Eigentlich ist Fussball ein ganz simples Spiel: Es gewinnt die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt. Und doch gibt es bei jedem einzelnen Spiel verblüffende statistische Details, die das schönste aller Spiele zu einem fantastischen Spektakel machen. Daher wirft FIFA.com wöchentlich einen Blick auf die Zahlen, die sich hinter den Ergebnissen verbergen.

Im statistischen Rückblick dieser Woche steht Südamerika im Blickpunkt. Das ist vor allem Ronaldos Torjäger-Comeback, den Auftritten von Lisandro Lopez in der UEFA Champions League sowie dem Heimrekord von Estudiantes zu verdanken. Es bleibt aber auch noch Raum für das Pech von Boubacar Sanogo sowie für einen Blick auf José Mourinhos Bilanz gegen Sir Alex Ferguson.

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Spiele und fast zwei Jahre waren seit der letzten Heimniederlage von Estudiantes de La Plata in der Liga vergangen, als Dario Ocampo dieser beachtlichen Serie am Samstag ein Ende setzte. Die letzte Liga-Niederlage im heimischen Estadio Unico Ciudad de La Plata hatten Los Pincharratas am 10. März 2007 gegen die Boca Juniors erlitten. Seitdem musste man lediglich im Final-Hinspiel der Copa Sudamericana 2008 eine Heimniederlage hinnehmen. Gegner war Internacional Porto Alegre. Velez Sarsfield gelang es jetzt, dieser unglaublichen Serie ein Ende zu setzen. Ocampo erzielte den entscheidenden Treffer in der 36. Minute und brachte seine Mannschaft damit bis auf einen Punkt an Tabellenführer Lanus heran. Estudiantes rangiert hingegen auf dem drittletzten Tabellenplatz.

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Monate nachdem er den Treffer erzielt hat, von dem viele befürchteten, es könne der letzte seiner glanzvollen Karriere sein, trug Ronaldo sich erneut in die Torjägerliste ein. Dabei ging es am Sonntag gewohnt dramatisch zu. Der dreimalige FIFA-Weltfussballer des Jahres, der nach einer schweren Knieverletzung erst zum zweiten Mal eingewechselt wurde, wies die Zweifler wieder einmal in die Schranken. In der zweiten Minute der Nachspielzeit war er plötzlich zur Stelle und erzielte das 1:1 für Corinthians gegen den Erzrivalen Palmeiras. Insgesamt 45.000 Zuschauer wurden im Prudentão-Stadion Zeugen des ersten Treffers des 32-Jährigen seit dem 13. Januar 2008. Damals war er beim 5:2-Sieg des AC Mailand gegen den SSC Neapel erfolgreich gewesen. Jetzt hat der Star, der mit 15 Treffern bei FIFA Fussball-Weltmeisterschaften die ewige Torjägerliste des Wettbewerbs anführt, seine Rückkehr in die Nationalmannschaft anvisiert: "Das ist erst der Anfang."

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Begegnungen gab es bislang zwischen den beiden Ausnahmetrainern Sir Alex Ferguson und José Mourinho. Vor dem erneuten Aufeinandertreffen am heutigen Abend ist der Trainer von Manchester United nur aus einer Partie als Sieger hervorgegangen. Während Fergie diese Bilanz unbedingt verbessern will, dürfte der ohnehin schon sehr selbstbewusste Mourinho mit breiter Brust in die Partie gehen. Schließlich hat er im Laufe seiner Amtszeiten beim FC Porto, dem FC Chelsea und Inter Mailand bereits sechs Siege und sechs Unentschieden gegen die Red Devils erreicht. Einerseits geht Inter als Außenseiter in die heutige Partie, da der Gegner in Europas Elite-Wettbewerb bereits seit 20 Spielen ungeschlagen ist. Andererseits dürfte Mourinho aber auch nicht entgangen sein, dass die letzten vier Champions League-Sieger (Porto, Liverpool, Barcelona und der AC Mailand) in der auf den Titelgewinn folgenden Saison genau in dieser Runde ausgeschieden sind.

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Tore in der UEFA Champions League haben Lisandro Lopez unter die besten Torschützen des Turniers katapultiert. Er liegt derzeit knapp hinter Steven Gerrard und Miroslav Klose, die jeweils einen Treffer mehr auf dem Konto haben, nämlich sieben. Damit hat der Stürmer des FC Porto die Chance, in die Turniergeschichte einzugehen. In der 54-jährigen Historie des Europapokals der Landesmeister ist noch nie ein Argentinier Torschützenkönig geworden. Alfredo Di Stefano gelang dies zwar, damals hatte er allerdings bereits die spanische Staatsbürgerschaft angenommen. Der letzte Argentinier, der bester Torjäger in einem europäischen Wettbewerb wurde, war Mario Kempes, der den FC Valencia im Europapokal der Pokalsieger 1979/80 zum Erfolg verhalf. Sein Landsmann Pedro Manfredini war bereits zuvor erfolgreich gewesen. Er wurde mit AS Rom in den Spielzeiten 1960/61 und 1962/63 zwei Mal Torschützenkönig im UEFA-Pokal. Jetzt ist es an Lopez oder an Lionel Messi, in die Fußstapfen dieser Torjäger zu treten.

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Schüsse ans Gebälk bei einem torlosen Unentschieden sind sicherlich schon genug Pech. Wenn alle drei Schüsse dann aber auch noch vom selben Spieler ausgeführt werden und am selben Pfosten an genau derselben Stelle landen, dann kann man kaum noch fassen, dass es so viel Missgeschick geben kann. "Lächerlich", so der Kommentar von Hoffenheims Boubacar Sanogo, nachdem er das Leder drei Mal unten an den linken Pfosten befördert hatte. Die Partie des Titelaspiranten der deutschen Bundesliga gegen Werder Bremen endete schließlich 0:0. Da es in der Bundesliga noch nichts Vergleichbares gegeben hat, stellte der Spieler von der Elfenbeinküste ungewollt einen neuen Rekord auf. Noch kurioser wird die Geschichte, wenn man bedenkt, dass Sanogo erst kürzlich auf Leihbasis nach Hoffenheim kam - von Werder Bremen! Sanogos Pech trug dazu bei, dass es zu diesem unerwartet torarmen Spielergebnis kam. Schließlich war das vorherige Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison 5:4 für Werder ausgegangen.