Nach einer historischen Wahl beim FIFA-Kongress in Mauritius in dieser Woche heißt die FIFA drei weibliche Mitglieder in ihrem Exekutivkomitee willkommen.

Lydia Nsekera nimmt für vier Jahre einen Platz im Komitee ein, nachdem sie bei der erstmaligen Wahl eines weiblichen Kandidaten die meisten Stimmen (95) erhielt. Moya Dodd (70 Stimmen) und Sonia Bien-Aimé (38) werden für ein Jahr als hinzugewählte Mitglieder ebenfalls dem Führungstableau der FIFA angehören.

Dies folgt auf einen vom FIFA-Präsidenten gemachten Vorschlag, der von den aktuellen Mitgliedern des FIFA-Exekutivkomitees unterstützt wird, mehr Frauen in entscheidungsrelevanten Positionen innerhalb des Fussballs zu haben. Die Wahl stellt einen Meilenstein und einen wichtigen Schritt im zweijährigen Reformprozess der FIFA dar.

Letztes Jahr schrieb die Präsidentin des burundischen Fussballverbands, Lydia Nsekera, beim 62. FIFA-Kongress in Budapest Geschichte, als sie als erstes weibliches Komitee-Mitglied für eine Interimszeit von einem Jahr in das FIFA-Exekutivkomitee hinzugewählt wurde.

Der 63. FIFA-Kongress in Mauritius stellt einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Frauenbeteiligung in der Fussballfamilie dar, denn die 209 Mitglieder zeigten überwältigende Zustimmung für die FIFA-Statuten 2013, insbesondere für Artikel 24 Abs. 3, der "eine Kandidatin für das Amt des weiblichen Mitglieds des Exekutivkomitees" vorsieht.

Lydia Nsekera wird das 25. Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees sein, welches bisher aus 24 Mitgliedern bestand. Gemäß der Zustimmung durch den Kongress beträgt ihre Amtsdauer vier Jahre ab sofort. Für den Fall, dass sie ihre offizielle Funktion dauerhaft nicht mehr ausüben kann, kann das Exekutivkomitee bis zum nächsten Kongress ein anderes weibliches Mitglied ernennen, wie in den jüngst verabschiedeten FIFA-Statuten festgelegt ist.

Lydia Nsekera, die im letzten Jahr beim 62. FIFA-Kongress als Frau hinzugewählt wurde, erklärte: "Ich möchte Frauen dazu inspirieren, dass sie führen können. Ich möchte sie dazu bringen, ihre Töchter Fussball spielen zu lassen, weil es eine gute Schule fürs Leben ist. Außerdem möchte ich Frauen in den Verbänden unterstützen."

Wie durch das FIFA-Exekutivkomitee am 28. Mai entschieden, stehen Lydia Nsekera zwei weitere Kandidatinnen als hinzugewählte Mitglieder zur Seite. Moya Dodd (AFC) und Sonia Bien-Aimé (CONCACAF) erhöhen die Anzahl der Frauen im Exekutivkomitee auf drei.

Die anderen zwei hinzugewählten Kandidatinnen, die ursprünglich von ihren jeweiligen Konföderationen als Kandidatin für das Amt des weiblichen Komiteemitglieds nominiert wurden, verfügen über große Erfahrung.

Moya Dodd, eine angesehene Nationalspielerin, die neun Jahre lang Australien vertrat, wurde als erstes weibliches Mitglied in das Exekutivkomitee des australischen Fussballverbands gewählt, bevor sie ihren Aufstieg in der asiatischen Fussballkonföderation fortsetzte, in der sie kürzlich als stellvertretende Präsidentin wiedergewählt wurde. Sie würdigte den historischen Moment und sagte: "Das ist ein historischer Tag für den Fussball und ein großartiger Tag für die Frauen. Ich werde mein Bestes geben, und gegen Manipulation und Diskriminierung kämpfen. Fussball ist ein Sport, den jeder liebt. Keiner sollte ausgeschlossen werden. Wir sollten nicht nur das Spiel schützen, sondern auch gegen Manipulation und Diskriminierung kämpfen."

Sonia Bien-Aime, Generalsekretärin des Fussballverbands der Turks- und Caicos-Inseln, sagte zuvor, dass die Entscheidung der FIFA, eine Frau ins Exekutivkomitee aufzunehmen, "eine klare und willkommene Botschaft ist. Ich begrüße die Chance, gewählt worden zu sein und der Meinung eine Stimme zu geben. Eine Stimme, die gewillt ist zu reden und zuzuhören. Eine Stimme, die die einer Frau ist."