Das FIFA-Exekutivkomitee hat heute eine ganz besondere Sitzung abgehalten. Schauplatz war die Insel Robben Island in Kapstadt, auf der Nelson Mandela während des Apartheidregimes in Südafrika 18 Jahre inhaftiert war und Häftlinge einst den Makana-Fussballverband gegründet hatten, der von der FIFA 2007 zum ersten Ehrenmitgliedsverband überhaupt ernannt wurde. Tokyo Sexwale, der selbst auf Robben Island interniert war und heute der FIFA-Kommission für Fairplay und soziale Verantwortung angehört, eröffnete die Sitzung mit bewegenden Worten.

Beschlossen wurde eine Erhöhung des Preisgelds für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ von USD 261,4 Millionen (WM 2006, damals CHF 332 Millionen) auf USD 420 Millionen. Der Gewinner erhält USD 30 Millionen, der Zweite USD 24 Millionen, der Dritte USD 20 Millionen, der Vierte USD 18 Millionen, die Viertelfinalisten USD 14 Millionen, die Achtelfinalisten USD 9 Millionen und die Teams, die nach der Gruppenphase ausscheiden, USD 8 Millionen.

Darüber hinaus erhält jedes der 32 qualifizierten Teams zur Vorbereitung USD 1 Million. Über die Mitgliedsverbände werden zudem USD 40 Millionen an die Klubs ausgeschüttet, die Spieler für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ abstellen und dafür nun entschädigt werden. Zum Vergleich mit dem Preisgeld bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™ klicken Sie bitte den Link in der rechten Menüleiste an. 

Hinsichtlich der Spielberechtigung für das Olympische Fussballturnier der Männer folgte das Exekutivkomitee der Empfehlung der Arbeitsgruppe "Olympischer Fussball". Damit gilt für das Turnier 2012 in London die bestehende Regelung mit U-23-Spielern und bis zu drei älteren Spielern.

Im Weiteren bestätigte die Exekutive die Suspendierung, die das Dringlichkeitskomitee am 20. November 2009 wegen staatlicher Einmischung gegen den irakischen Fussballverband verhängt hatte. Währenddessen erhielt der kuwaitische Fussballverband eine Frist von zwei Monaten (bis 31. Januar 2010), um die Vorgaben der FIFA-Statuten zu erfüllen. Das Exekutivkomitee befasste sich zudem mit den Fällen Samoas, El Salvadors und Togos, die von der FIFA weiterhin beobachtet werden.

Weitere Beschlüsse des Exekutivkomitees:

Das Teilnehmerfeld der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015™ wird zur weiteren Förderung des Frauenfussballs weltweit von 16 auf 24 Teams aufgestockt.

Sperren bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft sind beim nächsten offiziellen Spiel des betreffenden Klubs zu verbüßen.

Schließlich wurde das Exekutivkomitee über alle FIFA-Wettbewerbe und Sitzungen der Ständigen Kommissionen der FIFA seit seiner letzten Sitzung am 29. September 2009 in Rio de Janeiro informiert. Die nächste Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees findet am 18./19. März 2010 in Zürich statt.