Blue Stars/FIFA Youth Cup 2015

Mehmedi: Vom Youth Cup in die WM-Geschichtsbücher

(FIFA.com)
 Blue Stars, FIFA Youth Cup 2009 FC Zuerich - Grasshoppers Club Zuerich Admir Mehmedi (li, FCZ) gegen Romano Schwarz
© Foto-net

Wir schreiben den 15. Juni 2014, 14:00 Uhr Ortszeit: Im Estadio Nacional in Brasilia beginnt gerade die zweite Halbzeit der Partie Ecuador gegen Schweiz. Es ist der Auftakt der Nati in die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ und die Eidgenossen liegen 1:0 zurück. Trainer Ottmar Hitzfeld reagiert zur Pause und bringt mit Admir Mehmedi eine neue Offensivkraft.

Nur drei Minuten später schlägt Ricardo Rodriguez eine Ecke von links in die Mitte und ebendieser Mehmedi köpft mit seiner ersten Ballberührung aus drei Metern ein. Damit bringt er nicht nur sein Team zurück ins Spiel, sondern schreibt auch Geschichte. Zum ersten Mal traf ein Schweizer Einwechselspieler bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft.

Im weiteren Verlauf der WM konnte der heute 24-Jährige immer mehr überzeugen. Mit seinen schnellen Antritten und seiner guten Ballbehandlung war er ein dauerhafter Gefahrenherd für alle Defensivreihen. Doch es war nicht der erste beeindruckende Auftritt des gebürtigen Mazedoniers bei einem FIFA Turnier. Er reihte sich bereits in die lange Liste der Namen ein, die ihre ersten Schritte auf internationalem Parkett beim Blue Stars/FIFA Youth Cup machten. David Beckham, Diego Benaglio, Jay-Jay Okocha, Pep Guardiola, Xherdan Shaqiri, Gerard Piqué und eben Mehmedi sind nur eine kleine Auswahl an späteren Topstars, die in jungen Jahren bei diesem Turnier aufgelaufen ist.

Den Rivalen besiegt
Seinen großen Auftritt auf der Sportanlage Buchlern hatte Mehmedi 2008. Im Finale stand sein FC Zürich dem nationalen Rivalen vom FC Basel gegenüber und lag 2:0 zurück. Die Züricher konnten die Partie jedoch noch drehen und gewannen mit 3:2. Dabei erzielte Mehmedi alle drei Treffer.

"Das ist jetzt zwar schon ein paar Tage her, aber trotzdem kann ich mich noch gut an das Turnier erinnern", meinte Mehmedi im Gespräch mit FIFA.com. Es sei ein besonderer Moment für ihn gewesen und fügte an: "Ich habe alle drei Tore geschossen. Gegen den FCB gewinnt man als Zürcher besonders gerne, das war in der Jugend schon so."

Der Youth Cup ist ein internationales Nachwuchsturnier in der Schweiz und wird seit 1939 ausgetragen. Jährlich treffen sich im Mai in Zürich die U-19-Mannschaften von Top-Teams des ganzen Globus, um den Titelträger auszuspielen. "Du bekommst als Nachwuchsspieler dort die Möglichkeit, gegen gute Mannschaften aus der ganzen Welt zu spielen. Diese Chance bekommt man bei den Junioren nicht oft", erklärte Mehmedi die Bedeutung dieses Turniers.

"Für die Entwicklung als junger Spieler sind ganz viele Dinge wichtig. Gute Trainer, gutes Umfeld, gute Mitspieler und sicher auch gute Gegner", fügte er sofort noch hinzu. Und der Youth Cup steht seit jeher für ein gut besetztes Teilnehmerfeld. Der FC Barcelona, Manchester United, Bayern München, Benfica Lissabon, Boca Juniors, PSV Eindhoven, Spartak Moskau und Inter sowie AC Mailand schickten bereits mehrmals ihre Nachwuchsteams in die Schweiz.

