Über die FIFA

Blatter: Verhandlungen der Schlüssel zu 6+5

A general view of the FIFA sign at the headquarters
© Getty Images

Nach zweitägigen Beratungen des Exekutivkomitees in Sydney im Vorfeld des 58. ordentlichen FIFA-Kongresses wurden die getroffenen Entscheidungen am Dienstag, dem 27. Mai, in einer Pressekonferenz erläutert. Anwesend waren auch FIFA-Präsident Joseph S. Blatter und FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke. Unter den intensiv diskutierten Themen ging es um Vorschläge zur 6+5-Formel, die Suspendierung Iraks und die Vergabe zukünftiger FIFA-Turniere, darunter auch die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft.

Der FIFA-Präsident erläuterte, dass die Arbeit des Exekutivkomitees sich am ersten Tag vor allem auf Irak konzentriert habe, und es am zweiten Tag um positivere Aspekte, einschließlich der Vergabe fünf zukünftiger Veranstaltungen, gegangen sei.

Über die Suspendierung Iraks
Joseph S. Blatter: Das Exekutivkomitee hatte keine andere Möglichkeit als den Fussballverband Iraks zu suspendieren, nachdem die Regierung angekündigt hatte, das Nationale Olympische Komitee und damit auch alle Sportverbände einschließlich des Fussballverbandes aufzulösen. Dies ist mit den FIFA-Statuten nicht vereinbar. Irak hat bis zum 29. Mai Zeit, diese Entscheidung zu widerrufen. Andernfalls wird Irak am Samstag nicht gegen Australien antreten. Ich kann dies nicht verstehen. Im irakischen Fussballverband sind für diesen Sommer Wahlen angesetzt. Trotzdem bin ich optimistisch und denke, dass letztlich doch gespielt werden kann.

Über die zukünftigen Turniere*
*Jérôme Valcke: Ich darf ankündigen, dass Kolumbien mit der Ausrichtung der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2011 betraut wurde. Die FIFA Klub-Weltmeisterschaft wird 2009 und 2010 in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgetragen und kehrt 2011 und 2012 nach Japan zurück. Mexiko wird die FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2011 ausrichten, und Trinidad und Tobago wird Gastgeber der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft 2010.

Über die FIFA Klub-Weltmeisterschaft
Joseph S. Blatter: Wir wollten die FIFA Klub-Weltmeisterschaft auch in andere Länder bringen. Die hervorragende Bewerbung Australiens hatte aus terminlichen Gründen keinen Erfolg. Das hat allerdings keinerlei Auswirkungen auf Australiens Chancen, eine FIFA WM-Endrunde auszurichten. Für die Vermarktung ist es sehr gut, die Veranstaltung in den VAE durchzuführen. Natürlich hat die Verpflichtung der VAE, USD 5 Mio. für die fussballerische Basisarbeit zur Verfügung zu stellen, die Entscheidung beeinflusst. Auch wenn der Terminkalender des Vereinsfussballs in Europa schon sehr voll ist, würde ich nicht ausschließen, dass die FIFA Klub-Weltmeisterschaft zu einem späteren Zeitpunkt auch dort stattfinden kann.

Über die WADA
Joseph S. Blatter: Wir haben den neuen Anti-Doping-Kodex anerkannt, wobei ich gleichzeitig unterstreichen will, dass wir auch den vorangegangenen (2004) unterzeichnet hatten. Im Fussball werden die meisten Dopingtests durchgeführt und die Quote der positiven Tests ist so niedrig wie in kaum einer anderen Sportart. Es war sehr gut, dass John Fahey, der neue Präsident der WADA, an unserer Seite war.

Über die 6+5-Formel
Joseph S. Blatter: Diese Angelegenheit liegt mir besonders am Herzen. Ich möchte die Nationalmannschaften schützen, und verhindern, dass in den nationalen Ligen stets nur eine Handvoll Klubs Chancen auf den Titelgewinn haben. Die Konföderationen haben signalisiert, dass sie die Ziele der 6+5-Formel unterstützen, aber wir sollten diese Regelung in jedem Fall durch Verhandlungen und nicht durch Konfrontationen erreichen. Es ist jetzt Sache des Kongresses, ob sich dafür Unterstützung findet. Wir könnten die Regelung schrittweise einführen und zunächst mit 4+7 beginnen, dann 5+6 und schließlich 6+5 einführen.

Über Spiele in Höhenlagen
Joseph S. Blatter: Die Sportmedizinische Kommission der FIFA hat empfohlen, dass die Spieler sich zunächst angemessen akklimatisieren sollten, bevor sie in Höhenlagen spielen. Die Kommission möchte diese Frage und auch andere extreme äußere Bedingungen wie Hitze, Luftverschmutzung oder Luftfeuchtigkeit eingehender untersuchen. Die Leitung der Sportmedizinischen Kommission hat den Wunsch geäußert, die Auswirkungen des Fussballspiels unter extremen Bedingungen genauer zu bewerten. Daher hat das Exekutivkomitee die Entscheidung des vergangenen Jahres gegen Spiele in Höhenlagen provisorisch aufgehoben.

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