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Fussballmedizinkurs: erster Schritt für Eswatini

Practical training 5

Der eswatinische Fussballverband (EFA) hat kürzlich einen FIFA-Fussballmedizinkurs und damit die erste solche Schulung in seinem Land durchgeführt. 25 Teilnehmer – fast je zur Hälfte Frauen und Männer – nahmen am 25. und 26. November am zweitägigen Kurs teil, der vom EFA-Präsidenten eröffnet und geschlossen wurde.

Das Binnenland Eswatini im südlichen Afrika gehört zu den kleinsten Ländern des Kontinents. Für alle teilnehmenden Ärzte, Pfleger, Sanitäter und Physiotherapeuten war es der erste Sportmedizinkurs und damit der erste nennenswerte Kontakt zur modernen, evidenzbasierten Fussballmedizin und Fussball-Notfallmedizin.

Bei den FIFA-Fussballmedizinkursen werden medizinische Vertreter über die neusten Methoden zur Behandlung von Fussballverletzungen, Standards in der Verletzungsprävention sowie die medizinischen Leistungen und Vorgaben bei Turnieren informiert.

Bei den jeweils von drei FIFA-Instrukteuren geleiteten Kursen werden verschiedenste Themen behandelt, wie die Aufgaben des Teamarztes, Mindestvorgaben für die medizinische Versorgung in Stadien, Verletzungsprävention, medizinische Untersuchungen vor Wettbewerben, Gehirnerschütterungen und Dopingbekämpfung. Neben praktischen Workshops etwa zu klinischen Untersuchungsmethoden stehen auch Fallstudien, Verletzungspräventionsinitiativen, Demonstrationen, Übungen und die Diagnose von Verletzungen auf dem Programm. Weiterer Schwerpunkt ist die Fussball-Notfallmedizin. Ein Musterprogramm finden Sie hier.

Unter den Teilnehmern war ebenfalls der EFA-Vizepräsident, der auch Arzt ist. Wie immer war auch dieser FIFA-Kurs auf die lokalen Verhältnisse und die Bedürfnisse des Mitgliedsverbands zugeschnitten. Angesichts der Größe des Landes und seiner Unerfahrenheit mit großen Fussballturnieren sind solche Kurse für die Sensibilisierung, Ausbildung und Förderung unverzichtbar. Dieser Kurs war deshalb lediglich der Anfang.

FIFA-Instrukteur Professor Efraim Kramer betonte: „Bei diesem Kurs haben wir viel über die konkreten Probleme vor Ort geredet, anstatt einfach eine PowerPoint-Präsentation zu zeigen. Diese Fachteilnehmer wollten lernen, was sie wissen müssen und nicht was wir für sie vorbereitet hatten. Angesichts dieses Engagements werden sicher noch viele solche Kurse folgen. Hoffentlich lässt sich das restliche Afrika davon anstecken.“  

Für weitere Informationen zu den FIFA-Medizinkursen wenden Sie sich per E-Mail an medical@fifa.org.

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