• Wenn ein Trainer Samba tanzen soll...
  • Gute Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg
  • "Wir nehmen den Pokal mit nach Hause, was wollen wir mehr?“

Bereits während der Gruppenphase des Blue Stars/FIFA Youth Cup 2017 hatte Alan Dzabana von Olympique Lyon auf sich aufmerksam gemacht. Mit seinen schnellen Antritten und gekonnten Dribblings setzte der 20-Jährige so manche Abwehr außer Kraft und spielte seine Gegner geradezu schwindelig. Nicht umsonst wurde der gebürtige Franzose mit dem Goldenen Ball von adidas als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Schließlich war es auch seinen starken Auftritten zu verdanken, das Lyon gleich bei seinem Debüt den Titel gewinnen konnte.

"Wir sind überglücklich. Wir haben nicht mit dem Sieg gerechnet", freute sich Dzabana nach dem Triumph auf der Sportanlage Buchlern. "Wir sind nach Zürich gekommen, um zu schauen, wie weit wir kommen. Der Turniersieg ist natürlich eine super Sache für uns. Wir haben unseren Fussball gespielt, wir waren gut organisiert und am Ende nehmen wir den Pokal mit nach Hause, was wollen wir mehr?"

Dem kann sich auch sein Teamkollege Anthony Racioppi, der als bester Torhüter mit dem Goldenen Handschuh von adidas geehrt wurde, nur anschließen."„Ich kann es noch gar nicht fassen. Wir gewinnen den Blue Stars/FIFA Youth Cup bei unserer ersten Teilnahme und ich werde noch zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Unfassbar. Ich bin stolz, dass ich kein Gegentor kassiert habe und so der Mannschaft helfen konnte. Natürlich bin ich als Schweizer, der in Frankreich spielt, doppelt glücklich in meinem Heimatland ein solches Turnier zu gewinnen. Es ist fantastisch“, gibt der in Genf geborene Racioppi zu Protokoll und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Die Trainer werden sich jetzt was einfallen müssen, was die Feier betrifft. Der Trainer ist Brasilianer, der soll uns zeigen, wie gut er Samba tanzen kann…."

Eine Abmachung, an die sie Lyon-Trainer Cristiano "Cris" Marques Gomes nicht erinnern kann, wie er im Interview lachend verrät. "Was, ich soll Samba tanzen? Wer sagt das? Meine Spieler? Nein, ich wusste nichts von dieser Abmachung. Nein, ich kann nicht tanzen. Vielleicht singen, aber tanzen sicher nicht.“

Und nach dem Auftritt seiner Mannschaft hat er allen Grund, zu singen und zu tanzen. Gleich zum Auftakt setzte Lyon in der Gruppenphase mit Siegen gegen Independiente Santa Fe und West Ham United ein klares Ausrufezeichen und wahrte auch auf dem Weg ins Finale seine weiße Weste.

"Wir sind nach Zürich gekommen, um ein gutes Turnier zu spielen. Wir haben wirklich hart gearbeitet und dieses wunderbare Turnier bis ins letzte Detail vorbereitet. Wir haben uns auch mit all unseren Gegnern auseinander gesetzt. Wir waren wirklich sehr gut vorbereitet“, erklärt Gomes, der auch in der brasilianischen Nationalmannschaft zu Einsatz kam.

"Es ist nicht einfach für die Spieler Spielzeiten von 40 Minuten zu haben. Da geht alles so schnell. Wir sind wohl auch am besten mit der Müdigkeit zurecht gekommen. Wir konnten unsere Kräfte bis zum Schluss einteilen. Meine Spieler haben von Anfang an verstanden. Da kann der Trainer nur ein großes Kompliment machen. Bravo."