Der FIFA-Ehrenvizepräsident David Will, Träger des britischen Verdienstordens Order of the British Empire, eine äußerst beliebte Persönlichkeit des Fussballsports, ist heute Nacht im Alter von 72 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Der schottische Fussball und die weltweite FIFA-Familie trauern um eine herausragende Persönlichkeit.

"Seine Leidenschaft für Fussball war außergewöhnlich. Die jahrelange Arbeit für den schottischen Fussball-Verband, die UEFA und die FIFA haben einen bleibenden Einfluss auf das Spiel in allen Bereichen und werden niemals vergessen", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

Will wurde am 22. November 1936 in Edzell an der schottischen Ostküste geboren. Seine Leidenschaft für den Fussballsport entwickelte sich schon in jungen Jahren. Obwohl ein Skiunfall seiner noch jungen Karriere als Amateur ein jähes Ende setzte, tat dies seinem Engagement für diese Sportart, der er sein gesamtes restliches Leben treu bleiben sollte, keinen Abbruch. Für seine Verdienste wurde er im Jahr 2002 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt.

Wills sportlicher Aufstieg führte ihn über verschiedene Positionen im Fussballverband von Forfahrshire und das Präsidentenamt des schottischen Fussballverbandes bis ins UEFA-Exekutivkomitee. Seit 1987 war er Mitglied des Appellationsgerichtes für FIFA-Wettbewerbe. 1990 wechselte er als Nachfolger von Harry H. Cavan ins FIFA-Exekutivkomitee und wurde FIFA-Vizepräsident.

Im Mai 2007 verließ er das Exekutivkomitee, nachdem er 17 Jahre für die FIFA tätig gewesen war und unter anderem folgende Funktionen innegehabt hatte: Vorsitzender der Schiedsrichterkommission, Vorsitzender der Kommission für den Status von Spielern, Vorsitzender der Kommission für rechtliche Angelegenheiten und Mitglied des Bureau FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™. Bis vor kurzem war er Vorsitzender der FIFA-Unterkommission Ticketing.

Beim FIFA-Kongress am 31. Mai 2007 in Zürich wurde er zum FIFA-Vizepräsidenten ehrenhalber ernannt. Er genoss in der gesamten Fussballwelt aufgrund seiner Würde, seines Scharfsinns und seiner Leidenschaft für den Fussballsport hohes Ansehen.