Die Qualifikation für die UEFA EURO 2012 ist so gut wie beendet. Nach mehr als einem Jahr und über 200 Duellen in neun Gruppen haben zwölf Teams ihr EM-Ticket bereits sicher. Neben den beiden Gastgebern Polen und der Ukraine sind Deutschland, Russland, Italien, Frankreich, die Niederlande, Griechenland, England, Dänemark und Spanien als Gruppensieger sowie Schweden für das kontinentale Gipfeltreffen im kommenden Sommer teilnahmeberechtigt. Die vier noch offenen Plätze werden von den acht anderen Zweitplatzierten in einer Playoff-Runde ausgespielt.

FIFA.com schaut auf bemerkenswerte Zahlen, Geschichten und Statistiken der vergangenen 13 Monate der EM-Qualifikation zurück. 

Zwei blütenweiße Westen
Mit Deutschland und Spanien hielten sich ausgerechnet die beiden Finalisten der UEFA EURO 2008 schadlos und gingen in allen Spielen als Sieger vom Platz. Während der amtierende Welt-und Europameister aus dem Süden Europas acht Erfolge herausholte, schaffte die DFB-Auswahl gar Historisches: Zehn Siege in zehn EM-Qualifikations-Spielen hat noch keine Mannschaft zuvor geschafft.

Ein Stolperer zum Abschluss
Die Niederlande hätte es den Deutschen gleich tun können, doch ausgerechnet am letzten Spieltag kassierte die Elftal eine 2:3-Pleite in Schweden. Dennoch ist der Vize-Weltmeister als Gruppensieger im kommenden Jahr dabei. Und er darf sich immerhin darüber freuen, dass der beste Torjäger aus seinen Reihen kommt. Beeindruckende zwölf Treffer in gerade einmal acht Einsätze stehen für Klaas-Jan Huntelaar vom Bundesligisten Schalke 04 zu Buche.

Vorne pfui, hinten pfui
Als einziger der 51 Teilnehmer hat San Marino in zehn Spielen kein einziges Tor erzielt, dafür aber die Rekordzahl von 53 Gegentreffern erzielt. Sieglos blieben darüber hinaus auch Andorra, Malta und Zypern.

2. Advent im Zeichen der EM
Die Auslosung der vier Vierergruppen der Endrunde findet in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am 2. Dezember 2011 statt. Neben den Gastgebern Polen (Gruppe A) und Ukraine (Gruppe D) werden die beiden stärksten qualifizierten Mannschaften, Spanien und die Niederlande, als Kopf der Gruppen B und C gesetzt.

Über die Hälfte war dabei
27 der insgesamt 53 Mitglieder der UEFA konnten sich bislang für eine Endrunde qualifizieren. Seit der erstmaligen Teilnahme von Österreich und Polen 2008 ist damit dieses Kunststück mehr als der Hälfte aller Nationen gelungen. Die Österreicher sind übrigens das einzige der 27 Länder, das sich nur als Veranstalter qualifizieren konnte.

Zwei Neulinge wollen Historisches
Mit Estland und Montenegro träumen zwei absolute Neulinge von der Teilnahme einer UEFA EURO. Noch nie haben sich diese beiden für ein großes internationales Turnier qualifiziert. Als jeweils Gruppenzweiter sind sie nur noch zwei Playoff-Spiele davon entfernt, Fussball-Geschichte zu schreiben.

Willkommen im Hunderter-Klub
109 Spieler aus 37 europäischen Nationen haben bzw. werden in den kommenden Monaten mit einer Erinnerungsmütze und einem Orden von der UEFA ausgezeichnet, da sie mindestens 100 Länderspiele bestritten haben. Dabei handelt es sich nicht nur um aktive, sondern auch um längst zurückgetretene Fussballgrößen, wie Lothar Matthäus, Zinedine Zidane, Oleh Blokhin oder Sir Bobby Charlton. Erstmals wurden die Auszeichnungen an den letzten beiden Qualifikations-Spieltagen überreicht.

Aus acht mach vier
In den Playoff-Spielen (11./12. November und 15. November) wollen neben dem bereits erwähntem Duo auch Portugal, Kroatien, Irland, die Tschechische Republik, die Türkei und Bosnien-Herzegowina noch auf dem EM-Zug aufspringen. Die Auslosung der vier Duelle findet am Donnerstag statt.

Fast vier Tore pro Spiel
Die torreichste Gruppe der gesamten EM-Qualifikation ist die Staffel E mit sage und schreibe 118 Treffern in 30 Spielen. Das sind rund vier Tore pro Partie. Kein Wunder, schließlich ist es die Gruppe mit den Niederlanden, mit 37 Treffern die meisten aller Teams, sowie Schweden, mit 31 Treffern die drittmeisten aller Teams. Insgesamt fielen in allen 240 Spielen übrigens 645 Treffer.

Auf Wiedersehen
Ob Raimondas Žutautas (Litauen), Lothar Matthäus (Bulgarien), Dietmar Constantini (Österreich) oder Zlatko Kranjčar (Montenegro) - zahlreiche Trainer mussten bereits während der laufenden EM-Qualifikation gehen bzw. kurz danach und machten Platz für neue Gesichter auf der Trainerbank.

Gemeinsam Geschichte schreiben
Dies ist das Motto der UEFA EURO 2012, und zwölf Teams dürfen sich bereits darauf freuen, vom 8. Juni bis zum 1. Juli in Polen und der Ukraine genau diesem Slogan zu folgen. Es ist übrigens das dritte Mal, dass die Endrunde von zwei Ländern gemeinsam veranstaltet wird (2000 waren es Belgien/Niederlande und 2008 Österreich/Schweiz).