Eigentlich ist Fussball ein ganz simples Spiel: Es gewinnt die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt. Und doch gibt es bei jedem einzelnen Spiel verblüffende statistische Details, die das schönste aller Spiele zu einem fantastischen Spektakel machen. Aus diesem Grund wirft FIFA.com wöchentlich einen Blick auf die Zahlen, die sich hinter den Ergebnissen verbergen.

Diese Woche blicken wir auf das anstehende Finale der UEFA Champions League und beleuchten einen märchenhaften Erfolg in Deutschland sowie denkwürdige Abschiede in Italien und Ägypten.

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Prozent: Das ist die Erfolgsquote in europäischen Endspielen, mit der Manchester United am heutigen Abend ins Finale des UEFA Champions League gegen den FC Barcelona geht. Die Red Devils haben ihre drei bisherigen Europapokal-Endspiele allesamt gewonnen (in den Jahren 1968, 1999 und 2008) und konnten sich 1991 im Finale des UEFA-Pokals der Pokalsieger gegen Barça durchsetzen. Damit sind sie der einzige Verein, der im europäischen Wettbewerb drei oder mehr Finalteilnahmen zu verzeichnen und nicht ein einziges Mal verloren hat. Die mit Spannung erwartete Begegnung des heutigen Abends wurde als Duell zwischen den beiden derzeit wohl besten Spielern der Welt deklariert: Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Beide müssen jedoch möglicherweise psychologische Barrieren überwinden. Messi mag zwar mit acht Treffern der beste Torschütze der laufenden UEFA Champions League-Saison sein, Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass er in zehn Partien gegen englische Mannschaften noch kein einziges Mal getroffen hat und in den Halbfinalspielen gegen den FC Chelsea weitgehend abgemeldet war. Cristiano Ronaldo seinerseits war zwar gemeinsam mit Didier Drogba und Thierry Henry der erfolgreichste Torjäger der K.o.-Runde, konnte in sechs Partien gegen spanische Gegner jedoch keinen Treffer landen. Außerdem hat er in der Halbfinalbegegnung gegen Barça in der letzten Saison einen Elfmeter vergeben. Heute Abend haben diese beiden Stars, oder zumindest einer von ihnen, die Chance, diese Negativserien zu beenden.

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Jahre, vier Monate und elf Tage nachdem die Fussball-Fans in Italien zum ersten Mal einen Blick auf den damals 16-jährigen Paolo Maldini erhaschen konnten, beendet einer der ganz Großen dieser Sportart am Sonntag seine Karriere. Der heute 40-Jährige, der sich in der 901. und vorletzten Partie für den AC Mailand am Sonntag von den Fans im heimischen San-Siro-Stadion verabschiedet hat, ist er der Rekordspieler der Rossoneri, der gesamten Serie A und auch der italienischen Nationalmannschaft (126 Einsätze). Maldinis Trikotnummer drei wird nach dem Auswärtsspiel beim AC Florenz vorerst nicht mehr vergeben werden, obwohl das Gerücht umgeht, einer seiner Söhne würde die Nummer erben, sollten sie eines Tages den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Maldinis ältester Sprössling Christian ist derzeit im Junioren-Team des AC Mailand aktiv.

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Heimsiege in Folge waren die Basis für den Erfolg des VfL Wolfsburg, der am Samstag die deutsche Meisterschaft feiern durfte. Mit dieser Siegesserie stellten die Wolfsburger einen Rekord ein, der in der Saison 1972/73 von Bayern München aufgestellt worden war. Aber das war nur einer von vielen Meilensteinen, die dieses Team erreichte, das praktisch aus dem Nichts auftauchte und sich zum ersten Mal den Meistertitel sicherte. Nach der Hinrunde war das Team von Felix Magath noch Tabellenneunter und schaffte dann den größten Sprung nach vorn, der je einem deutschen Verein gelungen ist. Am Ende war der VfL Wolfsburg seit 39 Jahren der erste Klub, der sich den ersten Bundesligatitel seiner Vereinsgeschichte sicherte. Damals war es Borussia Mönchengladbach gewesen. Außerdem hatte man mit Grafite einen Stürmer, der mit 1,12 Toren pro Spiel (28 Treffer in 25 Partien) nur noch den legendären Gerd Müller vor sich hat. Diesem waren in der Saison 1971/72 durchschnittlich 1,18 und 1969/70 1,15 Treffer pro Spiel gelungen. Das Sturmduo Grafite/Edin Dzeko ist in der Bundesliga zum erfolgreichsten aller Zeiten avanciert.

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Tore in den letzten sieben Spielen haben Diego Forlan im Rennen um die spanische Pichichi-Auszeichnung und den Goldenen Schuh Europas vor Samuel Eto'o an die Spitze katapultiert. Beim 4:1-Sieg von Atlético Madrid gegen Athletic Bilbao erzielte der Uruguayer einen Hattrick und baute sein Torkonto auf 31 Treffer aus. Damit liegt er nun zwei Treffer vor seinem Mitstreiter aus Kamerun und ist seit Ronaldo 1997 der erste Spieler, dem es gelingt, in der spanischen Liga in einer einzigen Saison 30 Tore oder mehr zu erzielen. Eto'o dürfte diese Situation schon bekannt vorkommen, denn in der Saison 2004/05 hatte der damals noch beim FC Villarreal unter Vertrag stehende Forlan im Rennen um das Double Pichichi/Goldener Schuh am Ende ebenfalls die Nase knapp vorn. Damals hatte er einen Treffer mehr auf dem Konto als sein Kontrahent vom FC Barcelona. Dieses Mal bleibt Eto'o allerdings noch ein Spiel, um den alten Rivalen vielleicht doch noch einzuholen. Sollte er am Samstag in der Partie gegen Deportivo La Coruña ins Schwarze treffen, dann würden seit Hugo Sanchez (38) und Toni Polster (33) in der Saison 1989/90 zum ersten Mal zwei Spieler die 30-Tore-Marke der höchsten Spielklasse Spaniens knacken.

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ägyptische Meistertitel in Folge, vier Titel in der CAF Champions League, vier CAF Supercups, zwei Siege im ägyptischen Pokal und vier im ägyptischen Superpokal: Das ist die beachtliche Erfolgsbilanz von Manuel José mit dem Kairoer Klub Al Ahly. Der 1:0-Sieg gegen Ismaili im Playoff um die ägyptische Meisterschaft am Sonntag bot einen würdigen Abschied für den beliebten portugiesischen Trainer, der all diese Titel in einem Zeitraum von insgesamt acht Jahren in zwei separaten Amtsperioden erringen konnte. Nach dem Sieg gegen Ismaili kann José in 143 Ligaspielen mit dem Spitzenklub aus Kairo 110 Siege bei nur acht Niederlagen für sich verbuchen. Die Verantwortlichen für das alles entscheidende Tor werden ihm außerdem Mut für seinen nächsten Posten machen. Schließlich gehören Torschütze Flavio und Vorbereiter Gilberto, der das entscheidende Zuspiel lieferte, beide der angolanischen Nationalmannschaft an, die José im nächsten Monat übernimmt.