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Entwicklung

Samuel Eto’o bringt Gesundheitsbotschaften nach Westafrika

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© FIFA.com

Eine FIFA-Delegation unter der Leitung von FIFA-Chefarzt Jiří Dvořák ist nach Sierra Leone und Ghana gereist, um die Fortschritte der FIFA-Gesundheitskampagnen aus erster Hand zu erleben. Unterstützt wurde sie dabei vom kamerunischen Superstar Samuel Eto’o.

Die Kampagne "11 gegen Ebola" wurde als Soforthilfe in Westafrika eingeführt, als die Ebola-Epidemie dort ihren Höhepunkt erreichte. Ein Jahr später führt die FIFA nun die langfristigere Präventionskampagne "FIFA 11 für die Gesundheit" in Sierra Leone ein. Der Zeitpunkt dieses Besuchs hat Symbolcharakter – nur drei Tage bevor die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Sierra Leone am 6. November 2015 offiziell als Ebola-frei erklärt.

Samuel Eto’o ist bekannt für sein soziales Engagement und seinen großen Einsatz für den afrikanischen Kontinent. In Sierra Leone und Ghana trat er mit besonders gefährdeten Gemeinden und insbesondere Kindern in Kontakt. Er besuchte u. a. das Grafton-Waisenheim in Freetown, das sich um kleine Kinder kümmert, die ihre ganze Familie durch das Ebola-Virus verloren haben. Eto’o nutzte seinen Besuch in den beiden Ländern außerdem dazu, die Präventionsbotschaften von "FIFA 11 für die Gesundheit" in lokalen Schulen zu verbreiten.

Der vierfache afrikanische Fussballer des Jahres war einer der ersten Spieler, die das Programm "FIFA 11 für die Gesundheit" unterstützten, das mithilfe des Fussballs und wissenschaftlicher Forschung Mädchen und Jungen zu einem gesunden Leben motivieren soll. Das Programm klärt Kinder über wichtige gesundheitliche Themen wie HIV, TB, Malaria, Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck auf und lehrt ihnen Werte und Verhaltensmuster. Das Programm wurde im Vorfeld der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ eingeführt und ist seither in über 20 Ländern rund um die Welt ein Erfolg.

Zu seinem Besuch bei verschiedenen Gesundheitsprojekten in Freetown und Accra sagte Samuel Eto’o:* "*Ich freue mich, in meiner Heimat Afrika zu sein, und bin stolz, zu sehen, was meine Brüder in Sierra Leone im Kampf gegen Ebola erreicht haben. Gesundheit ist das wichtigste im Leben. Mit Gesundheit und einem starken Willen kann man im Leben alles erreichen. Der Fussball hat einen großen Einfluss auf Mädchen und Jungen und kann ihnen beibringen, gesund zu leben."

Zum Abschluss ihrer Reise in Sierra Leone stattete die Delegation der First Lady, Sia Koroma, einen Freundschaftsbesuch ab. "Ich danke der FIFA und dem Fussball für ihren wertvollen Beitrag im Kampf gegen Ebola. Der Fussball erreicht die Menschen und macht sie auf wichtige Gesundheitsbotschaften aufmerksam. Ich bewundere Samuel Eto’o für seine Erfolge als afrikanischer Fussballer, aber auch dafür, dass er mit seinem Besuch der Gesellschaft und dem Volk von Sierra Leone so viel zurückgibt", so Koroma.

Isha Johansen, Präsidentin des Fussballverbandes von Sierra Leone und wichtige Triebfeder bei der Umsetzung des Projektes, erklärt: "Kurz bevor die WHO Sierra Leone als Ebola-frei erklärt, schaue ich mit Stolz darauf zurück, was der Fussball und die ,11 gegen Ebola‘-Kampagne im Kampf gegen dieses tödliche Virus bewirkt haben."

FIFA-Chefarzt Jiří Dvořák fügte hinzu: "Es war eine emotionale Erfahrung, die positive Wirkung von '11 gegen Ebola' in den lokalen Gemeinden hier in Sierra Leone zu erleben. Wenn Fussballstars reden, hören die Menschen zu. Nur dank der engen Partnerschaft mit den besten Fussballern der Welt, der WHO, der Weltbank, dem Fussballverband und der Regierung von Sierra Leone konnte die FIFA ihren Beitrag zum Kampf gegen Ebola leisten. Eine gesunde Gesellschaft ist die Basis für das Wohlergehen eines Landes. Wir verfolgen unsere Ziele weiter. Bald führen wir 'FIFA 11 für die Gesundheit" in Sierra Leone ein und starten die vierte Programmetappe in Ghana."

Die Kampagne "11 gegen Ebola" wurde letztes Jahr von der FIFA und mit der Unterstützung der Weltbank und der WHO auf die Beine gestellt und mithilfe von Weltstars wie Cristiano Ronaldo, Didier Drogba und Neymar verbreitet, um die lokale Bevölkerung darüber zu informieren, wie sie die Ausbreitung des Ebola-Virus vermeiden kann.

Anders Nordström, Leiter der WHO-Delegation in Sierra Leone, lobte die Initiative: "Es war eine Extremsituation, und wir mussten Wege finden, gegen die Ebola-Epidemie anzukämpfen. Die FIFA-Kampagne '11 gegen Ebola' war ein äußerst nützliches Mittel im Kampf gegen das Virus, denn die Botschaften waren einfach, wirkungsvoll und leicht umzusetzen und zu verbreiten."

Nach dem Besuch in Sierra Leone reiste die Delegation nach Ghana, wo die langfristige Kampagne "FIFA 11 für die Gesundheit" seit drei Jahren erfolgreich umgesetzt wird. Prince Pambo, FIFA-Projektleiter in Ghana, ist bereit für die vierte Etappe des Programms und erklärt: "Ich freue mich, die FIFA und Samuel Eto’o in Ghana zu begrüßen und ihnen die Umsetzung des Programms zu zeigen. 300 Schulen mit insgesamt 600 Lehrern und etwa 20 000 Schülern in ganz Ghana haben am Trainingsprogramm teilgenommen."

Als nächste Station auf ihrer Reise wird die FIFA-Delegation die "FIFA 11 für die Gesundheit"-Programme in Kenia besuchen und wichtige Akteure aus der Regierung, lokalen Fussballverbänden und der Mathare Youth Sports Association (MYSA) treffen, um die Zusammenarbeit bei diesem wichtigen Präventionsprogramm der FIFA zu stärken.

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