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FIFA-Präsident beschließt Afrika-Reise in Burkina Faso

The President of Burkina Faso, Roch Marc Christian Kaboré, meets FIFA President Gianni Infantino.
© FIFA.com

Von Benin reisten FIFA-Präsident Gianni Infantino, CAF-Vizepräsident Constant Omari, FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura, Véron Mosengo-Omba (Entwicklungsleiter für Afrika und die Karibik), El Hadj Wack Diop (Leiter des zuständigen regionalen FIFA-Entwicklungsbüros) und Vertreter der FIFA-Administration gestern weiter nach Burkina Faso.

Dort wurde die FIFA-Delegation von Staatspräsident Roch Marc Christian Kaboré im Kosyam-Palast, seiner offiziellen Residenz, empfangen. Die Gespräche, an denen auch Sport- und Freizeitminister Daouda Azoupiou teilnahm, verliefen in sehr entspannter Atmosphäre.

Präsidiale Ansprachen
Der Staatspräsident von Burkina Faso begrüßte die hochrangige FIFA-Delegation, angeführt von Gianni Infantino, mit folgenden Worten: "Wenn ich mich nicht täusche, ist das der erste Besuch eines FIFA-Präsidenten in Burkina Faso. Wir erachten dies als großen Vertrauensbeweis von Gianni Infantino in die Fussballführung unseres Landes, was uns mit Stolz erfüllt.

Als Fussballfan und Politiker weiß ich genau, welche Macht der Fussball ausübt und was ein gewonnenes Spiel in den Köpfen einer ganzen Nation bewirken kann. Meine Regierung arbeitet mit dem Fussballverband von Burkina Faso (FBF) sehr eng zusammen, um die Position des Fussballs im Land zu festigen und weiter zu stärken."

Zu seinen Eindrücken von Burkina Faso sagte Gianni Infantino: "Ich war schon 1998 hier, als ich noch nicht im Fussball tätig, sondern ein herkömmlicher Fussballfan war, der in Afrika den Fussball erleben wollte. Nachdem mich Kameruns Auftritt bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1982 derart fasziniert hatte, wollte ich spüren, was den afrikanischen Fussball so besonders macht, wozu mir der Afrikanische Nationen-Pokal 1998 die Gelegenheit bot. Das Ergebnis ist heute Nebensache, wie Sie mit mir sicher einiggehen. Aber dieses besondere Gefühl wird für immer bleiben.

Heute wieder hier zu sein, ist ein überaus bewegender Moment. Der Fussball ist der einzige Sport der Welt, der solche Emotionen auslösen kann. Als Fussballfans ist es unsere Pflicht, diese einzigartige Kraft des Fussballs zu pflegen und für kommende Generationen zu bewahren. Ich danke Präsident Kaboré für dessen unermüdliche Unterstützung für den Fussball, der so viele Menschen glücklich macht, sowie für dessen vielfältiges Engagement zugunsten des Fussballs."

Mehr Gewicht für Afrika
Des Weiteren dankte der FIFA-Präsident der FBF-Führung für dessen Bestreben, diese Fussballbegeisterung nicht nur mit Worten, sondern mit Taten vorzuleben: "Wie wohl kaum einer sonst verkörpert FBF-Präsident Sita Sangaré die positive Entwicklung des Fussballs in Burkina Faso."

Präsident Sangaré würdigte seinerseits Gianni Infantino für dessen Bestreben, Afrika innerhalb des Weltfussballs mehr Gewicht zu verleihen, indem er die Zahl nicht nur der afrikanischen WM-Startplätze, sondern auch der afrikanischen Vertreter im Rat und in den Kommissionen der FIFA erhöht und den afrikanischen Fussball wie versprochen zur Chefsache erklärt habe. Ebenso dankte er ihm für die Ernennung einer Afrikanerin zur FIFA-Generalsekretärin sowie eines Afrikaners zum Entwicklungsleiter für Afrika und die Karibik. Zum Schluss sagte Sangaré: "Bei der Fortsetzung deiner löblichen Aufgabe an der Spitze der FIFA kannst du, lieber Gianni, auf unsere volle Unterstützung zählen."

CAF-Vizepräsident Constant Omari schloss sich Sangarés lobenden Worten für den FIFA-Präsidenten an und dankte Gianni Infantino für dessen Zuneigung zu Afrika sowie dessen Willen, alles zu tun, um den afrikanischen Fussball ganz nach oben zu führen.

Im Anschluss folgten am FBF-Sitz Gespräche zwischen der FIFA-Delegation und Vertretern verschiedener nationaler Fussball-Interessengruppen, wie dem FBF-Exekutivkomitee sowie Sport- und Freizeitminister Daouda Azoupiou, der dem FIFA-Präsidenten dabei ein Projekt zum Wiederaufbau des Jugendfussballs präsentierte.

Solarbetriebenes Flutlicht
Nach dem Treffen wurde der FIFA-Präsident eingeladen, die neuen solarbetriebenen Flutlichter im Stadion des örtlichen Fussballvereins Étoile Filante de Ouagadougou offiziell einzuweihen.

Nach der Veranstaltung sagte Infantino: "Die Einweihung des Solarmoduls im Stadion ist ein wahr gewordener Traum. Als ich vor drei Jahren erfuhr, unter welchen Bedingungen in Burkina Faso Fussball gespielt wird, kam mir die Idee, ein kostensparendes Energiesystem in diesem Land, dem ersten afrikanischen Land, das ich je besucht habe, testen zu lassen. Mein Wunsch ist es, dass dieses Projekt in all den Ländern mit hohen Energiekosten und rauen Wetterbedingungen Anwendung findet, so dass Millionen Jungen und Mädchen unter sichereren Bedingungen den Fussball genießen können."

Im Anschluss an die Einweihung fanden eine Pressekonferenz und ein Abendessen, zu dem der FBF-Präsident geladen hatte, statt, bevor die Delegation abreiste.

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