Entwicklung

FIFA sorgt für Entwicklungsschub in Palästina

Palestinian Football Association President Jibril Rajoub
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Die Entwicklung des Fussballs in Palästina wird angesichts der offiziellen Einweihung von vier Goal-Projekten im Sommer im Rampenlicht stehen. Den Projekten liegt seitens der FIFA eine Gesamtinvestition von etwa USD 4.500.000 zugrunde.

Zusätzlich zu Goal-Projekt 4, der Fertigstellung der Zentrale des palästinensischen Fussballverbandes (PFA) in Al Ram, wird der Fussball des Landes auch von einer Fussballakademie in Al Bireh sowie der Anlage von Kunstrasenplätzen in Tulkarem und Ram profitieren können.

Eine weitere Investition von USD 200.000 für die Sanierung des Stadions in Gaza wurde von der Finanzkommission der FIFA im Dezember 2012 genehmigt. Die Arbeiten sollen im Sommer beginnen. Die Bereitstellung weiterer Mittel ermöglichte seit 2010 die Durchführung von 20 Schulungen und sechs Aktivitäten im Rahmen des PERFORMANCE-Programms der FIFA.

"Für den PFA beginnt mit dem Umzug in die neue Zentrale eine ganz neue Ära. Wir sind zuversichtlich, dass es uns mithilfe des PERFORMANCE-Programms der FIFA gelingen wird, unsere Gesamtstrategie umzusetzen und die PFA-Mitarbeiter entsprechend zu schulen", so PFA-Präsident Jibril Rajoub.

Es ist ziemlich beachtlich, dass der Fussball in Palästina mittlerweile zu einem sehr wichtigen Instrument der sozialen Entwicklung geworden ist.

Strategie und Planung, Klubs und Ligen, Marketing und die Erwirtschaftung von Erträgen sowie die technische Entwicklung (insbesondere an der Basis und im Frauenfussball) wurden im kürzlich vom PFA-Vorstand in Zusammenarbeit mit der FIFA erstellten Jahresbericht als Hauptprioritäten ausgewiesen.

"Unser Ziel ist es, das Bild zu ändern, das sich die Menschen in der Welt von den Palästinensern machen, indem wir unsere Fussballleidenschaft und unsere Sportbegeisterung in den Blickpunkt rücken", so Mazen Khatib, Technischer Direktor des PFA.

Palästina trat der FIFA im Jahre 1998 bei, war jedoch zunächst nicht in der Lage, Länderspiele im eigenen Land auszutragen. Dies änderte sich erst, als der Weltfussballverband Mittel zum Bau eines Stadions bereitstellte, das internationalen Standards entspricht. 2008 wurde dort gegen Jordanien das erste Länderspiel ausgetragen, FIFA-Präsident Joseph S. Blatter saß als Zuschauer auf der Tribüne.

"Es ist ziemlich beachtlich, dass der Fussball in Palästina mittlerweile zu einem sehr wichtigen Instrument der sozialen Entwicklung geworden ist. Die FIFA hat es sich auf die Fahnen geschrieben, einen Beitrag zur Errichtung einer effizienten Fussball-Infrastruktur zu leisten, bei gleichzeitiger Förderung der allgemeinen Strukturen des PFA. Wir wollen die Menschen in Palästina in die Lage versetzen, ihren Lieblingssport ausüben zu können", erklärt Thierry Regenass, FIFA-Direktor für Mitgliedsverbände und Entwicklung.

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