Die starken Leistungen in den Freundschaftsspielen während der Vorbereitung auf das Qualifikationsspiel gegen Oman am 6. Februar haben sich für Bahrain durchaus gelohnt. In der Februar-Ausgabe der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste machte die Mannschaft einen Sprung um 17 Plätze auf Rang 83. Eine größere Verbesserung schaffte keine asiatische Mannschaft, und Bahrain hat damit Größen wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und den Oman hinter sich gelassen und die kontinentalen Top Ten erreicht.
Die Vorbereitungen auf das Spiel gegen Oman begannen für die kleine Golf-Nation mit einem beeindruckenden 1:0-Sieg gegen Kuwait am 16. Januar. Das 1:2 gegen Syrien eine Woche später sollte sich für die Schützlinge des Tschechen Milan Macala nur als vorübergehender Rückschlag erweisen, denn gegen Jemen fand die Mannschaft beim 2:1 umgehend wieder in die Erfolgspur zurück.
Große Sprünge in der Weltrangliste sind für Bahrain indes so neu nicht. Schon 2003 war das Land "bester Aufsteiger" in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. Es war der Startschuss für eine kontinuierliche Entwicklung. Diese fand ihren vorläufigen Höhepunkt im Halbfinal-Einzug beim AFC Asien-Pokal 2004, der die Mannschaft im September des Jahres bis auf Platz 44 führte.
Von der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 ™ trennte Bahrain sogar nur noch ein Schritt, nämlich die Playoff-Spiele gegen Trinidad und Tobago. Bekanntlich fuhr am Ende das Karibik-Team zur Endrunde. In der Folge verpasste Bahrain die Teilnahme an der Asien-Meisterschaft im vergangenen Juli nach Niederlagen gegen Indonesien und Saudiarabien. Im September rangierte die Mannschaft dann vorübergehend auf Platz 108 - ein Vierjahrestief.
Japan wartet
Der Beginn der Qualifikation für Südafrika 2010 bot Bahrain
letztlich auch die Chance, verspielten Kredit wiederzugewinnen. Das
4:1 in der Addition gegen Malaysia in der Vorausscheidung brachte
die Mannschaft schon einmal unter die letzten 20 in der Asien-Zone.
In der dritten Qualifikationsrunde gab es dann gleich im ersten
Spiel den erwähnten Sieg gegen Oman. Jetzt heißt es, unter die
besten Zehn des Kontinents zu kommen.
Als nächstes wird sich Japan, das Thailand zum Auftakt mit 4:1 bezwingen konnte, ein Stelldichein in Bahrain geben. In der Qualifikation zur letzten Weltmeisterschaft gab es gegen just diesen Gegner zwei Niederlagen. Gelingt nun am 26. März die Umkehr dieses Trends, befindet sich Macalas Mannschaft in ihrer Gruppe in einer guten Ausgangslage.
Die Generalprobe jedenfalls ist schon gelungen: Auch ohne eine Handvoll im Ausland aktiver Spieler gab es am Dienstag gegen Katar ein 2:1. "Es war ein gutes Spiel für uns, zumal wir einer ganzen Reihe von Spieler einen Einsatz ermöglichen konnten", befand Teammanager Hassan Khalfan hinterher. "Trainer Macala konnte sich selbst ein Bild von den Akteuren machen. Jetzt können wir die Vorbereitung auf das Spiel gegen Japan wie von ihm geplant fortsetzen."
Wer schon einmal so knapp vor dem Erreichen einer WM-Endrunde stand wie Bahrain, will sich seine zweite Chance eben nicht entgehen lassen.
