Eigentlich ist Fussball ein ganz simples Spiel: Es gewinnt die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt. Und doch gibt es jede Woche, in jeder Liga und bei jedem einzelnen Spiel verblüffende statistische Details, die das schönste aller Spiele zu einem fantastischen Spektakel machen.

Daher wirft FIFA.com wöchentlich einen Blick auf die Zahlen, die sich hinter den Ergebnissen verbergen, und nimmt die größten Gewinner und Verlierer der vergangenen Woche eingehend unter die Lupe. In der neuesten Folge unserer regelmäßigen Zusammenfassungen blicken wir auf einen neuen Rekord von Standard Lüttich und auf ein Wochenende mit zahlreichen Disziplinlosigkeiten in den ersten Ligen Deutschlands und Englands.

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Tage vor seinem 18. Geburtstag wurde Bojan Krkic der jüngste Torschütze der Woche, als er bei Barcelonas 4:1-Sieg über Real Valladolid am Sonntag einen Doppelpack erzielte. Der neue Star, der seit vergangenen Oktober der jüngste Spieler aller Zeiten ist, der je für den katalanischen Spitzenklub ein Ligator erzielte, konnte in dieser Saison bisher acht Tore verbuchen, eine beachtliche Ausbeute, wenn man bedenkt, dass er bei 14 seiner 23 Einsätze nur eingewechselt wurde. Am anderen Ende des Altersspektrums war Michael Bauer von LASK Linz der älteste Torschütze der Woche. Er erzielte am Samstag im Alter von 38 Jahren und 341 Tagen den ersten Treffer beim 3:0-Sieg gegen SC Rheindorf Altach.

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Spiele und fast zwei Jahre ohne Rote Karte gingen am Sonntag für Liverpool abrupt zu Ende, als Javier Mascherano während der 0:3-Niederlage bei Manchester United des Feldes verwiesen wurde. Zuvor hatte letztmalig am 26. April 2006 ein Spieler von Liverpool "Rot" gesehen: Damals brachte Luis Garcia sich selbst um die Teilnahme am FA-Cup-Finale, als er sich fern des Spielgeschehens in Streitigkeiten mit Hayden Mullins von West Ham United einließ. Es folgte die längste Phase ohne Rote Karte seit Beginn der Premier-League-Saison 1998/99. Nachdem Liverpools Serie nun zu Ende ging, halten die Bolton Wanderers den Rekord, die 35 Erstligaspiele in Folge ohne Platzverweis hinter sich gebracht haben.

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Spiele ohne Niederlage bedeuten für Standard Lüttich den Rekord der längsten ungeschlagenen Serie in allen 175 untersuchten Ligen. Seit dem ungefährdeten 2:0-Sieg gegen Mons am Sonntag ist der Tabellenführer der belgischen Jupiler League somit ein Spiel länger ungeschlagen als der pakistanische Meisters WAPDA. Zudem unterlag Verfolger Club Brügge bei FCV Dender, so dass der Vorsprung der Wallonen nun komfortable sieben Punkte beträgt. Damit ist für die Lütticher der erste Meistertitel seit 1983 in greifbare Nähe gerückt.

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Treffer sahen die Fans bei der Begegnung zwischen den Ireland Rangers und North Village auf Bermuda und wurden damit Zeugen des torreichsten Spiels der Woche. Die heimischen Anhänger waren jedoch sicher nicht allzu glücklich darüber, dass sieben dieser Tore im Netz der Rangers landeten. Diese sind mit fünf Punkten Rückstand auf Somerset Trojans weiterhin Schlusslicht. North Village seinerseits liegt an der Tabellenspitze nur einen Punkt hinter den PHC Zebras.

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Spiele in Folge sind vergangen, seit es einer uruguayischen Abwehr letztmalig gelungen ist, die Torgefährlichkeit des Stürmers Henry Gimenez einzudämmen. Der Glücksbringer von River Plate hat in diesen fünf Spielen insgesamt acht Tore erzielt, von denen das letzte beim 5:0-Sieg über seinen früheren Verein Tacuarembo fiel. Die Treffer von Gimenez trugen maßgeblich dazu bei, dass die noch ungeschlagene Mannschaft von River Plate an die Tabellenspitze der Clausura-Meisterschaftsrunde gerückt ist. River Plate hat einen Punkt Vorsprung vor Nacional, womit man sich in einer erstklassigen Position befindet, das Rennen um den Titel zu gewinnen.

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Tore ohne Gegenwehr bescherten Rapid Wien den höchsten Sieg der Woche. Was den souveränen Sieg noch bemerkenswerter machte, war die Tatsache, dass er auswärts beim bisherigen Bundesliga-Tabellenführer Red Bull Salzburg erreicht wurde. Das unglaubliche Resultat, bei dem es nebenbei auch noch den schnellsten Hattrick der Woche gab - Erwin Hoffer erzielte in 39 Minuten drei Treffer - hatte zur Folge, dass Rapid Wien Red Bull vom ersten Platz verdrängte und Giovanni Trapattoni über die schlimmste Niederlage in seiner 34-jährigen Karriere als Trainer lamentierte: "Das war keine Niederlage, das war eine Katastrophe", so der Trainer, der die Nationalmannschaft der Republik Irland übernehmen wird. "Ich habe noch nie sieben Tore kassiert, weder als Spieler noch als Trainer."

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Spieler wurden am Samstag beim 1:1-Unentschieden zwischen dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV vom Platz gestellt. Dies war erst das fünfte Mal in der Geschichte der deutschen Bundesliga, dass es in einem Spiel derart viele Platzverweise gab. Obwohl Hamburgs Trainer Huub Stevens die Begegnung später als "nicht sonderlich hartes Match" bezeichnete, sahen in den hektischen zehn Schlussminuten in der Volkswagen-Arena auf Seiten der Hamburger Vincent Kompany und Joris Mathijsen Rot, ebenso wie Alexander Madlung und Grafite bei den Gastgebern. Noch ein Platzverweis mehr hätte eine Wiederholung des Negativrekords von 1993 bedeutet, als bei einem 4:0-Sieg von Borussia Dortmund über Dynamo Dresden nicht weniger als fünf Spieler des Feldes verwiesen wurden.