Als Dr. João Havelange 1974 am 39. Kongress gewählt wurde, war er darauf vorbereitet, den Fussball nicht nur als Wettbewerb zu betrachten, sondern neue Wege und Mittel zu einer weltweiten technischen Entwicklung zu suchen und zu finden und neue Generationen darauf vorzubereiten.

Mit dem Einzug von Havelanges im FIFA-Hauptsitz wurde ein neues Zeitalter eingeläutet. Zuvor hing das Weiterbestehen mit knappen Geldmitteln fast ausschliesslich vom Einkommen aus der Weltmeisterschaft alle vier Jahre ab. Die FIFA war ziemlich konservativ und tat sich schwer, Entscheidungen zu treffen. Man versuchte vor allem, den Status quo aufrechtzuerhalten. In sehr kurzer Zeit machte Havelange aus der verwaltungsorientierten Institution ein dynamisches Unternehmen mit neuen Ideen und dem Willen, diese auch weiterzuverfolgen. Der Standort Zürich blieb gleich, aber statt der romantischen Derwald-Villa auf dem Zürichberg, wo 1974 zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Schicksal des Weltfussballs bestimmten, arbeiten heute über 100 Personen in einem modernen Bürokomplex und bewältigen das ständig wachsende Arbeitsvolumen.