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Exekutivkomitee stützt FIFA-Vorgehen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Katar

Press conference after the meeting of the FIFA Executive Committee at the Home of FIFA in Zurich on 21 March 2014
© Foto-net

Unter dem Vorsitz von FIFA-Präsident Blatter hat das FIFA-Exekutivkomitee am 20. und 21. März am FIFA-Sitz in Zürich seine erste Sitzung des Jahres abgehalten.

FIFA-Exekutivkomiteemitglied Dr. Theo Zwanziger, der von FIFA-Präsident Blatter mit der Koordination der erforderlichen Gespräche zu den Arbeitsrechten in Katar – Gastgeber der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ – beauftragt worden war, informierte über die bislang geführten Gespräche u. a. mit den katarischen Behörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, der Internationalen Arbeitsorganisation, Gewerkschaften, der FIFPro und Katars Oberstem Rat für Organisation und Nachhaltigkeit, um umsetzbare und nachhaltige Lösungen zu finden. Das Exekutivkomitee stützte dieses Vorgehen und betonte, dass die FIFA zwar nicht für die Gesetze des Landes verantwortlich sei, aber zur Verbesserung der Arbeitsrechte und -bedingungen in Katar beitragen könne, und beschloss, diese Angelegenheit weiterhin sehr genau zu prüfen. FIFA-Präsident Blatter wird vor dem FIFA-Kongress 2014 nach Katar reisen, um die Fortschritte bei den Arbeitsrechten mit den Behörden zu erörtern, während eine FIFA-Delegation mit Dr. Zwanziger die Lage vor Ort beurteilen wird.

FIFA-Präsident Blatter berichtete danach über die letzte Sitzung zwischen den Verbänden von Israel und Palästina in Zürich und konstatierte die gemachten Fortschritte. Er bestätigte, dass er vor dem nächsten FIFA-Kongress mit den höchsten politischen Vertretern der Region zusammentreffen werde.

Die Exekutive verabschiedete ferner den Beschluss des FIFA-Dringlichkeitskomitees zu Freundschaftsspielen mit Beteiligung von Klubs und Verbandsmannschaften des Fussballverbands von Kosovo und nahm zur Kenntnis, dass das von der FIFA bewilligte internationale Debüt Kosovos beim Freundschaftsspiel gegen Haiti am 5. März in Mitrovica reibungslos über die Bühne ging.

Zum FIFA-Governance-Reformprozess bestätigte das Exekutivkomitee, dass die beiden Punkte "Altersbeschränkung" und "Amtszeitbeschränkung" am 11. Juni dem 64. FIFA-Kongress zur Entscheidung vorgelegt werden.

Mit einstimmigem Beschluss verlängerte das Exekutivkomitee zudem die Mandate der beiden ins Exekutivkomitee berufenen Frauen – Moya Dodd (Australien) und Sonia Bien-Aime (Turks- und Caicos-Inseln) – um ein Jahr. Der Beschluss muss vom FIFA-Kongress bestätigt werden.

Das Exekutivkomitee genehmigte ferner den FIFA-Finanzbericht 2013. Die FIFA hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem positiven Ergebnis von USD 72 Millionen abgeschlossen. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf USD 1386 Millionen, während der Gesamtaufwand USD 1314 Millionen betrug. 72 % des Aufwands wurden in Form von Wettbewerben und Entwicklungsprojekten direkt in den Fussball investiert. Die Audit- und Compliance-Kommission, deren Vorsitzender Domenico Scala heute zur Exekutive sprach, hatte den Finanzbericht 2013 schon früher zur Genehmigung empfohlen.

Im Weiteren verabschiedete das Exekutivkomitee das neue Reglement zur Arbeit mit Vermittlern, das am 1. April 2015 in Kraft treten wird, sofern der FIFA-Kongress 2014 den erforderlichen Statutenänderungen zustimmt.

Weitere Punkte:

  • Das Exekutivkomitee begrüßte den positiven Bericht zur laufenden FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft, insbesondere den U-17-Frauen-WM-Rekord von 34.453 Zuschauern (ausverkauftes Stadion) beim Eröffnungsspiel.
  • Rabat (unter der Voraussetzung, dass die Stadionarbeiten bis 31. August 2014 abgeschlossen werden) und Marrakesch wurden als Spielorte der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2014 zugelassen.
  • Das Mandat des Normalisierungskomitees des kamerunischen Fussballverbands (FECAFOOT) wurde bis 30. November 2014 verlängert.
  • Die Schaffung eines internationalen Spielkalenders für Futsal wurde bewilligt.

Die nächste Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees findet am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Juni 2014, in São Paulo in Brasilien statt.

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