Bahrain unter Taylor wieder im Aufwind
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Die Verpflichtung des englischen Trainers Peter Taylor hat sich bislang als Geniestreich des bahrainischen Fussballverbands erwiesen, denn es folgte eine Serie hervorragender Ergebnisse, nach denen die Nationalmannschaft des Landes in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste nach oben schoss.

Der Sieg bei den Panarabischen Spielen im Dezember letzten Jahres trug dazu bei, dass Bahrain in der Tabelle von Januar 2012 gleich sechs Plätze nach oben auf den 95. Rang kletterte. Damit ist das Team nun das elftbeste Land Asiens. Dieser Aufwärtstrend war besonders willkommen, nachdem das Team von einem guten 93. Platz zu Beginn des Jahres 2011 im Juni, September und November bis auf Rang 102 abgerutscht war.

Das heißt aber nicht, dass nicht noch Luft nach oben wäre. Bahrain ist nämlich noch immer weit von der besten Platzierung aller Zeiten entfernt. Im September 2004 stand das Land auf dem 44. Platz, und der Kickstart nach Taylors Amtsantritt lässt auf eine rosige Zukunft hoffen.

Wertvolle Siege
Bei der 12. Auflage der Panarabischen Spiele, die Ende letzten Jahres in Katar stattfanden, bot Bahrain im gesamten Turnierverlauf eine starke Leistung. Die Bahrainer starteten in Gruppe A gleich mit einem außerordentlich wertvollen 2:2-Unentschieden gegen Gastgeber Katar in den Wettbewerb. In der zweiten Partie folgte dann ein deutlicher 3:0-Erfolg gegen Irak.

Im Halbfinale gelang ein 3:1-Sieg gegen Palästina, der den Finaleinzug perfekt machte. Dort traf man auf Jordanien und sicherte sich nach einem hart umkämpften Spiel durch einen Treffer von Ismail Abdullatif kurz vor Spielende schließlich den Titel. "Ich habe wirklich fantastische Erinnerungen an dieses unvergessliche Turnier", so Nationaltrainer Taylor. "Wir haben Gold geholt und Bahrain zu neuem Ansehen verholfen."

"Ich freue mich auch über die Spieler, die dieses Turnier wirklich genossen und hervorragende Leistungen gebracht haben, besonders im Finale, das wir mit einem Treffer zwei Minuten vor Abpfiff für uns entscheiden konnten", fügt der 59-jährige ehemalige Außenstürmer der englischen Nationalmannschaft hinzu. "Dieses Tor hat den Sieg noch schöner gemacht."

Als er nach Bahrains Aufstieg in der Weltrangliste befragt wird, gibt sich Taylor angenehm überrascht. "Ehrlich gesagt hatte ich davon keine Ahnung", erklärt er lächelnd. "Das ist eine gute Nachricht. Ich bin sehr froh, dass unsere Ergebnisse sich positiv auf die Platzierung des Landes ausgewirkt haben."

Stetige Entwicklung
Es ist ganz klar, dass Taylor, der zuvor eine Reihe englischer Mannschaften einschließlich Leicester City, Hull City und Crystal Palace trainiert hat, mit seinen neuen Schützlingen ehrgeizige Pläne hat. Da die Verantwortlichen in Bahrain ebenfalls hochfliegende Pläne für die Zukunft des Fussballs in ihrem Land haben, ist es nun auf jeden Fall wichtig, das Formhoch fortzusetzen.

Zwar war Bahrains Auftritt in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ bisher nicht gerade beeindruckend, Tayler betont jedoch, dass der Einbau von Nachwuchsspielern in den Kader und der Aufbau eines soliden Teams für die Zukunft im Augenblick Vorrang haben müsse.

"Die meisten Akteure sind Nachwuchsspieler", erklärt der Engländer. "Aber mit der Zeit und mehr Spielpraxis wird sich ihr Niveau verbessern und sie werden die nötige Erfahrung bekommen. Es wäre natürlich enttäuschend, wenn wir vorzeitig aus der WM-Qualifikation ausscheiden würden, aber wir müssen konzentriert weiterarbeiten. Nächstes Jahr steht der Golf Cup an und es gilt, viele Trainingslager und Freundschaftsspiele zu absolvieren, wenn wir möchten, dass das Team sich weiterentwickelt und stärker wird."

Und obwohl Tayler vor allem den Aufbau einer Mannschaft im Blick hat, die in naher Zukunft in der Lage ist, es mit der Elite Asiens aufzunehmen, hätte er sicherlich nichts dagegen, wenn Bahrain in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste des nächsten Monats noch einige Plätze nach oben klettern würde.