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Bekanntgabe der ersten Teilnehmer an Tests mit Video-Schiedsrichterassistenten

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Wettbewerbe in Australien, Brasilien, Deutschland, Portugal, den Niederlanden und den USA haben als Erste den Vorgaben des IFAB und der FIFA für die Teilnahme an Tests mit Video-Schiedsrichterassistenten (VSA) zugestimmt. 

Die Organisatoren folgender Wettbewerbe können nun ernsthaft mit den Vorbereitungen für die ersten Tests mit VSA "im Hintergrund" ("offline") und später mit deren voller Beteiligung ("live") beginnen:

  • Australien: Hyundai A-League
  • Brasilien: verschiedene Wettbewerbe unter dem Dach des CBF
  • Deutschland: Bundesliga (als Gemeinschaftsprojekt des DFB und der DFL)
  • Niederlande: verschiedene Wettbewerbe unter dem Dach des KNVB
  • Portugal: Taça CTT, portugiesischer Landespokal und Superpokal
  • USA: Major League Soccer

Je nach Verlauf der ersten Tests dient die FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2016 als Generalprobe, ehe der IFAB für Anfang des nächsten Jahres Live-Tests zulässt.

Bei einem Test „im Hintergrund“ kann sich der VSA mit der Technik vertraut machen, Videowiederholungen auswerten und Meldungen zu spielbestimmenden Vorfällen üben, ohne jedoch tatsächlich mit dem Schiedsrichter zu kommunizieren. Sein Einsatz hat folglich keine Auswirkungen auf das Spiel, dies im Gegensatz zu Live-Tests, bei denen die Spieloffiziellen miteinander kommunizieren und der Schiedsrichter auf der Grundlage von Meldungen des VAR Entscheidungen treffen kann.

Die Live-Tests beginnen erst, nachdem alle Teilnehmer die nötigen Vorbereitungen abgeschlossen haben, d. h. frühestens Anfang 2017. Der IFAB und die FIFA können aber schon vorher Freundschaftsspiele oder Wettbewerbe wie die FIFA Klub-Weltmeisterschaft im Dezember in Japan für Tests mit VSA "im Hintergrund" und/oder deren voller Beteiligung auswählen, um die Technologie weiter zu verbessern und die Teilnehmer insbesondere hinsichtlich der Kommunikation zwischen den Schiedsrichtern und den VSA zu schulen.

"Ob der Fussball von VSA profitiert, zeigt sich nach Ansicht des IFAB am besten bei Tests in den einzelnen Regionen. Wir freuen uns daher, dass schon Wettbewerbe in vier Konföderationen zugesagt haben", sagt IFAB-Sekretär Lukas Brud.

"Diese Wettbewerbsorganisatoren können nun damit beginnen, die Technologien zu installieren und zu testen und die Spieloffiziellen und Techniker gemäß Protokoll und in Absprache mit dem IFAB und der FIFA-Abteilung für Fussball-Technologie-Innovation zu schulen."

Sobald der IFAB grünes Licht für die Live-Tests gibt, kann jeder Wettbewerbsorganisator selbst bestimmen, wann er bei sich mit diesen Tests beginnen will.

Der IFAB steht weiter in engem Kontakt mit mehreren anderen Verbänden und Ligen aus aller Welt, die ebenfalls Tests durchführen möchten.

"Es gibt weitere, die sehr interessiert sind, sich mit ihren wichtigsten Akteuren und den verschiedenen Technologieanbietern aber noch absprechen müssen. Sie haben noch Zeit. Wir rechnen damit, in den nächsten Monaten weitere Teilnehmer zu bestätigen", fügt Brud an.

Beim ersten VSA-Workshop im Mai in den Niederlanden erhielten die interessierten Wettbewerbsorganisatoren alle erforderlichen Informationen, um über eine definitive Teilnahme an den Tests zu entscheiden.

Bei weiteren Workshops in den nächsten Monaten werden die Teilnehmer noch genauer über die Tests und den genauen Ablauf informiert. Die Tests werden voraussichtlich zwei Jahre dauern, ehe der IFAB möglicherweise 2018 oder 2019 über das weitere Vorgehen entscheiden wird.

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