Nach 28-monatiger Amtszeit ist Klaus Toppmöller offenbar als Trainer der georgischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Das berichtet die Europäische Fussball-Union (UEFA) auf ihrer Homepage. Am Dienstagabend hatte die Nachrichten-Agentur Interfax berichtet, der georgische Verband GFF habe den Ex-Bundesliga-Profi und -Trainer entlassen.

Laut UEFA habe der 56-jährige Toppmöller nach einem Meeting mit dem georgischen Verbands-Chef Nodar Achalkatsi in Frankfurt/Main seinen Posten aufgegeben. "Bei dem Treffen haben wir die jüngsten Probleme der georgischen Nationalmannschaft offen angesprochen. Wir sind unzufrieden mit den Ergebnissen des Teams, Toppmöller jedoch hat viel geleistet; nicht nur für die A-Nationalmannschaft, sondern auch für die Auswahl-Teams aller Altersgruppen", sagte der Verbands-Präsident, "wir haben uns entschieden, dass Toppmöller sein Amt zur Verfügung stellt. Die finanziellen Probleme sind ausgeräumt worden. Die GFF beginnt ab sofort mit der Suche nach einem neuen Trainer und wird dessen Namen bald bekanntgeben."

Der deutsche Fussballlehrer hatte behauptet, er habe seit fünf Monaten kein Gehalt mehr gezahlt bekommen. Der Präsident und die Fans des Nationalteams waren indes unzufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft bei den Niederlagen in den Länderspielen gegen Litauen, Lettland und Nordirland.

Nur sieben Siege in 24 Spielen
Schon die vorangegangene Qualifikation zur UEFA EURO 2008 verlief enttäuschend. Georgien wurde in Gruppe B nur Sechster. Unter Toppmöllers Leitung absolvierte Georgien 24 Länderspiele, von denen sieben gewonnen wurden. Toppmöller hatte sich Ende 2005 auf eine Zusammenarbeit mit dem georgischen Verband geeinigt.

Toppmöller, der Bayer Leverkusen 2002 bis ins Finale der UEFA Champions League geführt hatte, hatte erst Mitte Dezember nach nur sechs Wochen seinen Posten als Sportdirektor und Mitglied des Aufsichtsrats beim abstiegsbedrohten Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern wieder geräumt.