Entwicklung

Feierlicher erster Spatenstich

Ground Breaking Ceremony for the joint programme Ohangwena Region
© LOC

Am Concordia College in Windhoek fand gestern der feierliche erste Spatenstich für das gemeinsame Schulsport-Projekt in der Region Ohangwena statt. Das College gehört zu den Schulen in der Region, die von dem Programm profitieren werden. Es war die erste gemischtrassige Schule Namibias.

Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der namibischen Ministerien für Ausbildung, für Kunst und Kultur und für Jugend, Nationaldienste und Sport, des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GIZ), des namibischen und des deutschen Fussballverbandes sowie der FIFA. Zu den wichtigsten Aspekten des Projektes gehören die Modernisierung der Sportanlagen in den ausgewählten Schulen im Norden Namibias, die Ausbildung von Instruktoren, die Lehrer zu Trainern oder Schiedsrichtern ausbilden, die Einführung von Schul-Ligen, die Übergabe von Ausrüstung an die Schulen sowie die Vermittlung von Lebenskompetenzen für die Kinder.

Grundlage der Kooperation ist eine gemeinsame Absichtserklärung, die FIFA, DFB, NFA und GIZ im Februar in Johannesburg unterzeichnet hatten. Insgesamt werden 45 Spielfelder, davon 17 reine Fussballfelder, an 22 Schulen im Rahmen des Projektes modernisiert. Damit bekommen Mädchen und Jungen zwischen sechs und 18 Jahren verbesserte Möglichkeiten für die Ausübung von Sport und Fussball.

"Dieses Projekt eröffnet Kindern neue Möglichkeiten der sportlichen Aktivität und damit der körperlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung. Sport muss Teil der offiziellen Lehrpläne in Schulen sein und nicht nur auf die Freizeit beschränkt", so Esther Nipondoka, die stellvertretende Ministerin für Ausbildung, Kunst und Kultur. "Das trägt zu einer gesunden Entwicklung der Kinder in Namibia bei."

Shivute Katamba, Sportdirektor im Auftrag des stellvertretenden Ministers für Jugend, Nationaldienste und Sport, verwies auf die UNESCO-Charta für Leibeserziehung und Sport, nach der "die Ausübung von Leibeserziehung, körperlicher Aktivität und Sport ein grundlegendes Recht für alle" ist. Auch er ist überzeugt, dass dieses Projekt den Kindern eine Plattform für die Entwicklung körperlicher, sozialer und intellektueller Fähigkeiten bietet. Beide Regierungsvertreter versprachen uneingeschränkte Unterstützung für das Projekt.

Ronny Zimmermann, der Vizepräsident des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), verwies auf die langjährige Zusammenarbeit von DFB und NFA und erwähnte insbesondere das Sportzentrum für Mädchen am Hauptsitz der NFA, das in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Bundesregierung, des DFB-Landesverbandes Westfalen und des DFB errichtet wurde. Er verwies auf die Nachhaltigkeit und die langfristigen Auswirkungen des Projektes und auf die Kraft des Fussballs und des Sports im Allgemeinen, die zu einer gesünderen Entwicklung der Kinder in Namibia beitragen können.

Der amtierende Schulleiter Joseph Masule freute sich darüber, dass sein College Gastgeber des feierlichen ersten Spatenstiches war. Die FIFA übergab zwei komplette Sätze Fussballausrüstung für zwei College-Mannschaften.

Jürg Nepfer, Leiter der Technischen Entwicklungsabteilung der FIFA, nannte einen der Hauptpfeiler der FIFA-Zukunftsvision, nämlich die Entwicklung des Fussballs, indem dieser Mädchen und Jungen überall auf der Welt besser zugänglich gemacht wird. "Fussball in Schulen hat für uns stets eine besondere Priorität. Der Sport ist mit seinen positiven Werten eine ideale Ergänzung zur Vermittlung und Förderung von Lebenskompetenz, einem weiteren Grundstein des Projekts."

Frans Mbiti, der Präsident des namibischen Fussballverbandes, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Auftakt des Projekts. "Das Projekt trägt zu den Anstrengungen des Verbandes bei, den Fussball auf allen Ebenen zu fördern. Hier liegt der besondere Schwerpunkt auf Grassroots-Fussball für Mädchen und Jungen." Mbiti dankte allen anwesenden Partnern für ihre Unterstützung. NFA-Generalsekretär Barry Rukoro, der den Ablauf des Programms leitete, sagte, es sei sehr wichtig, mehr Fussballerinnen und Fussballer, aber insbesondere bessere Namibier hervorzubringen.

Die Feierlichkeiten endeten mit einem Miniturnier zwischen vier Schulen aus Windhoek, bei dem Jungen und Mädchen (in jedem Team musste mindestens ein Mädchen spielen) ihr Können zeigten. Zudem erfolgten die Grundsteinlegung und die Enthüllung einer Plakette mit dem Namen des Projektes.

Die Unterstützung des Schulfussballs in Namibia ist ein Pilotprojekt. Die Modernisierung der Fussballfelder beginnt im Mai 2017 und nimmt rund acht Monate in Anspruch. Für diese Zeit sind weitere Aktivitäten geplant, darunter Festivals, Turniere und Schulmeisterschaften sowie die Durchführung von Trainer- und Schiedsrichterkursen für Lehrer. Jede der 17 Schulen erhält eine komplette Ausrüstung für je zwei Teams. Die Übergabe der Ausrüstung erfolgt am 4. April 2017 im Rahmen eines Kickoff-Workshops in Eenhana.

Mehr zu diesem Thema erfahren

Empfohlene Artikel