Die Anhänger der ecuadorianischen Nationalmannschaft haben in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 wieder Hoffnung geschöpft. Aber das ist noch nicht alles. Das Team kletterte in der Oktober-Ausgabe der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste zehn Plätze nach oben und rangiert jetzt wieder unter den 50 besten Teams der Welt.

Das ist für die Ecuadorianer ein großer Erfolg, die diese Barriere seit Juni 2007 zum ersten Mal wieder überwinden konnten. Nachdem man im März des vergangenen Jahres mit Platz 24 die bisher beste Platzierung erreicht hatte, gab es für die Südamerikaner mehr Tiefen als Höhen und sie rutschten bis Juli 2008 bis auf den 60. Rang ab. So tief unten hatten sie seit September 2000 nicht mehr gestanden. Der schlechtesten Platzierung in der Geschichte, dem 76. Platz im Juni 1995, kam man aber nicht nahe.

Außerdem hat Ecuador sich in der Weltrangliste als siebtbeste Mannschaft Südamerikas etabliert. Die Verbesserung um zehn Plätze wurde in der Region nur noch von Peru überboten, das gleich 15 Ränge nach oben kletterte.

Ursachen und Folgen
Der Aufwärtstrend der Ecuadorianer begann mit der Ankunft von Sixto Vizuete auf der Trainerbank. Vizuete ist nach den erfolgreichen Amtszeiten der Kolumbianer Hernán Darío Gómez und Luis Fernando Suárez der erste Ecuadorianer, der diesen Posten bekleidet. Mit den beiden oben genannten qualifizierte sich Ecuador für die WM-Endrunden 2002 in Korea/Japan und 2006 in Deutschland, zum ersten bzw. zweiten Mal in der Fussball-Geschichte des Landes.

Vizuete übernahm Suárez' Posten, nachdem Ecuador die ersten drei Partien der Qualifikation für Südafrika 2010 allesamt verloren hatte. Seitdem hat das Team eine Serie von sechs Spielen ohne Niederlage hingelegt und zwölf von möglichen 18 Punkten eingefahren. Damit rückten die Qualifikationsplätze für die nächste WM wieder in greifbare Nähe.

Noch wichtiger ist jedoch, dass Ecuador wieder zu der Stabilität gefunden zu haben scheint, mit der sich die Mannschaft für die letzten beiden WM-Endrunden qualifiziert hat. Einerseits hat man sich wieder zu einer starken Heimmannschaft entwickelt. Davon zeugen die Siege gegen Peru (5:1), Bolivien (3:1) und Chile (1:0) in Quito, einziger Wermutstropfen ist ein Unentschieden gegen Kolumbien. Andererseits sicherte man sich aber auch auswärts wertvolle Punkte, wo man bei den Fussballgiganten Argentinien (1:1) und Uruguay (0:0) jeweils ein Unentschieden holte.

Venezuela setzte der anfänglichen Erfolgsserie von Vizuete am 15. Oktober in Puerto de la Cruz dann ein Ende. Die Mannschaft setzte sich mit 3:1 gegen Ecuador durch. Trotz der Niederlage rangiert die Tricolor jetzt in der Südamerika-Qualifikation auf dem sechsten Rang, mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz fünf, der zum begehrten Playoff-Spiel gegen einen Gegner der Nord-, Mittelamerika- und Karibikzone berechtigt. Diesen Rang bekleidet derzeit Uruguay.