FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Ravenna/Italien 2011

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Ravenna/Italien 2011

1 September - 11 September

FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2011

Begeisterung in Peru, Tahiti und Oman

Takasuke Goto of Japan performs an over head scissor kick
© Getty Images

Um die weitere Entwicklung des Beach Soccer zielstrebig voranzutreiben, konzentriert sich die FIFA derzeit darauf, auf den vorhandenen Fortschritten in den Mitgliedsverbänden aufzubauen, die sich bereits intensiv für diese Sportart engagieren, und deren Möglichkeiten und Mittel entsprechend zu fördern bzw. zu stärken.

Vor dem Hintergrund der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Italien 2011 in wenigen Monaten hat die Arbeit des Fussball-Weltverbandes zur Förderung des Beach Soccer große an Bedeutung. Demnach wird das Jahr 2011 zunächst im Zeichen der regionalen Qualifikationsturniere für das Stelldichein der weltbesten Beach-Soccer-Teams stehen. In Asien und Ozeanien stehen die Teilnehmer am WM-Turnier in Ravenna sogar schon seit einigen Wochen fest.

RückblickMitte Dezember 2010 führte die FIFA in Peru einen kombinierten Trainer-/Schiedsrichter-Lehrgang durch, an dem 21 Beach-Soccer-Trainer und 25 Unparteiische aus dem Andenland teilnahmen. Mit der Organisation dieses Lehrgangs würdigte die FIFA auch die intensive Arbeit ihrer Mitgliedsverbände, nachdem anlässlich eines FIFA-Seminars im Jahr 2009 die Notwendigkeit einer solchen Veranstaltung festgestellt und in die konkrete Planung aufgenommen worden war.

Der von den beiden FIFA-Instruktoren Héctor Francisco Petrasso (Argentinien) und Bolivar Montero Alfaro (Costa Rica) geleitete Kurs diente in erster Linie dem weiteren Ausbau des Beach Soccer in Peru. Dank der jetzt besser ausgebildeten Trainer und Schiedsrichter werden die peruanischen Beach-Soccer-Wettbewerbe deutlich an Qualität gewinnen und den Peruanern in absehbarer Zukunft die Möglichkeit bieten, sich erstmals für eine FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Denn bislang war Peru in dieser Sportart noch nicht bei einem WM-Turnier vertreten.

Im Januar dieses Jahres erfolgte in Katar der Start für die Beach-Soccer-Entwicklungsphase 2011-2014, konkret in Form eines Trainerseminars, das unter der Leitung des FIFA-Instruktors Gustavo Zloccowick stand. Der als Beach-Soccer-Nationalcoach im benachbarten Bahrain tätige Brasilianer hatte sein Team bei der FIFA Beach-Soccer-WM 2006 bis ins Viertelfinale geführt.

Beach Soccer weltweitDas erste große Beach-Soccer-Turnier des Jahres 2011 war die Copa Latina in Brasilien. Dort standen sich mit Argentinien, Mexiko, Uruguay und dem brasilianischen Gastgeberteam gleich vier der weltbesten Teams im Beach Soccer gegenüber. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es mit Uruguay ausgerechnet einem vermeintlichen Außenseiter gelang, die Dominanz der Brasilianer über das restliche Südamerika zu durchbrechen. In einem spannenden Finale besiegte Uruguay den vierfachen FIFA Beach-Soccer-Weltmeister im entscheidenden Siebenmeterschießen. Brasiliens Spielmacher Benjamin bestritt bei diesem Turnier übrigens sein 300. Länderspiel!

In Ozeanien endete die Qualifikation für die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft 2011 mit einer noch größeren Überraschung. Denn nicht die hoch favorisierten Salomon-Inseln sicherten sich den Turniersieg, sondern die gastgebende Mannschaft von Tahiti. Es ist die erste und damit eine historische Qualifikation für das Land in Französisch-Polynesien, das übrigens die übernächste FIFA Beach-Soccer-WM austragen wird.

In Asien kämpften insgesamt elf Teams um die drei Tickets für Italien 2011. Allein diese Teilnehmerzahl – bei der vorangegangenen Qualifikation waren es nur sieben Mannschaften – spiegelt das wachsende Interesse an der FIFA Beach-Soccer-WM auf dem asiatischen Kontinent wider. Während Japan und Iran nichts anbrennen ließen und sich wie erwartet die WM-Teilnahme sicherten, kam die Qualifikation des Gastgeberlandes Oman, das in Italien zum ersten Mal überhaupt bei einer WM dabei sein wird, schon einer kleinen Überraschung gleich.

Zitate"Im Jahr 2009 hatten sieben Auswahlteams an der Asien-Qualifikation für die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft teilgenommen. In diesem Jahr waren es schon elf, von denen sich vier noch nie an einem Qualifikationsturnier beteiligt hatten. Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem den von der FIFA in Saudiarabien und Sri Lanka durchgeführten regionalen Seminaren zu verdanken, denn dadurch konnten die einzelnen Verbände für das Beach Soccer sensibilisiert und nachhaltig motiviert werden."
Josep Ponset (Verantwortlicher von Beach Soccer Worldwide) 

"Dass sich Tahiti vor heimischem Publikum und in einem historischen Match gegen die favorisierten Salomon-Inseln durchgesetzt hat und sich damit erstmals für die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft qualifizieren konnte, wird der Entwicklung dieses Sports sicher enorme Impulse verleihen, insbesondere mit Blick auf die FIFA Beach-Soccer-WM 2013, bei der Tahiti Gastgeber sein wird."
Patrick Jacquement (Technischer Direktor der OFC)

"Wir haben ein großes Beach-Soccer-Turnier mit rund 70 Mannschaften organisiert, das dezentral in fünf verschiedenen Städten ausgetragen wurde. Die Beach-Soccer-Kurse waren für uns eine äußerst wertvolle Unterstützung in der Vorbereitung der bei diesem Turnier eingesetzten Trainer und Schiedsrichter."
Jaime Drago (Verantwortlich für Beach Soccer im Fussballverband Perus)

Nächster WettbewerbNoch im laufenden Monat März steht der erste Mundialito der Klubs auf dem Programm. Bei diesem internationalen Beach-Soccer-Mini-Turnier, das im brasilianischen São Paulo über die Bühne geht, werden erstmals auch berühmte Fussball-Klubs wie der FC Barcelona, AC Mailand, Boca Juniors, Flamengo Rio de Janeiro und Corinthians São Paulo präsent sein.

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