"Where Stars are born"
Für Mehmedi war dieses Turnier sicherlich förderlich. Kurz nach seinem bärenstarken Auftritt im Finale 2008 kam er zu den Profis des FC Zürich und begann auch dort mit guten Leistungen zu überzeugen. 2012 folgte der Wechsel zu Dynamo Kiew und nur ein Jahr später – zuerst auf Leihbasis, kurz darauf jedoch als feste Verpflichtung – zum SC Freiburg in die erste Bundesliga nach Deutschland.

Dort hatte er in seiner ersten Saison (2013/14) mit zwölf Toren und vier Vorlagen einen erheblichen Anteil am erfolgreichen Klassenerhalt der Breisgauer und wurde mit einem Platz im Schweizer WM-Kader belohnt. Auf ähnliche Karrieren hoffen sicherlich auch dieses Jahr wieder die Spieler, die beim Youth Cup auflaufen werden. Am 13. Und 14. Mai können Fussballfans in Zürich unter anderem den Nachwuchs des SV Werder Bremen, des FC Zürich, von Feyenoord Rotterdam, Sporting Lissabon, Club Atlético Paranaense und natürlich des Gastgebers FC Blue Stars Zürich bestaunen.

Mehmedi wird sich auch heute noch in die Nachwuchskicker hineinversetzen können, wenn diese zum Turnier anreisen und mit der großen Geschichte des Wettbewerbs konfrontiert werden. "Das Turnier hat eine sehr lange Tradition, wir wussten damals zum Beispiel, dass auch David Beckham schon beim Youth Cup gespielt hat. Das war schon ein motivierender Gedanke", beschrieb er seine eigenen Emotionen.

Passend dazu lautet der Slogan des Turniers "Where the Stars are born". Wir dürfen also gespannt sein, welche späteren großen Namen die diesjährige Auflage hervorbringen wird. Und wer weiß? Vielleicht wird einer dieser Spieler in wenigen Jahren ebenfalls WM-Geschichte schreiben.

Blue Stars/FIFA Youth Cup 2015

Mehmedi: Vom Youth Cup in die WM-Geschichtsbücher

(FIFA.com)
 Blue Stars, FIFA Youth Cup 2009 FC Zuerich - Grasshoppers Club Zuerich Admir Mehmedi (li, FCZ) gegen Romano Schwarz
© Foto-net

Wir schreiben den 15. Juni 2014, 14:00 Uhr Ortszeit: Im Estadio Nacional in Brasilia beginnt gerade die zweite Halbzeit der Partie Ecuador gegen Schweiz. Es ist der Auftakt der Nati in die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ und die Eidgenossen liegen 1:0 zurück. Trainer Ottmar Hitzfeld reagiert zur Pause und bringt mit Admir Mehmedi eine neue Offensivkraft.

Nur drei Minuten später schlägt Ricardo Rodriguez eine Ecke von links in die Mitte und ebendieser Mehmedi köpft mit seiner ersten Ballberührung aus drei Metern ein. Damit bringt er nicht nur sein Team zurück ins Spiel, sondern schreibt auch Geschichte. Zum ersten Mal traf ein Schweizer Einwechselspieler bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft.

Im weiteren Verlauf der WM konnte der heute 24-Jährige immer mehr überzeugen. Mit seinen schnellen Antritten und seiner guten Ballbehandlung war er ein dauerhafter Gefahrenherd für alle Defensivreihen. Doch es war nicht der erste beeindruckende Auftritt des gebürtigen Mazedoniers bei einem FIFA Turnier. Er reihte sich bereits in die lange Liste der Namen ein, die ihre ersten Schritte auf internationalem Parkett beim Blue Stars/FIFA Youth Cup machten. David Beckham, Diego Benaglio, Jay-Jay Okocha, Pep Guardiola, Xherdan Shaqiri, Gerard Piqué und eben Mehmedi sind nur eine kleine Auswahl an späteren Topstars, die in jungen Jahren bei diesem Turnier aufgelaufen ist.

