In Qaqortoq, einer 3.500 Einwohner zählenden Stadt im Süden Grönlands, herrscht für gewöhnlich eine idyllische Ruhe. Doch am Montag, 13. September 2010, war in der malerischen Ortschaft hektische Betriebsamkeit zu spüren.

Grund dafür war die Anreise von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, der der größten Insel der Erde, die politisch selbstverwalteter und autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark ist, erstmals einen Besuch abstattete. Bei strahlendem Sonnenschein wurde das Oberhaupt des Weltfussballverbandes von hunderten freudestrahlenden Einwohnern begrüßt.

"Ich bin überwältigt von diesem herzlichen Empfang. Ich wollte schon seit langer Zeit nach Grönland kommen und freue mich, dass ich zusammen mit meiner Delegation nun hier bin. Dieses Land und seine Kultur sind einfach beeindruckend", so Blatter, der sich anschließend im örtlichen Rathaus mit Vertretern der Gemeinde Kujalleq traf.

"Es ist mir eine große Ehre, Sie bei uns begrüßen zu dürfen", sagte Stadträtin Kristine Raahauge in ihrer Willkommensansprache. Ebenfalls anwesend waren Nuka Kleemann, Präsident des Grönländischen Sportbundes (GIF), und Lars Lundblad, Präsident des Grönländischen Fussballverbandes (GBU).

Nach einer kurzen Stadtführung stand der in Qaqortoq mit Spannung erwartete Höhepunkt des Tages auf dem Programm. FIFA-Präsident Blatter und der ebenfalls angereiste Allan Hansen, Präsident des Dänischen Fussballverbandes (DBU), weihten offiziell den ersten Kunstrasenplatz Grönlands ein. Die hochmoderne Spielstätte war auf Initiative der DBU hin und finanziert durch das Goal-Projekt der FIFA errichtet worden und wurde nun an einen begeisterten Lars Lundblad übergeben.