Fussball an Schulen

Legenden bieten libanesischen Schülern einmaliges Erlebnis

Football For Schools pilot program launched in Lebanon
© FIFA via Getty Images
  • FIFA-Legenden helfen beim Start des Pilotprojekts für "Fussball an Schulen" in Libanon
  • Schulkinder und Trainer haben wertvolle Lebenskompetenzen erlernt
  • Ein Trainer dazu: "Wir sollten den Sport nutzen, um bessere Menschen zu schaffen."

Libanesische Schulkinder ergriffen die Chance, einige wertvolle Lektionen von FIFA-Legenden zu lernen, die heute anlässlich des Starts des zweiten Pilotprojekts für das FIFA-Programm "Fussball an Schulen" im Chouf Stadium zugegen waren.

Trainer José Mourinho war gemeinsam mit Kaká, Samuel Eto'o, Youri Djorkaeff, Laura Georges, Marcel Desailly und Tim Cahill in der Stadt Chouf im libanesischen Bergland zu Gast, um Kindern aus der Gegend eine klare Botschaft mit auf den Weg zu geben. Dabei ging es darum, über den Fussball wichtige Lebenskompetenzen zu vermitteln.

Hunderte von Schülern nahmen gemeinsam mit ihren Trainern an einer vierstündigen Veranstaltung mit den FIFA-Legenden teil und hatten dabei Gelegenheit, Fussball zu spielen und wertvolle Einblicke von den großen Stars zu bekommen.

Der 14-jährige Ali Al Hassanieh war so begeistert von dem Treffen mit den FIFA-Legenden, dass er hinterher erklärte, Sonntag sei der schönste Tag seines Lebens gewesen und er hätte viel Spaß gehabt.

"Die Lehrer haben uns erklärt, wie wir zusammenspielen und unserem Team helfen können", so Ali auf die Frage, was er bei der Veranstaltung gelernt hätte. "Wir haben gelernt, als Teamkameraden zusammenzuarbeiten und mit Niederlagen umzugehen."

"Bei Niederlagen sollen wir uns fair verhalten und offen miteinander umgehen", erklärt er.

Tony Tahesh hatte sich besonders auf das Treffen mit Mourinho gefreut und war glücklich, dass der portugiesische Trainer ihn und seine Kollegen an seinen Erfahrungen teilhaben ließ.

"Mourinho hat gesagt, dass er auch Lehrer war wie wir, und das ist etwas, wonach wir suchen", meint Tahesh, der gleichzeitig Trainer einer regionalen Fussballmannschaft ist. "Es war großartig, ihn und die anderen FIFA-Legenden zu treffen."

"Wir haben gemeinsam mit der FIFA daran gearbeitet, den Fussball in unser Leben und das der Schüler zu integrieren", fügt er hinzu. "Wir sollten den Fussball in das Leben der Studenten einbinden, und genau das wollen wir auch tun."

Ich hoffe, dass wir die Botschaft im gesamten Libanon und dann unter über 700 Millionen Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt verbreiten können."

Paula Noun, Trainerin und Theaterlehrerin an einer staatlichen Schule, betonte wie ihr Kollege, dass der Fussball ein Instrument zum Aufbau einer besseren Gesellschaft sei.

"Wir sollten den Sport nutzen, um bessere Menschen zu schaffen", so Noun. "Der Sport kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, denn wir können den Schülern darüber beibringen, respektvoll mit anderen umzugehen und Niederlagen ebenso zu akzeptieren wie Siege."

"In der Schule sind die Schüler beim Sport immer sehr motiviert und begeistert. Das können wir nutzen, um ihnen viele wichtige Werte für ihr Leben zu vermitteln, die sehr hilfreich sein werden, wenn sie älter sind – ob sie nun später Fussballprofis werden oder nicht."

Noun und ihre Kollegen werden die Botschaft von Mourinho und den anderen FIFA-Legenden auf jeden Fall an ihre Schüler weitergeben, damit sie bessere Fussballer werden. Gleichzeitig werden sie ihnen auch viele wichtige Lebenskompetenzen vermitteln, die sie an diesem Tag erlernt haben, der für viele junge Spieler in Libanon etwas ganz Besonderes war.

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