FIFA-Stiftung

"Kicken ohne Grenzen": Über den Fussball ins Berufsleben durchstarten

Kicken ohne Grenzen, un programa que trabaja con jóvenes de Viena

Der Fussball ist der weltweit beliebteste Sport und übt eine Faszination aus, die weit über das Spiel mit den beiden Toren und dem runden Ball hinausgeht. Immer öfter wird diese Kraft genutzt, um über den Sport Zugang zu Menschen zu finden, die Unterstützung benötigen können – so auch bei "Kicken ohne Grenzen" in Österreich.

Ausgehend von der Tatsache, dass in der österreichischen Hauptstadt Wien rund elf Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, darunter viele Migranten und Migrantinnen, weder in Ausbildung noch berufstätig sind, will "Kicken ohne Grenzen" dabei helfen, den Weg in das Berufsleben zu finden.

Basis dafür ist ein wöchentliches Fussballtraining, das dort "Fussball +" genannt wird und über den Sport den jungen Spielern dabei helfen soll, Fähigkeiten wie Selbstvertrauen, Teamfähigkeit, Führungsstärke, Frustrationsbewältigung, Konfliktmanagement und Gender Equality zu erwerben, die ihnen dann auch im Berufsleben weiterhelfen können. Spielerische Übungen sollen das Lernpotenzial der Teilnehmer wecken.

Fakten "Kicken ohne Grenzen"

  • Gegründet: 2015
  • Mitarbeiter: rund 20
  • Teams: 4 (ein Kinderteam, 2 Teams für Jungen ab 14, 1 Team für Mädchen ab 14)
  • Jugendliche Teilnehmer: ca. 120
  • u.a. von der FIFA-Stiftung gefördert

"Den Fussball nutzen wir, um Jugendliche zu erreichen, die man mit herkömmlichen Bildungsangeboten nicht so leicht erreicht - wweil sie entweder keinen Zugang dazu haben oder vielleicht auch schlechte Erfahrungen gemacht haben", sagt Karina Lackner von der Projektleitung bei "Kicken ohne Grenzen. "Sie sollen daran glauben, dass es eine Möglichkeit gibt, wieder ins Berufs- oder Bildungssystem einzusteigen."

Lackner hat festgestellt, dass aus introvertierten und schüchternen Jugendlichen über den Sport junge Menschen werden, die "aufblühen, Selbstbewusstsein und Teamgefühl entwickeln." Der Aufwand ist hoch – alle ein bis zwei Wochen stehen Freundschaftsspiele oder ein Turnier auf dem Plan, kooperiert wird unter anderem mit der Wiener Polizei und dem österreichischen Rekordmeister SK Rapid.

"Sie merken, dass sie ernst genommen werden im Fussball. Das funktioniert auch abseits des Fussballs. Sie versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen, ihren Alltag besser zu meistern. Das ist gerade bei Frauen der Fall", so Lackner weiter.

Natürlich würde auch "Kicken ohne Grenzen" gerne weiter wachsen – doch intern hat man festgelegt, dass neben der Steigerung der Kapazitäten vor allem das Augenmerk darauf liegen soll, "die Qualität und Tiefe unserer Angebote zu verbessern".

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