Olympiasieger USA weist in der neuesten Ausgabe der FIFA-Frauenweltrangliste einen komfortablen Vorsprung auf Weltmeister Deutschland auf. Kantersiege gegen Mexiko und vor allem den nördlichen Nachbarn Kanada trugen den Amerikanerinnen einige zusätzliche Punkte ein. Deutschland hingegen vermochte die erfolglose Darbietung beim Algarve-Pokal auch mit den jüngsten Erfolgen in der EURO-Qualifikation nicht zu kompensieren.

Schweden (3, plus 1) und Norwegen (4, minus 1) tauschten die Plätze, wobei die Schwedinnen von ihrem Erfolg über Italien profitierten, während sich Norwegen zu Hause mit einem Unentschieden gegen Finnland zufrieden geben musste. Die Auswahl der VR China (11, unverändert) verpasste nach einer Niederlage gegen die Argentinierinnen, die ihrerseits vorrückten (29, plus 3), den Sprung zurück in die Top Ten. Zwei Erfolge in der Olympiaqualifikation in Asien verhalfen auch Thailand zu Ranggewinnen (33, plus 7).

Die Juni-Rangliste ist die letzte Wertung vor dem Jahreshöhepunkt, der Frauen-WM in der VR China im September. Dort wird dann sowohl um die Spitzenposition als auch um die übrigen Platzierungen in den Top Ten gespielt, angesichts der geringen Abstände sind einige Veränderungen zu erwarten.

Die FIFA-Frauenweltrangliste wurde erstmals im Juli 2003 veröffentlicht. Sie rangiert knapp 150 der FIFA-Mitgliedsverbände auf der Grundlage einer Reihe von Faktoren wie Sieg, Heimvorteil, Stärke des Gegners und Bedeutung des Spiels. Die Rangliste wird vierteljährlich veröffentlicht. Gemäß dem Big Count 2006, einer von der FIFA durchgeführten Erhebung, spielen weltweit 26 Millionen Frauen und Mädchen Fussball.

- Die nächste FIFA-Frauenweltrangliste wird am 5. Oktober 2007 veröffentlicht.