Technologieanbieter, die sich für die vom IFAB zugelassenen Tests mit Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) interessieren, haben sich heute am FIFA-Sitz in Zürich (Schweiz) getroffen.

Nachdem die ersten Teilnehmer Anfang dieses Monats bekannt gegeben wurden, fanden sich heute neun Unternehmen in Zürich ein, um mehr über die Tests "im Hintergrund" zu erfahren, die ab August erstmals durchgeführt werden.

Die FIFA unterstützt den IFAB mit technischem Fachwissen und Forschung im Bereich der VAR-Experimente.

"Das heutige Treffen bot die Gelegenheit, die Lieferanten über den Stand des Projekts zu informieren und Wege für eine etwaige Standardisierung der VAR-Ausrüstung zu erörtern", meinte Johannes Holzmüller, Leiter der FIFA-Abteilung für Fussball-Technologie-Innovation.

"Wir informierten die Teilnehmer auch, dass die FIFA an ihrem Hauptsitz hier in Zürich ein VAR-Schulungszentrum einrichten wird. Es soll in den kommenden Monaten aufgebaut werden, und wir laden verschiedene Lieferanten aus der ganzen Welt ein, ihre Technologie im Zentrum auszustellen."

Für dieses wichtige Projekt werden die beiden FIFA-Abteilungen Fussball-Technologie-Innovation und Schiedsrichterwesen eng zusammenarbeiten und für ihre Spieloffiziellen technische Richtlinien ausarbeiten. Im Schulungszentrum werden ausgewählte VAR und Schiedsrichter für Tests "im Hintergrund" und mit deren voller Beteiligung ("live") geschult, insbesondere diejenigen, die bei Spielen im Einsatz stehen werden, bei denen die Tests durchgeführt werden, z. B. bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2016. Der IFAB und die FIFA wollen das Zentrum auch nutzen, um das Auswahlverfahren aus technologischer Sicht zu verbessern und mehr über die Unterschiede zwischen den gegenwärtig am Markt erhältlichen Systemen zu erfahren. In der Zwischenzeit werden auch die Mitgliedsverbände und Ligen, die an der Durchführung von Tests interessiert sind, die Gelegenheit haben, die Technologie im Einsatz zu sehen.

Bereits letzten Monat fand in Amsterdam (Niederlande) ein Kick-off-Workshop für interessierte Wettbewerbsorganisatoren statt.

Bei weiteren Workshops in den nächsten Monaten werden die Technologieanbieter sowie Ligen und Verbände noch genauer über die Tests und den genauen Ablauf informiert. Anschließend an die Tests wird der IFAB entscheiden, ob VAR ab 2018 oder 2019 im Fussball eingesetzt werden sollen.