und hat ein großartiges Verständnis für das Spielsystem entwickelt."

Die USA sind 2019 in Paraguay zum fünften Mal bei einer FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft dabei (2005, 2006, 2007, 2013 und nun 2019). Den Sprung aus der Gruppenphase in die K.-o.-Runden haben sie allerdings noch nie geschafft.

"Es ist sehr schwierig, alle gleichzeitig zusammenzubekommen", so Soto. "Wir haben alle unterschiedliche Zeitabläufe. Und es steckt keine höhere Mathematik dahinter: Je mehr man spielt, desto besser wird man. Die Situation erinnert mich etwas an die WM 1990 in Italien. Damals bestand das Team der USA auch aus einer Mischung aus Profis und Amateuren."

Sotos Einschätzung seines U.S.-Kaders

Auf CONCACAF-Ebene liegen die USA bei der Anzahl der WM-Teilnahmen auf Platz zwei hinter Mexiko, das in Paraguay zum sechsten Mal antritt. Wie sieht nun Trainer Soto sein Team von 2019 im Vergleich mit dem von 2013?

"Wir sind alle etwas älter geworden und daher nicht mehr ganz so dynamisch", meint Soto. "Aber wir halten den Ball viel besser. Wir haben auch mehr Geduld. Wir bestimmen gern das Tempo und bauen dann Spielzüge auf, statt immer direkt das Tor anzurennen. Natürlich haben wir das immer noch im Blut, aber wir müssen manchmal einfach etwas überlegter spielen, Zeit von der Uhr nehmen und die richtigen Momente für Vorstöße abwarten. Das ergibt sich, wenn man ein so erfahrenes Team hat, das ein sehr viel besseres Spielverständnis entwickelt hat, insbesondere auf der internationalen Bühne."

Soto hat noch fünf Spieler im Kader, die schon 2013 in Tahiti zum Team gehörten, nämlich Torhüter Chris Toth, Nick Perera, Alessandro Canale, Jason Leopoldo und Ryan Futagaki. Er hofft, dass sein Team aus der 2:6-Niederlage gegen Mexiko im Finale der CONCACAF-Meisterschaft gelernt hat. Dabei hatten seine Schützlinge alle sechs Gegentreffer innerhalb von nur sechs Minuten im letzten Drittel kassiert.

"Wir wollen die Weltmeisterschaft gewinnen, deswegen sind wir hier! Wir müssen etwas zeigen. Wir sind ein Team, das viele Torchancen herausspielt. In der Offensive sind wir sehr stark. Es geht also darum, aus unseren Chancen auch etwas Zählbares zu machen. Wir müssen lernen, eine Führung zu verteidigen und dürfen uns in wichtigen Phasen des Spiels keine Gegentore einfangen."

In der Vorbereitung auf Paraguay 2019 spielten die USA gegen Tahiti und Italien. In beiden Partien spielten sie sich eine 3:0-Führung heraus, nur um dann in der Nachspielzeit noch zu verlieren.

"Wir müssen uns auch in schweren Phasen des Spiels gut behaupten, auch wenn der Druck einer WM auf uns lastet und vielleicht mal eine Entscheidung gegen uns gefällt wird. Das alles kommt mit der Erfahrung. Ich hoffe, dass unser Team seine Lektionen gelernt hat."

Sotos Kurzanalysen der Gegner der USA in der Gruppenphase

Schweiz: "Die Schweiz hat mit Angelo Schirinzi einen herausragenden Trainer, der zu den besten der Welt gehört und sehr viel WM-Erfahrung hat. Sie werden gut vorbereitet und bereit sein. Aber ich glaube nicht, dass er viel Material über uns hat. Vielleicht sind sie nicht ganz so dynamisch, und vielleicht können wir das ausnutzen. Auf jeden Fall ist das ein Team, das wir besiegen können."

Japan: "Die Japaner haben mit Ozu Moreira einer der besten Spieler der Welt in ihren Reihen. Er ist insbesondere in einer etwas zurückhängenden Rolle sehr gefährlich. Er kann nach vorn vorstoßen und auch verteidigen. Die Japaner haben viele schnelle, dynamische Spieler. Wir haben in der Vergangenheit wie gegen die Schweiz auch gegen Japan gespielt und gewonnen. Diese Teams zum Auftakt sind die optimalen Gegner."

Paraguay: "Das wird sicher das schwierigste Spiel, gegen die Gastgeber. Ich kenne sie nicht besonders gut. Wir haben noch nie gegen Paraguay gespielt. Als Heimteam werden sie das Publikum sozusagen als sechsten Mann im Rücken haben."

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