Neuer Trainer der tschechischen Nationalmannschaft ist der frühere Düsseldorfer Bundesliga-Profi Petr Rada. Bei der Abstimmung des nationalen Verbandes setzte sich der 49-Jährige gegen Jozef Chovanec durch und tritt damit die Nachfolge von Karel Brückner an. Als Kandidat galt ursprünglich auch der frühere Bundesliga-Trainer Klaus Toppmöller, der schließlich aber dem Verband eine Absage erteilte.

Rada fungierte bislang als Assistent von Brückner, der nach der UEFA EURO 2008 in Österreich und der Schweiz erwartungsgemäß zurückgetreten war. Brückner hatte die tschechische Auswahl 2002 übernommen und bei der UEFA EURO 2004 ins Halbfinale geführt.

Hasek scheitert nach Streit mit Verbandspräsident
Die Wahl fiel auch mangels Alternativen auf Rada. Der bei den tschechischen Anhängern favorisierte Ivan Hasek schied aus, weil er sich mit Verbandspräsident Pavel Mokry überworfen hatte. Karel Jarolim, Vater von HSV-Profi David, hatte nach dem Gewinn des Meistertitels mit Slavia Prag kein Interesse. Der bisherige U-21-Coach Vitezslav Lavicka heuerte gerade erst bei Sparta Prag an. Und Zdenek Zeman, der es gemacht hätte, galt als zu unbequem.

Rada spielte in Deutschland für Düsseldorf in der ersten und zweiten Liga. Außerdem war er für Rot-Weiss Essen und Jahn Regensburg aktiv. In Düsseldorf startete der 49-Jährige als Assistent von Aleksandar Ristic auch seine Trainerkarriere. Als Chefcoach arbeitete der frühere Mittelfeldspieler für FK Teplice, Viktoria Pilsen und FK Jablonec.