Frauenfussball

Titelkampf zwischen Nigeria und Kamerun, EURO-Kandidaten wärmen sich auf

Josephine Henning (2nd left) of Germany celebrates with Anja Mittag
© Getty Images

Während die besten Juniorinnen der Welt in Papua-Neuguinea um den Titel der U-20-Frauen-WM kämpften, bestritten auch ihre Kolleginnen der A-Nationalteams hochklassige Duelle. *FIFA.com *fasst das jüngste Geschehen des internationalen Frauenfussballs zusammen.

Attraktives Entscheidungsspiel in Afrika
Die wichtigsten Partien der letzten Wochen fanden in Kamerun statt, wo in vollen Stadien der Afrikanische Nationen-Pokal der Frauen 2016 über die Bühne ging. Der gebotene Fussball rechtfertigte die beeindruckenden Zuschauerzahlen. Im gestrigen Halbfinale zeigten sich sowohl das steigende Niveau als auch der immer kleiner werdende Abstand zwischen den Topteams des Kontinents.

Der siebenmalige Afrikameister Nigeria wird zwar einmal mehr im Endspiel stehen, konnte sich in einer hart umkämpften Partie aber nur denkbar knapp mit 1:0 gegen Südafrika durchsetzen. Die Stürmerin Desire Oparanozie erzielte in der 54. Minute den einzigen Treffer des Tages mit einem kraftvollen Freistoß. Zuvor hatte Bambanani Mbane am Strafraumrand Faith Ikidi zu Fall gebracht. Südafrika war über weite Strecken überlegen, und Mbane hatte fünf Minuten vor dem Schlusspfiff noch die große Chance, für Wiedergutmachung zu sorgen. Ihr Versuch wurde aber von Ikidi auf der Linie abgewehrt.

Die Super Falcons können sich nun auf eine Neuauflage des Finales von 2014 freuen, nachdem Kamerun in einem nicht minder umkämpften Duell gegen Ghana die Oberhand behielt. Im ausverkauften, frisch renovierten Ahmadou Ahidjo Stadium in Yaoundé wurden die Gastgeberinnen von einem begeisterten Publikum zu einem 1:0-Erfolg getragen. Der Mittelfeldspielerin Raissa Feudjio gelang 19 Minuten vor Ende der Partie nach einem Patzer der ghanaischen Schlussfrau Nana Ama Asantewaa der Siegtreffer für die Löwinnen.

Kamerun hat den Afrika-Cup noch nie gewonnen. Im Finale von 2014 in Namibia hatte das Team gegen Nigeria mit 0:2 das Nachsehen. Kann der Heimvorteil ihnen dazu verhelfen, in die Geschichte einzugehen? Die Entscheidung fällt im mit Spannung erwarteten Finale am Samstag.

Härtetests für EURO-Kandidaten
In der vergangenen Woche fanden auch in Europa einige spannende Partien statt. In Freundschaftsspielen machten sich unter anderem die Titelanwärter der kommenden UEFA Women's EURO schon einmal warm. EM-Gastgeber Niederlande musste zwei knappe Niederlagen hinnehmen. Zunächst unterlag das Team 2:3 in Belgien, bevor es zu Hause gegen England dank eines Treffers von Jodie Taylor 0:1 verlor.

Auch die Freundschaftspartie zwischen Frankreich und Spanien endete denkbar knapp mit 1:0 zugunsten von Les Bleues. Eugenie Le Sommer erzielte in der 54. Minute den Siegtreffer für ihr Team. Die Belgierinnen hingegen konnten nicht an den Erfolg gegen die Niederlande anknüpfen und verloren die nächste Partie gegen Dänemark 1:3. Pernille Harder erzielte einen Doppelpack.

Der amtierende Europameister Deutschland kam am vergangenen Abend in Aalen gegen Norwegen nicht über ein 1:1 hinaus. Es war ein kleiner Dämpfer am Ende eines fantastischen Jahres für die DFB-Elf, der nach dem frühen Rückstand durch Ada Hegerberg immerhin noch der Ausgleich durch Josephine Henning gelang. Die größte Sorge von Trainerin Steffi Jones dürfte indes die Verletzung von Kapitänin Dzsenifer Marozsan sein, für das Spiel vorzeitig beendet war.

Warmherziger Abschied
Unabhängig von den Vorbereitungsspielen auf die EURO fand in Dublin eine emotionale Begegnung statt, in der Sue Ronan nach sechs Jahren an der Spitze Irlands mit einem 2:1-Sieg über das Baskenland ihren Abschied gab. Das erste Länderspieltor von Leanne Kiernan und ein sehenswerter Freistoß von Stephanie Roche bescherten der scheidenden Trainerin einen schönen Abschluss. Ronan zeigte sich begeistert von dem Abschied, der ihr bereitet wurde.

"Es war das perfekte Ende mit einer wirklich perfekten Leistung", sagte sie. "Im Vorfeld der Partie war viel los, aber die Spielerinnen waren konzentriert und boten eine großartige Leistung."

"Es waren sechs großartige Jahre. Leider haben wir es nicht zur Endrunde geschafft, doch ich hätte von den Spielerinnen in dieser Zeit nicht mehr verlangen können. Es war ein schöner Abschluss. Ich war gerührt von der Anerkennung der Klubs, Fans und ehemaligen Spielerinnen im ganzen Land und glaube wirklich, dass es große Fortschritte gegeben hat."

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