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'Childreach' verbessert Lebensumstände von Kindern in Nepal

A Childreach Nepal girls team pose for a photo
© Others
  • Childreach ist eine Nichtregierungsorganisation für Jugendförderung in Nepal
  • Wichtigstes Werkzeug zur Verbesserung des Lebens von Kindern ist der Fussball
  • Mit Hilfe der FIFA-Stiftung hat das Projekt schon mehr als 4.000 Kinder erreicht

In vielen ländlichen Gegenden können Kinder nicht Fussball spielen, weil es an Infrastruktur und Einrichtungen fehlt. Dieses Problem gibt es in vielen Teilen der Welt. In Nepal allerdings verbessert sich die Situation seit einigen Jahren. Grund sind die Bemühungen der Nichtregierungsorganisation Childreach, die sich in dem Binnenland um Jugendförderung bemüht.

Childreach wurde 2010 gegründet und wendet sich mit seinem Projekt Sports Initiative vor allem an Kinder in ländlichen Gegenden. Fussball ist dabei ein enorm wichtiges Werkzeug für die Umsetzung der Entwicklungsprogramme.

"Fussball gehört zu den beliebtesten Sportarten in Nepal", so Urgen Lama, amtierender Leiter von Childreach, gegenüber FIFA.com. "Fussball lehrt Kinder den Wert von Bildung. Sie bleiben in der Schule, werden sich ihrer Rechte bewusst und fordern sie ein."

Der Mann weiß, wovon er spricht. Sports Initiative war in den letzten Jahren an zwölf Schulen in fünf Distrikten von Nepal aktiv und hat mit maßgeschneiderten Spielen das Leben von Kindern positiv verändert. In allen teilnehmenden Schulen gibt es seitdem sowohl Jungen- als auch Mädchenmannschaften. Zu den jährlichen Fussballturnieren und Festen von Sports Initiative kommen rund 390 Spielerinnen und Spieler. Bis jetzt konnten mit dem Projekt mehr als 4.000 Kinder erreicht werden. Ein 40 Personen starker Trainerstab ist unermüdlich im Einsatz.

Unterstützung erfährt die Initiative aus allen Lebensbereichen. So war der damalige nepalesische Nationalmannschaftskapitän Anil Gurung 2014 Childreach-Botschafter.

Zu den vielen bemerkenswerten Geschichten rund um Sports Initiative gehört auch diejenige von Pema Tashi, der aus einem abgelegenen Dorf in Sindupalchok stammt. In nur wenigen von Sports Initiative organisierten Spielen machte er derartige Fortschritte und zeigte solche Führungsqualitäten, dass er rasch in den Trainerstab aufrückte. Auch dort machte er weiter Fortschritte, sodass er am Michael Johnson Performance Center in Texas (USA) an einem Kurs für Trainingslehre teilnehmen dufte. Zurück in der Heimat übernahm er das Training einer Mädchenmannschaft.

"Das Projekt Sports Initiative ist überaus erfolgreich", sagt Lama. "Wir nutzen den Fussball, um Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen. Dazu gehören auch Kinderrechte und geschützte Räume für Kinder. Mit Unterstützung der FIFA-Stiftung entwickeln wir gerade einen Gemeinschaftskunde-Lehrplan für die neunte und zehnte Klasse, der Fussball zum Schwerpunkt hat. Das ist ein innovativer spielbasierter pädagogischer Ansatz, mit dem Kinder in Gemeinschaftskunde unterrichtet werden. In Zukunft wollen wir das Projekt ausbauen und an mehr Schulen bringen."

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