Eigentlich ist Fussball ein ganz simples Spiel: Es gewinnt die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt. Und doch gibt es bei jedem einzelnen Spiel verblüffende statistische Details, die das schönste aller Spiele zu einem fantastischen Spektakel machen. Aus diesem Grund wirft FIFA.com jede Woche einen Blick auf die Zahlen hinter den Ergebnissen.

In dieser Woche beschäftigen wir uns mit den Hattrick-Schützen Vedad Ibisevic und Robbie Keane und widmen uns außerdem den Leiden der Boca Juniors und des FC Portsmouth.

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Jahre und 156 Tage nach dem letzten Auswärtssieg in Parma gewann Cagliari Calcio im Ennio-Tardini-Stadion mit 2:0. Seit einem 2:1-Sieg in der Serie-B-Saison 1954/55 hatten die Sizilianer in diesem Duell 14 Mal verloren und neun Mal unentschieden gespielt. Der aktuell sehr formstarke FC Parma wollte seine Serie von 23 Heimspielen in Folge ohne Niederlage weiter ausbauen, während Cagliari unbedingt den zweiten Saisonsieg einfahren wollte. Teda brachte die Gäste mit einem schönen Halbvolley überraschend in Führung, bevor Daniele Dessena die Niederlage seines früheren Klubs nach einer knappen Stunde besiegelte.

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Minuten nach dem Anstoß brauchte Vedad Ibisevic nur, um den fünftschnellsten Hattrick in der Geschichte der Bundesliga zu erzielen. Damit trug er maßgeblich zum 5:1-Sieg Hoffenheims gegen Hertha BSC Berlin am Sonntag bei. Der 25-jährige Torjäger aus Bosnien hatte an den ersten sechs Spieltagen noch keinen einzigen Treffer erzielt, doch am Wochenende benötigte er nur 47 Sekunden bis zu seinem ersten Tor - der bislang schnellste Treffer der laufenden Saison. Zwei Kopfballtore von Ibisevic brachten Hoffenheim dann endgültig auf die Siegerstraße. Für den Klub war es der vierte Sieg in Folge, durch den man auf den dritten Tabellenplatz vorrückte. Bei Hertha BSC Berlin hingegen nahm man die sechste Niederlage in Folge zum Anlass, Trainer Lucien Favre zu entlassen. Kurioserweise gab es den schnellsten Hattrick aller Zeiten in der Geschichte der Bundesliga ebenfalls in einem Spiel Ende September, das mit 5:1 endete: 1967 traf Herbert Laumen von Borussia Mönchengladbach drei Mal in schneller Folge (2., 6. und 9. Minute) gegen Hannover 96.

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Minuten benötigte Stürmer Robbie Keane von Tottenham Hotspur in der zweiten Halbzeit der Partie gegen Burnley lediglich, um beim 5:0-Sieg den schnellsten Hattrick der vergangenen Woche zu erzielen. Dabei war der Platz des 29-Jährigen in der Startaufstellung zuvor durchaus fraglich, hatte er doch in den vier Partien zuvor jeweils nicht getroffen. Sein Konkurrent Peter Crouch hingegen hatte sich mit einem Hattrick beim Sieg im Ligapokalspiel gegen Preston North End drei Tage zuvor nachdrücklich empfohlen. Doch Trainer Harry Redknapp hielt seinem Kapitän die Treue, und der bedankte sich mit einem in der ersten Halbzeit zur Führung verwandelten Elfmeter sowie drei weiteren Toren in der 73., 76. und 86. Minute. Damit ist Keane nun der 20. Spieler, der in einem Spiel der Premier League einen Viererpack erzielte. Für Tottenham gelang dies zuletzt Jürgen Klinsmann im Mai 1998. Damals hatte Klinsmann drei seiner vier Tore beim 6:2-Auswärtssieg bei Wimbledon innerhalb von nur fünf Minuten in der zweiten Halbzeit erzielt.

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Niederlagen in Folge hat der FC Portsmouth in der englischen Premier League kassiert. Das ist die schlechteste Auftaktbilanz in der höchsten englischen Spielklasse seit 79 Jahren. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Everton hat Pompey nun vier Punkte Rückstand auf den Tabellenvorletzen Hull City. Außerdem ist die Mannschaft von der Südküste nun das vierte Team in der Geschichte, das aus den ersten sieben Saisonspielen keinen einzigen Punkt holen konnte. 1899/1900 hatte der FC Liverpool sogar seine ersten acht Spiele verloren. Erst am neunten Spieltag gab es den ersten Sieg für die Reds, die in jener Saison trotz des katastrophalen Starts den Abstieg vermeiden konnten. Die Bolton Wanderers hingegen begannen die Saison 1902/03 mit sieben Niederlagen in Folge und stiegen am Saisonende ab. Den schlechtesten Saisonstart aller Zeiten erwischte kein anderer als der aktuelle Meister Manchester United. In der Saison 1930/31 gab es zwölf Niederlagen in Folge und am Saisonende ebenfalls den Abstieg.

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Punkte sind die überaus magere Bilanz, die für die Boca Juniors nach dem sechsten Spieltag in der laufenden Apertura-Meisterschaft 2009 zu Buche steht. Das ist der schlechteste Saisonstart für den Klub aus Buenos Aires seit Einführung des aktuellen Ligaformats im Jahr 1991. Die Xeneizes kassierten ihre dritte Niederlage in Folge bei Tabellenführer Estudiantes, der nach dem 2:1-Erfolg nun 16 von 18 möglichen Punkten geholt hat. Für die Gäste vom Wochenende besteht mittlerweile die reale Gefahr, sich nicht für die Copa Libertadores 2010 zu qualifizieren. Boca wird alles daran setzen, die schwarze Serie am Wochenende gegen Velez Sarsfield endlich zu beenden, nachdem man gegen dieses Team erst kürzlich in der Copa Sudamericana unterlag und ausschied.