Die Elefanten aus der Elfenbeinküste sind auf dem besten Weg zu ihrer zweiten Teilnahme an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft in Folge und dürften kommendes Jahr in Südafrika der größte Herausforderer unter den afrikanischen Vertretern sein.

Nach drei Spieltagen in der letzten Gruppenphase der Qualifikation weisen die Ivorer eine makellose Bilanz auf und haben gegen ihre zwei stärksten Rivalen sogar auswärts alle Punkte geholt. Die Siege in Burkina Faso und Guinea im Juni katapultierten das Team in der neuesten Ausgabe der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste um 20 Plätze nach oben.

Die Mannschaft der Elfenbeinküste liegt nun auf dem 18. Rang, womit sie erneut ihre im August 2006 erzielte bisherige Höchstmarke in der Rangliste erreicht hat. Die Verbesserung um ganze 20 Plätze im Vergleich zum Juni ist gleichzeitig der größte Sprung, der den Elefanten innerhalb eines Monats je gelungen ist. Der Platz unter den 20 Top-Teams spiegelt das Potenzial des westafrikanischen Landes wieder, das bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in einer extrem starken Gruppe unglücklich in der ersten Runde scheiterte.

Enttäuschung bei der Afrika-Meisterschaft
Nach den zwei knapp verlorenen Auftaktspielen in Deutschland 2006 gegen die Favoriten Argentinien und die Niederlande ging es für die Ivorer in der abschließenden Partie gegen Serbien und Montenegro "nur" noch um die Ehre, doch der anschließende 3:2-Erfolg der Afrikaner wird als einer der packenden Höhepunkte des gesamten Turniers in Erinnerung bleiben.

Seitdem gelten die Ivorer als die Top-Mannschaft des Kontinents. Bei der letzten Afrika-Meisterschaft in Ghana sah alles nach einem überlegenen Triumph dieser mit Weltstars gespickten Mannschaft aus, nachdem sie sich in der Vorrunde mit Leichtigkeit aller Gegner entledigte. Überraschend unterlagen sie im Halbfinale aber dem späteren Turniersieger Ägypten.

Die bisherigen Leistungen auf dem Weg zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr dürften das Team fürs erste wieder entschädigt haben, denn bereits zu diesem frühen Zeitpunkt benötigt die Elfenbeinküste nur noch vier Punkte, um sich einen Startplatz in Südafrika zu sichern.

"Eine großartige Herausforderung"
Im September empfangen die Westafrikaner Burkina Faso vor eigenem Publikum, und im Falle eines Sieges würde auswärts gegen den am schwächsten eingestuften Gegner Malawi nur noch ein Punkt fehlen, um sich vorzeitig das WM-Ticket zu holen.

Die immense Ausstrahlung Didier Drogbas und die Qualität vieler weiterer großartiger Akteure verwandelt die Betreuung dieser Auswahl in einen Traumjob für den bosnischen Trainer Vahid Halilhodzic, der im Anschluss an die Enttäuschung nach der Afrika-Meisterschaft in Ghana die Verantwortung für das Team übernahm.

"Wissen Sie, es ist nicht ganz so leicht, denn alle unsere Gegner sind gegen uns hochmotiviert", sagte Halilhodzic. "Doch es ist eine großartige Herausforderung, und es ist sehr viel Potenzial vorhanden."