Die USA sind zur konstantesten Mannschaft in der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone avanciert. Das junge amerikanische Team führt nicht nur die Tabelle der regionalen Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ an, sondern hat auch in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste weiter Boden gutgemacht.

Insbesondere den guten Ergebnissen in der WM-Qualifikation ist es zu verdanken, dass Bob Bradleys Team in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste von Februar bis März um weitere drei Plätze klettern konnte. Nach dem überzeugenden Heimsieg im Februar gegen Mexiko liegen die USA nun auf Rang 17 und damit vor traditionellen Fussballnationen wie Uruguay, Schottland und Dänemark.

Die USA, die im vergangenen Jahr in der vorletzten Qualifikationsrunde den ersten Platz belegten, starteten auch in die abschließende Runde mit sechs Mannschaften (dem so genannten "Hexagonal") mit einem souveränen Sieg gegen den Erzrivalen aus Mexiko und läuteten damit einen Wachwechsel in der Region ein. Während früher Mexiko das ewige Duell beherrschte, konnten die USA die letzten beiden CONCACAF Gold Cups (den alle zwei Jahre stattfindenden Nationen-Pokal der Region) für sich entscheiden und qualifizierten sich noch vor den Mexikanern für die FIFA WM 2006 in Deutschland.

"Spiele zwischen Mexiko und den USA waren schon immer spannend und voller Leidenschaft", so Frankie Hejduk nach dem 2:0-Sieg in Ohio gegenüber FIFA.com. "Wir stellen die zwei besten Mannschaften der Region. Meines Erachtens sind wir den Mexikanern inzwischen um eine Nasenlänge voraus und werden alles uns Mögliche tun, damit dies auch so bleibt."

Angeführt von ihrem kreativen Regisseur Landon Donovan, der nach einem kurzen Intermezzo bei Bayern München inzwischen wieder in der Major League Soccer für Los Angeles Galaxy auf Torejagd geht, scheinen die USA die Enttäuschung über das Vorrunden-Aus bei der WM 2006 weggesteckt zu haben. Auch den Weggang des langjährigen Trainers Bruce Arena und den Rücktritt der Routiniers Eddie Pope, Claudio Reyna und Brian McBride scheint die Mannschaft gut verkraftet zu haben.

Mit zahlreichen jungen Talenten, wie Freddy Adu, Sacha Kljestan, Michael Bradley und Jozy Altidore, der beim 2:2-Unentschieden in El Salvador und dem 3:0-Sieg über Trinidad und Tobago vier Treffer erzielte, können die Amerikaner zuversichtlich in die Zukunft blicken. Jetzt, da die Mannschaft unter den 20 besten Teams der Welt steht, werden die U.S.-Boys alles daran setzen, wieder die Rekordplatzierung vom April 2006 zu erreichen, als das Team den vierten Rang belegte.

Neben Angreifer Altidore, der in Spanien sein Geld verdient, lassen insbesondere die Auslandslegionäre Tim Howard (FC Everton), DaMarcus Beasley, Maurice Edu (beide Glasgow Rangers) and Clint Dempsey (FC Fulham) das ganze Land von einer goldenen Zukunft träumen. In der Qualifikation stehen im Juni mit Costa Rica und Honduras die nächsten Aufgaben bevor. Die Amerikaner führen derzeit die letzte Qualifikationsrunde mit sieben Punkten aus drei Begegnungen an. Einen Punkt dahinter liegt Costa Rica. Ende Juni 2009 reisen die USA als Kontinentalmeister der CONCACAF-Zone zum FIFA Konföderationen-Pokal in Südafrika.

"Der Fussball hat sich in den USA definitiv verbessert. Wenn man die Mannschaft so betrachtet und sieht, für welche Teams in Europa einige der Jungs spielen, ist das schon toll", so Michael Bradley, der Sohn des Trainers Bob Bradley. "Wir wissen, dass wir noch nicht so weit sind. Wir arbeiten aber hart daran."