Entwicklung

Etaeta: Wir brauchen mehr Profifussballer

Eddy Etaeta head coach of Tahiti stands with his team
© Getty Images

Nachdem die Tahitianer beim FIFA Konföderationen-Pokal für wenige Wochen im Rampenlicht gestanden hatten, kehrten sie nun mit neuen Erfahrungen und zahlreichen Vorhaben in ihre Heimat zurück.

"Der FIFA Konföderationen-Pokal war eine wichtige Erfahrung, die uns die enorme Kluft zwischen dem Amateur- und dem internationalen Spitzenfussball aufgezeigt hat", erklärte Trainer Eddy Etaeta. "Um auf internationaler Ebene bestehen zu können, benötigen wir mehr Profis in unserer Mannschaft. Dies ist unser vorrangiges Ziel für die Zukunft."

Obwohl seine Mannschaft alle drei Spiele verloren hat und am Ende eine Tordifferenz von 1:24 zu Buche stehen hatte, ist Etaeta davon überzeugt, dass seine Schützlinge von dem Turnier in Brasilien Einiges mitnehmen konnten: "Unsere Teilnahme am Konföderationen-Pokal stand vor allem im Zeichen unserer ordentlichen Leistung sowie des Respekts und des Stolzes, die meine Spieler an den Tag gelegt haben. Diese Erfahrung hat uns die enorme Erwartungshaltung und die Gegensätze im internationalen Spitzenfussball verdeutlicht. Alles in allem hat Tahiti den Konföderationen-Pokal mit Menschlichkeit und Sportsgeist, die über den Profisport hinausgehen, bereichert."

Entwicklung von Talenten fördern
Als ehemaliger Teilnehmer an der vom Fussballverband Tahitis gemeinsam mit der FIFA organisierten Trainerausbildung ist Etaeta davon überzeugt, dass gut umgesetzte Entwicklungsprogramme eine wichtige Rolle für die Zukunft des tahitianischen Fussballs spielen werden.

"Die Teilnahme am Konföderationen-Pokal ist nicht zuletzt auf die in Tahiti umgesetzten Entwicklungsprojekte zurückzuführen", sagte er. "Unser Kader zählte mit einem Durchschnittsalter von 26 Jahren zu den jüngsten des Konföderationen-Pokals, und einige unserer Spieler, wie etwa Rainui Aroita und Yoann Tihoni, konnten von der Ausbildung in unserer *Elite Player Development Academy *profitieren. Wir müssen weiterhin die Entwicklung junger Talente fördern, um sie später bei Profiklubs unterzubringen."

Seit 2002 genehmigte die FIFA die Umsetzung von fünf Goal-Projekten in Tahiti und investierte insgesamt USD 3,5 Mio. Abgesehen von der Elite Player Development Academy (Goal 5), von der seit 2010 etwa 120 Spieler profitierten, wurden die Gelder auch für die Errichtung eines Trainingszentrums (Goal 4, 3 und 2) sowie eines Fussballplatzes (*Goal *1) aufgewendet.

Eine WM zu Gast in Tahiti
Nun soll die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft, die vom 18. bis 28. September 2013 in Papeete stattfindet, dem tahitianischen Fussball weiteren Auftrieb verleihen.

Dazu sagte Etaeta: "Ich bin sicher, dass sich die Austragung der Beach-Soccer-Weltmeisterschaft positiv auf die Wirtschaft, den Tourismus und den Sport in unserem Land auswirken wird. In den kommenden Monaten werden zahlreiche Initiativen umgesetzt, wie etwa Trainer- und Schiedsrichterseminare oder Fussballkurse in Schulen, wodurch die Vorteile dieses Turniers noch besser zum Tragen kommen."

Gemäß den Zahlen, die dem Fussballverband Tahitis vorliegen, nehmen 146 Vereine von den Inseln Französisch-Polynesiens mit über 11.200 registrierten Spielerinnen und Spielern regelmäßig an Fussballveranstaltungen teil. In der Saison 2012/13 spielten elf Klubs in der tahitianischen Premier Division, die meisten davon sind in Papeete ansässig. Die zweite Liga umfasst acht Teams. AS Dragon vertrat Tahiti in der OFC Champions League 2013.

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