FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Tahiti 2013

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Tahiti 2013

18 September - 28 September

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2013

Llorenc: "Ich lebe einen Traum"

Llorenc of Spain scores with a header against El Salvador
© Getty Images

Es ist kaum vorstellbar, dass das Lächeln in nächster Zeit wieder von Llorencs Gesicht verschwinden wird. Der Sieg gegen El Salvador liegt noch nicht lange zurück, und er freut sich unglaublich darüber, wie ein Kind, das gerade ein Spielzeug geschenkt bekommen hat, von dem es nicht einmal zu träumen gewagt hat. Der Flügelspieler der spanischen Auswahl ist zum ersten Mal bei einer FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft dabei und gleich unter den vier besten Teams des Planeten gelandet.

"Ich spiele erst seit zwei Jahren Strandfussball, und das hier war unvorstellbar für mich", setzt der 21-Jährige an und versucht FIFA.com zu erklären, warum die Freude so groß ist. "Ich habe meinen erfahreneren Mannschaftskameraden angesehen, welche Anspannung damit verbunden ist, bei einer WM dabei zu sein, wie elektrisiert sie sind. Ich habe es in ihren Augen gesehen. Ich bin zum ersten Mal dabei und vielleicht habe ich deshalb nicht dasselbe gefühlt wie sie, die nach fünf Jahren endlich wieder so weit kommen. Ich habe das natürlich alles sehr ernst genommen, aber jetzt verstehe ich erst die Dimension dieses Erfolgs", meint er und kann es noch immer nicht ganz fassen.

Llorenc ist ein filigraner, eleganter Spieler, der mit Köpfchen spielt, es aber auch nicht an Einsatz und Kampfbereitschaft mangeln lässt. Ein wenig hat dies alles mit seinem Werdegang im Beach Soccer zu tun. "Ich habe vorher bei Nàstic [Anm. d. Red.: Gimnàstic de Tarragona] auf dem linken Flügel Rasenfussball gespielt. Aber dann habe ich mich am Knie verletzt, wurde operiert und habe in der Reha begonnen, meine Muskulatur am Strand zu kräftigen. Dabei habe ich gemerkt, dass es mir Spaß macht, auf Sand zu spielen und habe mich einem Klub in meinem Heimatort Torredembarra angeschlossen. Dann hat mich Joaquín Alonso bei einem Trainingslager der Auswahl Kataloniens gesehen, und jetzt bin ich hier!", meint er.

Der Erbe der Nummer zehnLlorenc trägt ein Trikot, dass im spanischen Strandfussball Legendenstatus genießt, nämlich das mit der Nummer zehn, das zuvor Ramiro Amarelle gehörte. "Die meisten Dinge, die man in dieser Sportart lernen kann, habe ich von Rami gelernt. Ich hatte die Ehre, die Kabine mit ihm zu teilen, mit ihm gemeinsam zu trainieren und mir ein Bild davon zu machen, was er für die Nationalmannschaft bedeutet. Ich habe nicht vergessen, dass wir nur wegen seines Treffers gegen die Ukraine überhaupt hier sind. Sollte er eines Tages zurückkehren, dann gebe ich ihm das Trikot sofort wieder. Daran gibt es keinen Zweifel!"

Die Erwähnung von Amarelle ruft die Spieler in Erinnerung, die es nicht auf die endgültige Kaderliste der WM geschafft haben. "Das ist auch ihr Erfolg. Vielleicht sollte ich meinen Trainer nicht über den grünen Klee loben, aber ich muss es doch tun, weil es wirklich schwer ist, aus einer so großen Gruppe einen Kader zusammenzustellen und viele Spieler zu Hause lassen zu müssen. Diejenigen, die hier sind, haben untereinander vollstes Vertrauen. Darauf kommt es an, wenn man Ziele erreichen will. Wenn du deinem Teamkameraden nicht vertraust, erreichst du gar nichts."

Der dreimalige Torschütze weiß ganz genau, wie er den Gegner einzuschätzen hat, der im Halbfinale lauert. "Die Brasilianer haben alle Aspekte des Spiels im Griff. Ich glaube, keiner macht das besser als sie. Aber ehrlich gesagt haben wir in der gesamten Vorbereitung ein- und dieselbe Spielweise kultiviert, und die sollten wir beibehalten, auch wenn der Gegner Brasilien heißt. Wir wollen die Initiative ergreifen und vertrauen in die bisher geleistete Arbeit", meint er bestimmt.

Auch am Ende des Gesprächs ist das Lächeln nicht von Llorencs Gesicht gewichen. "Ich lebe hier einen Traum…Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals in die Nationalmannschaft berufen würde, und jetzt stehe ich im Halbfinale einer Weltmeisterschaft! Ich fühle mich als Glückspilz, denn jeder Tag ist eine neue Erfahrung. Ich hoffe nur, dass ich diesen Weg fortsetzen kann und dass das nie aufhört", verkündet er. "Und wenn wir es jetzt schon so weit geschafft haben, werden wir auch versuchen, den Titel zu holen."

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