Am zweiten Tag seiner Grönland-Reise besuchte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter die Hauptstadt Nuuk. In der mit rund 15.000 Einwohnern zugleich größten Stadt des Landes wurde er von Mimi Karlsen, Ministerin für Kultur, Erziehung, Forschung und Kirchenwesen, empfangen. Diese sprach ihren Dank für den am Vortag offiziell eingeweihten Kunstrasenplatz in Qaqortoq aus, der durch das Goal-Projekt der FIFA finanziert wurde.

"Diese wundervolle Spielstätte motiviert die Menschen und bietet ihnen die fantastische Möglichkeit, das gesamte Jahr über Fussball zu spielen. Dies ist vor allem unschätzbar für die Erziehung und Ausbildung unserer Jugendlichen", sagte Karlsen.

"Fussball ist eine Lebensschule. Er vermittelt Werte wie Disziplin, Respekt und Fairplay, die dadurch auf die Gesellschaft übertragen werden. Der Fussball führt die Menschen zusammen und ist ein wichtiger Teil unseres sozialen Miteinanders", betonte FIFA-Präsident Blatter, der sich anschließend zu Gesprächen mit dem stellvertretenden Premierminister Jens B. Frederiksen und Parlamentspräsident Josef Motzfeldt traf.

Nach dem Eintrag im Ehrengästebuch der Stadt und einer Führung durch das beeindruckende Parlamentsgebäude verfolgte der FIFA-Präsident mit großem Interesse eine Präsentation der Gemeinderegierung um Bürgermeisterin Asii Chemnitz Narup, die in den kommenden Jahren den Bau eines überdachten Fussballstadions in Nuuk anvisiert.

Der Ball rollt jenseits des Polarkreises
Auf einer anschließenden Pressekonferenz beantwortete Blatter die Fragen der zahlreich erschienenen Medienvertreter und fand dabei vor allem lobende Worte für den Enthusiasmus der Grönländer. "Es ist großartig, hier in diesem wundervollen Land zu sein. Die Begeisterung der Menschen für den Fussball und ihre Gastfreundschaft sind fantastisch. Ich habe mich von der ersten Sekunde an wohl gefühlt."

Von Nuuk aus ging es weiter nach Ilulissat. Die drittgrößte Stadt Grönlands (etwa 4.500 Einwohner) liegt 200 Kilometer nördlich des Polarkreises und bezaubert durch ihre atemberaubende Landschaft. Auch dort stand das runde Leder im Mittelpunkt: Der FIFA–Präsident besuchte ein Spiel zweier örtlicher Teams und wurde von den Akteuren begeistert empfangen.

Ein Treffen mit Vertretern der Gemeinde Qaasuitsup bildete den Schlusspunkt eines ereignisreichen Tages im Zeichen des Fussballs in Grönland.