Entwicklung

Rückkehr zu den Anfängen für FIFA-Präsident Blatter

FIFA President Joseph S. Blatter addresses delegates during a FIFA Development Seminar
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Das Regionale Seminar für die Präsidenten, Generalsekretäre und Technischen Direktoren, das in Marrakesch im Rahmen der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013 stattfindet, erlebte an diesem 19. Dezember einen bedeutenden Moment. Der FIFA-Präsident hielt vor den Vertretern der 27 Mitgliedsverbände aus den französisch-, portugiesisch- und spanischsprachigen Regionen Afrikas eine Rede.

Dieser Beitrag zur Eröffnung des Seminars war nicht nur für die Teilnehmer ein besonderer Augenblick, sondern auch für Präsident Blatter, der nie einen Hehl aus seiner Zuneigung zum Mutterkontinent machte und sich persönlich dafür eingesetzt hat, Entwicklungsprogramme auf den Weg zu bringen. "Wenn ich in Afrika bin, bin ich zu Hause, ich fühle mich wohl hier", versicherte er zu Beginn seiner Rede. "Heute bin ich stolz darauf, zu Ihnen zu sprechen, denn vor fast 40 Jahren, im Februar 1975, habe ich angefangen, bei der FIFA zu arbeiten. Und ich hatte im November 1974, im Jahr der Wahl von Präsident Joao Havelange, diese Entscheidung getroffen, mich der Entwicklung des Fussballs zu widmen."

"Der erste Kurs, den ich die Ehre hatte, zu leiten, fand in Addis Abeba im Februar 1976 bei der Eröffnung des Afrikanischen Nationen-Pokals in Äthiopien statt", erinnerte sich Joseph S. Blatter. "Wenn ich mir das Dokument ansehe, dass wir damals erstellt haben, hat sich seither nichts geändert. Wir hatten Vierer-Arbeitsgruppen mit einem Verwaltungsleiter, einem Trainer, einem Schiedsrichter und einem Mediziner gebildet, um alle wichtigen Aspekte der Entwicklung zu berücksichtigen, und wir haben heute die gleichen Entwicklungsprogramme."

Nachdem 1975 die wesentlichen Elemente für die Entwicklung erkannt wurden, ist es heute möglich, dank der Ressourcen und der Palette an verschiedenen verfügbaren Programmen das ganze Potenzial verwirklicht zu sehen, um die Entwicklung des Fussballs in allen Verbänden zu fördern. Die Programme Goal, Performance, FAP (Finanzielles Unterstützungs-Programm) sowie "In Afrika mit Afrika gewinnen" haben bereits Früchte getragen, und die letzte Achse, auf der die gemeinsamen Anstrengungen der FIFA und der CAF ruhen, betrifft die nationalen Meisterschaften.  "Bei diesem Seminar haben Sie die Gelegenheit, sich in die Programme der CAF für die Entwicklung und insbesondere für die Klublizenzen zu vertiefen", erklärte Issa Hayatou, Präsident der CAF und Vizepräsident der FIFA, bezüglich der Äußerungen Blatters. "Ich garantiere Ihnen unseren Einsatz und völliges Engagement für dieses Programm. Das Exekutivkomitee der FIFA hat einen Ablaufplan für die effektive Einführung von Klublizenzen angenommen. Die CAF ist bereit, mit der ständigen Unterstützung durch die FIFA, jede erdenkliche Hilfe zu leisten, um den afrikanischen Fussball zu professionalisieren."

Dies zeigt sich bereits in Marokko, denn der Meister der Botola-Liga 2013, Raja Casablanca, qualifizierte sich heute für das Finale der prestigereichen Klub-Weltmeisterschaft. "Vor nicht allzu langer Zeit gab es noch keine professionelle Liga, und heute wird eine Mannschaft aus einer dieser Ligen das Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft bestreiten", freute sich Präsident Blatter, der sich bei dieser Gelegenheit beim Königlichen Fussballverband Marokkos für die Organisation des Turniers sowie des Seminars bedankte. "Ich war der erste Entwicklungsbeauftrage, und genau wie Sie bin ich bei der Entwicklung geblieben. Denn wenn man aufhört, sich zu entwickeln, tritt man auf der Stelle. Und wenn man auf der Stelle tritt, wird man überholt", schloss er.

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