Die deutsche Nationalmannschaft muss auf dem Weg zur EM-Endrunde in Polen und der Ukraine zu Beginn am 3. September in Belgien antreten, das auch zum Gruppen-Finale am 11. Oktober 2011 Gegner der DFB-Auswahl ist. Löw zollte dem 66. der Weltrangliste, der vom ehemaligen Bundesligatrainer Dick Advocaat betreut wird, Respekt: "Belgien hat eine gute Generation und ist unter Advocaat stark verbessert."
Advocaat sieht in dem Auftakt gegen Deutschland einen Vorteil. "Für Deutschland ist es das erste Spiel nach der WM, da müssen sich die Mannschaften vielleicht erst neu finden", sagte der frühere Coach von Borussia Mönchengladbach.
Wiedersehen mit Berti Vogts am 7. September
Ihr zweites Spiel in der Qualifikationsgruppe A bestreitet die DFB-Auswahl vier Tage später gegen Aserbaidschan mit dem ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts. Weitere Gruppengegner sind die Türkei, gegen die sich das DFB-Team bei der EM-Endrunde 2008 im Halbfinale durchgesetzt hatte, sowie Österreich und Kasachstan.
"Die Türkei hat viele gute Fussballer, die Mannschaft zeigt immer große Leidenschaft und hat mit Guus Hiddink einen neuen, erfahrenen Trainer. Österreich ist immer in der Lage, einem ein Bein zu stellen", erklärte Löw. Beim Auswärtsspiel in Kasachstan müsse man sich über die Zeitverschiebung von fünf Stunden im Vorfeld Gedanken machen.
Erstmals im Rhythmus freitags, dienstags
Erstmals finden die EM-Qualifikationsspiele freitags und dienstags statt. "Das ist völlig akzeptabel. Für die Vereinstrainer ist es besser, wenn dienstags statt mittwochs gespielt wird, da die Nationalspieler einen Tag mehr Vorbereitung in ihren Klubs haben", meinte Löw.
Generell zeigte sich Löw mit den Terminabsprachen für die EM-Qualifikation zufrieden und betonte, dass bei den Heimspielen Köln als Austragungsort bevorzugt behandelt werde. Dort war das geplante Länderspiel im November 2009 gegen Chile nach dem Selbstmord von Robert Enke abgesagt worden.
Unmittelbar nach der Terminabsprache brach Löw 108 Tage vor dem WM-Start gemeinsam mit Teammanager Oliver Bierhoff und Assistenztrainer Hansi Flick nach Südafrika auf. Dort nimmt das DFB-Trio in Sun City an einem FIFA-Workshop der WM-Teams teil und inspiziert zudem noch einmal das deutsche WM-Quartier Velmore Grande in der Privinz Gauteng.
