Fussball-Governance

FIFA-Delegation besucht Gaza und trifft mit israelischen Behörden zusammen

(FIFA.com)
FIFA delegation visits Gaza and meets Israeli authorities
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Im Rahmen der Aktivitäten der FIFA-Kontrollkommission Israel/Palästina hat eine FIFA-Delegation unter Führung von Tokyo Sexwale Israel und Palästina besucht, um Lösungen zu finden, mit denen Hemmnisse der fussballerischen Entwicklung in der Region abgebaut werden können.

Heute besuchte die Delegation Gaza und machte sich ein Bild von den Einrichtungen des palästinensischen Fussballverbands, die 2014 zerstört wurden. Die FIFA-Delegation traf auch mit Vertretern der israelischen Behörden zusammen. Eine ursprünglich für Donnerstag geplante Sitzung mit dem israelischen Kultur- und Sportminister musste allerdings in Folge der zahlreichen Flugverspätungen nach dem Terroranschlag auf dem Flughafen von Istanbul verschoben werden. Die Delegation traf mit Vertretern der Fussballverbände von Israel und Palästina zusammen. Tokyo Sexwale wird zudem noch mit Mahmoud Abas, dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde, zusammentreffen.

"Wir wissen natürlich um die politischen Gegebenheiten, doch darum geht es bei dieser Mission nicht. Die Politik und die Konflikte haben Auswirkungen auf sportliche Fragen, doch wir müssen dafür sorgen, dass sie das große Ziel der FIFA nicht gefährden, Fussball für alle zu ermöglichen. Daher war es sehr wichtig, mit den jeweiligen Behörden zusammenzutreffen. Ich bin sehr zufrieden, da ich auf beiden Seiten echtes Engagement zur Erleichterung der Entwicklung des Fussballs erkannt habe. Natürlich ist der Weg lang und Fortschritte werden nur langsam erzielt, doch ich bin zuversichtlich, dass wir brauchbare Lösungen finden", so Tokyo Sexwale.

Bei den Gesprächen ging es vorrangig um Maßnahmen für eine verbesserte Abwicklung von Genehmigungsanträgen und die Vermeidung sicherheitsbedingter Verzögerungen bei der freien Bewegung palästinensischer Bürger und Güter im Zusammenhang mit dem Fussball, wobei bereits deutliche Fortschritte erzielt wurden. Auch territoriale Aspekte und die Frage der fünf Klubs, die dem israelischen Fussballverband angehören, wurden angesprochen. Diese Sachverhalte werden weiterhin mit allen beteiligten Parteien diskutiert, um dauerhafte Lösungen zu finden.

Bei seinem Besuch kündigte Tokyo Sexwale auch eine bevorstehende Nahostreise des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino an, mit dem er während seines Besuches in Kontakt stand.

"Ich bin im Rahmen meines Mandates hierher gekommen, um mir selbst ein Bild zu machen und allen Beteiligten zuzuhören. Ich sehe viel Schmerz –  Schmerz, den weder die palästinensischen noch die israelischen Menschen erfahren sollten. Die Region braucht Frieden, der durch Dialog entsteht – und Fussball kann bei diesem Dialog hilfreich sein. Ich werde nun dem FIFA-Präsidenten und den Kongress informieren, damit weitere Entscheidungen getroffen werden können."

Die FIFA-Kontrollkommission Israel/Palästina wurde im Mai 2015 vom 65. FIFA-Kongress ins Leben gerufen, um Lösungen zu finden, die eine positive Entwicklung des Fussballs in der Region ermöglichen. Das Mandat der Kommission wurde kürzlich auf dem 66. FIFA-Kongress in Mexiko-Stadt verlängert. Der Kommission gehören Führungsmitglieder des israelischen und des palästinensischen Fussballverbandes an.

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