
Uganda kann sich zwar nicht mehr für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ qualifizieren, aber das Team lehnt sich deshalb keinesfalls entspannt zurück, sondern ist stetig auf dem Vormarsch. Die Kraniche haben in den letzten Jahren ein Gespür für ihr Potenzial entwickelt und wollen nun in zukünftigen Wettbewerben Erfolge erzielen.
Vor 18 Monaten hätte sich das ostafrikanische Land um ein Haar für den von der CAF organisierten Afrikanischen Nationen-Pokal qualifiziert. Dabei wurden die Ugander lediglich durch das Überraschungsergebnis in einer anderen Partie aus dem Rennen geworfen und der Chance beraubt, sich als einer der besten Gruppenzweiten für Ghana 2008 zu qualifizieren. Ausschlaggebend war Südafrikas überraschende 1:3-Heimniederlage gegen Sambia.
Aus in der WM-Quali
In der ersten Runde der Afrika-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ war das Team aus Uganda ebenfalls bis zum letzten Gruppenspiel noch im Rennen. Obwohl die Ugander sich dort gegen den späteren Gruppensieger Benin durchsetzten, reichte es am Ende nicht, um als einer der besten Gruppenzweiten in die dritte und entscheidende Runde einzuziehen.
Die Heimsiege gegen Angola, Benin und Niger in der Qualifikation sowie jüngste Erfolge in Freundschaftsspielen gegen Sudan und Malawi haben dafür gesorgt, dass Uganda in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste auf den 69. Platz geklettert ist. Damit sind die Ostafrikaner nur noch drei Ränge von ihrer besten Platzierung aller Zeiten entfernt, die sie vor 14 Jahren erreichten.
Pflichtspiele erst Mitte 2010 wieder
Das Land war in den letzten zehn Jahren meistens nicht unter den ersten 100 anzutreffen, jetzt gibt es allerdings Hoffnungen, dass die Ugander sich im afrikanischen Fussball wieder die herausragende Stellung erarbeiten können, die sie in den frühen 70er Jahren innehatten. Leider sieht es im Hinblick auf Wettbewerbsspiele für Uganda im Augenblick schlecht aus. Man wird sich bis Mitte 2010 gedulden müssen, wenn die Qualifikation für den Afrikanischen Nationen-Pokal 2012 beginnt.
Dem aus Schottland stammenden Nationaltrainer Bobby Williamson bereitet diese Aufgabe einiges Kopfzerbrechen, denn nach den jüngsten Rückschlägen ist er mit dem Neuaufbau der Mannschaft betraut worden. "Es wäre natürlich gut, weiterhin ordentliche Ergebnisse zu erzielen, aber ich weiß nicht genau, was hier als wirklicher Erfolg angesehen wird", meinte er. "Für mich wäre es schon überaus befriedigend, wenn wir für einen oder zwei Spieler einen Profivertrag in Europa bekommen würden. Aber ich mag meinen Job sehr, und die Leute hier sind sehr gut zu mir."
Kräftezehrende Reisen
"Wirklich etwas verändern können wir nur, indem wir versuchen, in der Weltrangliste der FIFA nach oben zu klettern. Wenn wir das schaffen, etwas mehr Geld investieren und die Mittel weise einsetzen, dann ist jedem geholfen. Trotzdem wird es schwer werden. Die Einrichtungen sind dürftig, und wir decken bei unseren Spielen ein riesiges geographisches Gebiet ab. Sie sind also mit großem Reiseaufwand verbunden. Das kann für die Spieler vor den Partien schon sehr kräftezehrend sein. Aber im Augenblick können wir an dieser Situation nichts ändern."
Als Uganda beim East and Central African Senior Challenge Cup mit einem 1:0-Finalsieg gegen den Erzrivalen Kenia den Titel gewann, erhielt der Fussball im Lande mächtig Auftrieb. Insgesamt war das der zehnte Titel für Uganda, das damit einen neuen Rekord aufstellte. Allerdings waren diesem letzten Titel vier erfolglose Versuche vorausgegangen. Als nächstes hat man sich in Uganda nun fest vorgenommen, den Titel am Ende des Jahres zu verteidigen. Gastgeber der nächsten Auflage des Wettbewerbs ist Kenia.




