1946 brachte auch die Rückkehr der vier britischen Verbände in die FIFA. Das war wiederum dem diplomatischen Geschick von Jules Rimet zu verdanken, der auf der Gegenseite in Arthur Drewry und Sir Stanley Rous weitblickende Gesprächspartner voll guten Willens fand. Beide sollten in späteren Jahren die FIFA auch leiten.

Das Ereignis wurde übrigens mit einem Spiel zwischen Grossbritannien und einer FIFA-Auswahl gefeiert. Es fand am 10. Mai 1947 im Glasgower Hampden Park statt. Von der Presse als "Spiel des Jahrhunderts" bezeichnet, kamen 135.000 Zuschauer durch das Drehkreuz. Die Einnahmen beliefen sich auf 35.000 Pfund, die als Zeichen des guten Willens der FIFA zur Verfügung gestellt wurden, um ihr über den durch die Kriegsjahre entstandenen finanziellen Engpass hinwegzuhelfen. Die Briten gewannen 6:1.

Brasilien musste den ersten Weltpokalgewinn wieder abgeben und unterlag Uruguay im Endspiel. Zum zweiten Mal blieb die Trophäe "Coupe Jules Rimet" vier Jahre in Montevideo.

Vier Jahre später, während der 5. Weltmeisterschaft in der Schweiz - Jules Rimet hatte die Eröffnung in Lausanne vorgenommen - trat der 80-jährige FIFA-Präsident am Kongress in Bern zurück. Nach seiner Abschiedsrede brachten ihm die Delegierten stehend eine minutenlange Ovation dar. An diesem 21. Juni 1954 wurde er erster Ehrenpräsident. Der "Vater der Weltmeisterschaft" überreichte letztmals dem Spielführer der siegreichen deutschen Mannschaft, Fritz Walter, die "Jules Rimet Cup" und trat ins zweite Glied zurück.