FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Portugal 2015

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Portugal 2015

9 Juli - 19 Juli

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2015

Madagaskar reist als Afrikameister nach Portugal

Morocco vs Madagascar (5-8) at the African Beach Soccer Championship
© Others

Am Sonntag ging auf den Seychellen die Ära der westafrikanischen Dominanz bei der CAF Beach-Soccer-Meisterschaft zu Ende. Madagaskar setzte sich im Finale des Turniers im neu erbauten Stadion in Roche Caiman gegen Titelverteidiger Senegal durch. Die Westafrikaner können sich indes damit trösten, dass sie ebenso wie der neue Titelträger bei der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft in Portugal dabei sein werden.

Groß hingegen die Enttäuschung bei der Elfenbeinküste, die den Kontinent beim letzten Turnier in Tahiti vertreten hatte. Das Team unterlag im Halbfinale im Neunmeterschießen gegen Madagaskar. Auch Nigeria scheiterte in der Vorschlussrunde und verpasste damit die Qualifikation für Portugal. FIFA.com fasst das Geschehen zusammen.

Die qualifizierten TeamsDer erste kontinentale Titelgewinn Madagaskars ist ein großer Erfolg für den früheren französischen Profitorhüter Claude Barrabe, der kaum einen Monat vor dem Turnier als Trainer eingesetzt worden war. Madagaskar hatte sich mit der Teilnahme an der COSAFA Beach-Soccer-Meisterschaft auf das Turnier vorbereitet, die ebenfalls in Roche Caiman ausgetragen wurde. Durch einen Finalsieg gegen Malawi hatte Madagaskar auch dieses Turnier bereits gewonnen. Bei der Afrikameisterschaft erwies sich Madagaskar dann erneut als zu stark für die Gegner. In der Gruppe B gewannen die Schützlinge Barrabes alle drei Partien gegen Titelverteidiger Senegal, Ghana und Marokko.

Tokiniaina Francegal, Spitzname "Toky", war im ersten Spiel der entscheidende Faktor. Madagaskar konnte einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen und setzte sich am Ende mit 9:4 gegen Ghana durch. Der 22-jährige Mittelfeldspieler, der als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, erzielte in der anschließenden Partie gegen Senegal den 3:2-Siegtreffer in der Verlängerung. Mit einem 8:5-Sieg gegen Marokko, zu dem "Toky" erneut zwei Treffer beitrug, sicherte sich Madagaskar dann endgültig den Einzug ins Halbfinale. Hier setzte sich das Team dann nach einem 4:4-Unentschieden mit 3:2 im Neunmeterschießen gegen die Elfenbeinküste durch.

Im Finale wurde Madagaskars Torhüter Jhorialy Rafalimanana mit zwei gehaltenen Neunmetern zum Star und verhalf seinem Team so zum 2:1-Erfolg. Flavien Razafimahatratra hatte die Insulaner bereits früh in Führung gebracht. Nach Senegals Ausgleich durch Ngalla Sylla ging die Partie in die Verlängerung, in der keine weiteren Tore mehr fielen. Somit musste auch hier die Entscheidung im Neunmeterschießen fallen.

Nach dem Sieg lobte Barrabe seine Schützlinge überschwänglich: "Ich freue mich, dass ich so talentierte, bescheidene und hart trainierende Spieler habe. Der Titelgewinn beim COSAFA Cup hat natürlich unser Selbstvertrauen gestärkt. Schon nach unserem ersten Sieg im Turnier dachte ich mir, dass wir es zumindest bis ins Halbfinale schaffen würden. Das Finale war eine sehr enge Angelegenheit. Ich freue mich, den Menschen in Madagaskar diesen Erfolg schenken zu können, die unter sehr schwierigen Bedingungen leben."

Senegal war mit nur drei Punkten aus dem 7:3-Auftakterfolg gegen Marokko ins Halbfinale eingezogen. Die zweite Partie gegen Madagaskar hatten die Senegalesen verloren, ebenso wie das dritte und letzte Gruppenspiel gegen die Black Sharks aus Ghana (3:5). Im Halbfinale gegen Nigeria holten die Senegalesen dann zwei Mal einen Rückstand auf und siegten am Ende der Verlängerung mit 4:3. Die beiden letzten Tore für die Löwen von Teranga erzielte Ibra Thioune. Senegals Trainer Ibrahima Ndiaye hatte damit sein erstes Ziel erreicht, nämlich Senegal zur fünften WM-Teilnahme zu verhelfen.

Die anderen TeamsAuch die Super Eagles aus Nigeria wollten zum fünften Mal ein WM-Endrundenticket buchen. Die Nigerianer sind neben Senegal das einzige afrikanische Team, das bei WM-Endrunden bereits den Sprung aus der Gruppenphase schaffte. Bis ins Halbfinale lief es rund für die Westafrikaner. Sie gewannen die Gruppe A mit einem 10:1-Sieg gegen die Gastgeber, gefolgt von einem 4:1 gegen Ägypten und einem 7:6-Sieg (n.V.) gegen die Elfenbeinküste. Doch im Halbfinale gegen Senegal war dann Endstation für die Schützlinge von Audu Adamu. Auch der 9:1-Kantersieg gegen die Elfenbeinküste im Spiel um Platz drei konnte die Enttäuschung über die verpassten Endrundeteilnahme in Portugal nicht schmälern.

Der zweimalige WM-Endrundenteilnehmer Elfenbeinküste qualifizierte sich letztlich dank eines Sieges im Neunmeterschießen gegen Ägypten für das Halbfinale. Die Partie war mit einem 3:3-Remis zu Ende gegangen. Im nächsten Spiel gab es einen 2:1-Sieg gegen Gastgeber Seychellen. Das letzte Gruppenspiel gegen Nigeria verloren die Ivorer. Es folgten noch zwei weitere Niederlagen für die Westafrikaner, nämlich gegen Madagaskar im Halbfinale und dann auch gegen Nigeria im Spiel um Platz drei.

Für die Seychellen erwies sich die erste Teilnahme an einer Kontinentalmeisterschaft als zu große Herausforderung. Sie verloren alle drei Gruppenspiele und kassierten insgesamt 17 Gegentore. Auch in den Playoff-Spielen setzte sich die Serie der Niederlagen fort. Nach Misserfolgen gegen Marokko und Ghana landete man auf dem letzten Platz. Ägypten gewann unterdessen sein erstes K.o.-Spiel mit 6:5 gegen Ghana, verlor dann aber die Partie um Platz fünf gegen den nordafrikanischen Rivalen Marokko mit 1:3.

Die Marokkaner, die es als Gastgeber der vorherigen Turnierauflage bis ins Halbfinale geschafft hatten, schlossen die Gruppe B nach einem 5:3-Sieg gegen Ghana als Dritter ab. Dann setzten sie sich mit 5:1 gegen Gastgeber Seychellen durch, womit sie das Spiel um Platz fünf erreichten. Die Black Sharks aus Ghana wurden dank eines 12:1-Kantersiegs im Playoff-Spiel gegen Gastgeber Seychellen Siebter.

Abschlusstabelle1. Madagaskar *
2. Senegal *
3. Nigeria
4. Elfenbeinküste
5. Marokko
6. Ägypten
7. Ghana
8. Seychellen

* für Portugal 2015 qualifiziert

Wertvollster Spieler
Tokiniaina "Toky" Francegal (Madagaskar)

Bester Torhüter
Jhorialy Rafalimanana (Madagaskar)

Bester TorjägerAlexander Adjei (Ghana) - 15 Tore

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