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Gleichberechtigung und Inklusion: Zwei wichtige Worte für die Welt

März: FIFA-Konferenz für Gleichberechtigung und Inklusion 
© FIFA.com
  • Zum vierten Mal fand die FIFA-Konferenz für Gleichberechtigung und Inklusion statt
  • ​Sport und insbesondere Fussball kann Leben verändern
  • "Nein zu Rassismus zu sagen ist nicht genug"

"Ich begrüße Sie alle heute hier in Zürich. Es ist für mich als FIFA-Präsident und für die gesamte FIFA, eine Ehre, hier zu sein", mit diesen Worten richtete sich FIFA-Präsident Gianni Infantino an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der diesjährigen FIFA-Konferenz für Gleichberechtigung und Inklusion, die unter dem "Motto Pass it on – Hope through football" ("Weitergeben – Hoffnung durch Fussball") stand.

"Gleichberechtigung und Inklusion - zwei wichtige Wörter für die Welt - und natürlich für die Welt des Fussballs", führte er weiter aus. "Auch wenn wir uns nur um den Fussball kümmern und es unser Ziel ist, Fussball zu organisieren. Wir sind uns auch unserer Aufgaben und Verantwortung bewusst, die über den Fussball hinausgehen. Fussball kann viele Stärken haben und eine Kraft für das Gute sein. Wir bei der FIFA nehmen das sehr ernst. Wir haben bereits einige Dinge umgesetzt. Wir haben die Zahl der Frauen in unserem Rat von eins auf sechs erhöht und wir haben eine Frau als Generalsekretärin ernannt. Zum ersten Mal in der über 100 Jahre alten Geschichte der FIFA."

Zahlreiche Vertreter im Kampf für eine faire Gesellschaft ohne Diskriminierung waren nach Zürich gekommen, um über die Rolle des Sports – und insbesondere des Fussballs – als Instrument zur Durchsetzung von Gleichberechtigung und Integration zu diskutieren und Antworten darauf zu finden, wie die immer noch existierende Kluft zwischen Männern und Frauen geschlossen werden kann.

"Fusball ist ein unglaubliches starkes Instrument, um Veränderungen herbeizuführen" (Mel Young, Präsident und Mitgründer der Weltmeisterschaft für Obdachlose)​

Chancengleichheit und Integration durch Sport​
Nach der Eröffnungsrede von Elhadj As Sy, Generalsekretär des Internationalen Roten Kreuzes (IFRC). berichteten verschiedene Athleten von ihrem Weg zu Gleichberechtigung und Integration in der Gesellschaft und im Sport und unterstrichen einmal mehr die Bedeutung des Sports.

"Meine Mutter hat mir immer gesagt, dass es drei Dinge gibt, die die Welt zusammenbringen. Essen, Musik und Sport. Und sie hat recht. Sport hat die Art, wie ich mich selbst fühle, verändert. Sport hat die Art und Weise verändert, wie sich die Welt selbst sieht", beschrieb Loretta Claiborne, Direktorin für Inspirationsförderung von Special Olympics International, wie wichtig Sport nicht nur für sie ist.

Dem konnte sich auch Warshan Hussin, der im Alter von zwölf Jahren mit seiner Familie aus dem Irak floh und vier Jahre in Syrien verbrachte, nur anschließen. "Ich glaube Fussball hat eine besondere Macht. Ich habe das selbst erlebt. Von Land zu Land zu ziehen war nie einfach. Aber Fussball war immer ein Schlüssel zu meinem Glück. Ich habe gesehen, wie viele Menschen er zusammenbringt. Egal woher sie kommen, wer sie sind, wie alt sie sind oder welche Hautfarbe sie haben, es geht nur um die Leidenschaft, die Sie für das Spiel haben. Was ich mir wirklich für zukünftige Generationen von Flüchtlingen, die überall auf der Welt angesiedelt sind, wünsche, ist, dass sie in etwas wie Fussball ohne Grenzen (Soccer Without Borders) involviert sind. Es kann ihr Leben verändern, weil es meines verändert hat."

Befähigung durch den Sport
Neben den drei Sitzungen stand die Hauptdebatte im Fokus, bei der Frédéric Kanouté, ehemaliger französisch-malischer Spieler, der in Zusammenarbeit mit Unicef die Kanoute-Stiftung ins Leben rief, und Jean Sseninde, Spielerin aus Uganda, zu Wort kamen.

"Ich glaube, dass Fussball mehr als nur ein Spiel ist. Es ist ein Weg, den wir alle nutzen können, um uns auszudrücken", berichtet Ssenide, die bei Crystal Palace unter Vertrag steht und Mitglied der Initiative "Common Goal" ist, bei der Fussballprofis und Trainer ein Prozent ihres Gehaltes spenden "Alles, was die Welt verändert, beginnt bei uns als Individuen. Fussball hat eine einzigartige Kraft, weil es das Spiel ist, das wir alle lieben. Fussball hat die einzigartige Kraft, uns alle zusammen zu bringen. Zusammen können wir sicherstellen, dass kein einziges Mädchen, keine einzige Person auf der Welt irgendwelche Einschränkungen hat. Zusammen können wir die Welt verändern."

Zum Abschluss der Konferenz, in der auch ein Blick in die Zukunft geworfen wurde,, wandte sich FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura an die Anwesenden "Ich weiß, wie wichtig es ist, das Home of FIFA für Menschen wie Sie zu öffnen, und ich werde den Satz von Kanouté wiederholen: FIFA ist für alle da."

"Ich habe 21 Jahre lang ich im Auftrag der UNO gehandelt. Meine Aufgabe bestand darin, den Frieden und die Weiterentwicklung zu unterstützen und die Gleichstellung der Geschlechter - insbesondere in Afrika - zu erzwingen. Seit fast zwei Jahren bin ich für die FIFA tätig, wo wir Inklusion, Fairness und die Vielfalt im Fussball fördern. Als ich erwog zur FIFA zu gehen, sagte meine Mutter zu mir: 'Gehe nicht zu dieser weiß dominierten Organisation mittleren Alters'. Leider ist sie heute nicht hier bei uns, da sie im Dezember verstarb. Ich würde ihr nun sagen: Die FIFA ist nicht mehr nur eine rein weiße Organisation. Wir haben 52 verschiedene Nationalitäten, 45 Prozent Frauen und unser Präsident ist 48 Jahre jung. Gebt mir noch zwei Jahre und womöglich wird es noch mehr jüngere Personen in diesem Raum geben."

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