Den Rivalen besiegt
Seinen großen Auftritt auf der Sportanlage Buchlern hatte Mehmedi 2008. Im Finale stand sein FC Zürich dem nationalen Rivalen vom FC Basel gegenüber und lag 2:0 zurück. Die Züricher konnten die Partie jedoch noch drehen und gewannen mit 3:2. Dabei erzielte Mehmedi alle drei Treffer.

"Das ist jetzt zwar schon ein paar Tage her, aber trotzdem kann ich mich noch gut an das Turnier erinnern", meinte Mehmedi im Gespräch mit FIFA.com. Es sei ein besonderer Moment für ihn gewesen und fügte an: "Ich habe alle drei Tore geschossen. Gegen den FCB gewinnt man als Zürcher besonders gerne, das war in der Jugend schon so."

Der Youth Cup ist ein internationales Nachwuchsturnier in der Schweiz und wird seit 1939 ausgetragen. Jährlich treffen sich im Mai in Zürich die U-19-Mannschaften von Top-Teams des ganzen Globus, um den Titelträger auszuspielen. "Du bekommst als Nachwuchsspieler dort die Möglichkeit, gegen gute Mannschaften aus der ganzen Welt zu spielen. Diese Chance bekommt man bei den Junioren nicht oft", erklärte Mehmedi die Bedeutung dieses Turniers.

"Für die Entwicklung als junger Spieler sind ganz viele Dinge wichtig. Gute Trainer, gutes Umfeld, gute Mitspieler und sicher auch gute Gegner", fügte er sofort noch hinzu. Und der Youth Cup steht seit jeher für ein gut besetztes Teilnehmerfeld. Der FC Barcelona, Manchester United, Bayern München, Benfica Lissabon, Boca Juniors, PSV Eindhoven, Spartak Moskau und Inter sowie AC Mailand schickten bereits mehrmals ihre Nachwuchsteams in die Schweiz.

"Where Stars are born"
Für Mehmedi war dieses Turnier sicherlich förderlich. Kurz nach seinem bärenstarken Auftritt im Finale 2008 kam er zu den Profis des FC Zürich und begann auch dort mit guten Leistungen zu überzeugen. 2012 folgte der Wechsel zu Dynamo Kiew und nur ein Jahr später – zuerst auf Leihbasis, kurz darauf jedoch als feste Verpflichtung – zum SC Freiburg in die erste Bundesliga nach Deutschland.

Dort hatte er in seiner ersten Saison (2013/14) mit zwölf Toren und vier Vorlagen einen erheblichen Anteil am erfolgreichen Klassenerhalt der Breisgauer und wurde mit einem Platz im Schweizer WM-Kader belohnt. Auf ähnliche Karrieren hoffen sicherlich auch dieses Jahr wieder die Spieler, die beim Youth Cup auflaufen werden. Am 13. Und 14. Mai können Fussballfans in Zürich unter anderem den Nachwuchs des SV Werder Bremen, des FC Zürich, von Feyenoord Rotterdam, Sporting Lissabon, Club Atlético Paranaense und natürlich des Gastgebers FC Blue Stars Zürich bestaunen.

Mehmedi wird sich auch heute noch in die Nachwuchskicker hineinversetzen können, wenn diese zum Turnier anreisen und mit der großen Geschichte des Wettbewerbs konfrontiert werden. "Das Turnier hat eine sehr lange Tradition, wir wussten damals zum Beispiel, dass auch David Beckham schon beim Youth Cup gespielt hat. Das war schon ein motivierender Gedanke", beschrieb er seine eigenen Emotionen.

Passend dazu lautet der Slogan des Turniers "Where the Stars are born". Wir dürfen also gespannt sein, welche späteren großen Namen die diesjährige Auflage hervorbringen wird. Und wer weiß? Vielleicht wird einer dieser Spieler in wenigen Jahren ebenfalls WM-Geschichte schreiben.