Entwicklung

FIFA und CONCACAF bündeln ihre Kräfte auf den Cayman-Inseln

CONCACAF and FIFA representatives meet for a seminar in the Cayman Islands.
© FIFA.com

Vertreter zahlreicher CONCACAF-Mitgliedsverbände von Kanada bis Suriname kamen auf den Cayman-Inseln zu einem Seminar zusammen, das von der FIFA und der Konföderation gemeinsam veranstaltet wurde und die Verbesserung der Situation der Fussballförderung zum Ziel hatte.

Gemeinsam mit einer FIFA-Delegation mit Generalsekretär Jérôme Valcke und dem Direktor für Mitgliedsverbände und Entwicklung, Thierry Regenass, nahmen die Präsidenten, Generalsekretäre und Technischen Leiter von 24 CONCACAF-Mitgliedsverbänden und weiteren CONCACAF-Funktionären an Gesprächsrunden und Workshops zu einem großen Themenfeld teil, von der Entwicklung des Frauenfussballs über den Kampf gegen Spielmanipulationen bis hin zu Maßnahmen gegen Diskriminierung.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter und CONCACAF-Präsident Jeffrey Webb waren persönlich anwesend, um die Veranstaltung zu eröffnen. Kurz darauf begannen die Vorträge und Präsentationen.

Das Seminar bietet den Teilnehmern Einblicke und Informationen dazu, wo und für welche Aktivitäten Unterstützung im Hinblick auf die verschiedenen Entwicklungsprojekte der FIFA, beispielsweise das Goal-Programm und das PERFORMANCE-Programm sowie die eigenen Programme der CONCACAF, geleistet werden kann. Seit 1998 hat die FIFA fast USD 285 Mio. in der gesamten Konföderation investiert. Seit dem Jahr 2000 wurden 593 verschiedene Entwicklungsprojekte eingeleitet.

In Bezug auf die Finanzierung von Entwicklungsprojekten stets auf dem Laufenden zu bleiben, ist nach den Worten des Generalsekretärs des Fussballverbandes von St. Kitts und Nevis, Stanley Jacobs, von entscheidender Wichtigkeit. "Zunächst einmal dient dieses Seminar als Auffrischung und bietet uns allen aktuelle Informationen zu den verschiedenen Programme der Entwicklungsabteilung der FIFA", sagte er gegenüber FIFA.com. "Zum zweiten informiert das Seminar über neu eingerichtete und begonnene Programme. Diese Informationen sind sehr wichtig für uns."

Richard Dijkhoff, der erst kürzlich gewählte Präsident des Fussballverbandes von Aruba, hält das Seminar für ein überaus wertvolles Informationsangebot, das ihm unbezahlbare Einblicke in die Entwicklungsmöglichkeiten für seinen Verband und den Fussball gibt.

"Es ist sehr wichtig, über die verschiedenen Programm der FIFA informiert zu sein, damit wir die entsprechende Unterstützung entsprechend der Planung unseres Verbandes beantragen können", sagte er. "Es ist sehr hilfreich für mich, dass ich hier einen Überblick bekomme und so erfahre, worauf ich zählen kann, wenn ich mich an die FIFA wende."

"Nach meiner Wahl führte die FIFA ein PERFORMANCE-Programm auf der Insel durch, dessen Analyse sich auf fünf Schlüsselbereiche konzentrierte. Dem Verband wurde empfohlen, einen Technischen Leiter in Vollzeit einzustellen und die Nachwuchsförderung stärker voranzutreiben. Bei diesem Seminar wurden mehrere Programme vorgestellt, aus denen wir Hilfen beantragen können, um diese Ziele zu erreichen", so Dijkhoff.

Dank der breit gefächerten Themenauswahl während des viertägigen Treffens reisen selbst so verschiedene Mitgliedsverbände wie Kanada und Haiti mit neuen Kenntnissen über für sie relevante Aspekte ab. Gerade die vielfältigen Unterschiede sind es jedoch auch, die den Teilnehmern aus den verschiedenen Verbänden die Möglichkeit eröffnen, auch einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken und sich über die Vorgehensweisen der Kollegen in anderen Verbänden zu informieren.

"Kommunikation, Strategie, Förderung des Frauenfussballs, ethische Aspekte - all diese Themenbereiche wurden behandelt", so Wilner Etienne, der Technische Leiter des Fussballverbandes von Haiti. "Wir sind außerdem mit dem Präsidenten und dem Generalsekretär zusammengetroffen und haben nach Lösungen gesucht, all diese Herausforderungen zu meistern, unsere Schwäche zu überwinden und diejenigen Bereiche zu benennen, in denen wir uns verbessern müssen, um ein konkurrenzfähiger Verband zu werden. Das Seminar ist dank der Sitzungen mit den Präsidenten, Generalsekretären und Technischen Leitern sehr gut geeignet, uns einen besseren Überblick darüber zu verschaffen, was in den einzelnen Ländern gemacht wird."

Auch Jacobs hält diese Art des Austauschs zwischen Kollegen aus verschiedenen Fussballverbänden für sehr hilfreich, denn auf diese Weise können die vorhandenen Potenziale und Ressourcen optimal ausgeschöpft werden, beispielsweise die Arbeit der Technischen Leiter. "Die Optimierung der Funktion des Technischen Direktors ist sehr wichtig, insbesondere für kleine Mitgliedsverbände, die nicht über ausreichende Ressourcen verfügen. Für uns ist dies also ganz besonders wichtig."

Die Anzahl der Mitgliedsverbände, die am PERFORMANCE-Programm teilnehmen, steht mittlerweile bei 155 Verbänden weltweit. 24 davon gehören zur CONCACAF (das entspricht 66 Prozent der gesamten Konföderation). Insgesamt wurden seit 1999 nicht weniger als 630 Goal-Projekte umgesetzt, davon 103 im Bereich der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone.

Das viertägige Seminar gehört zu einer Reihe von insgesamt elf Veranstaltungen, die bis ins Frühjahr 2014 durchgeführt werden. Die Auftaktveranstaltung hatte im September in Auckland (Neuseeland) stattgefunden.

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