WM-Teilnehmer Algerien hat beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2010 mit einem hart erkämpften Sieg gegen Mali in die Erfolgsspur zurückgefunden. Gastgeber Angola bewies gegen Malawi erneut seine Offenisivstärke.

Doch dieses Mal zeigten sich die Angolaner beim 2:0 gegen Malawi vor einer lautstarken Kulisse im Stadion des 11. Novembers auch in der Defensive solide - ganz anders als im Eröffnungsspiel, in dem sie gegen Malawi in der letzten Viertelstunde völlig einbrachen und vier Treffer kassierten.

Das stark umgestellte Team aus Mali konnte den Erfolg vom ersten Spieltag nicht wiederholen und unterlag knapp mit 0:1 gegen die Wüstenfüchse aus Algerien, dem ersten WM-Teilnehmer, der beim Afrikanischen Nationen-Pokal einen Sieg feiern konnte. Angola führt die Gruppe jetzt mit vier Punkten an, gefolgt von Malawi und Algerien mit jeweils drei Zählern.

Ergebnisse
MaliAlgerien 0:1 (Halliche, 43.)
AngolaMalawi 2:0 Malawi (Flavio, 49., Manucho, 55.)

Tor des Tages
AngolaMalawi 1:0, Flavio (49.)
Beim 4:4-Unentschieden zum Auftakt gegen Mali zeigte Angola zwar reichlich Torgefährlichkeit, aber eben auch eine starke Anfälligkeit in der Defensive. In der Partie am Donnerstag gegen Malawi indes war von einer schwachen Abwehr nichts mehr zu sehen. Doch die Gastgeber mühten sich während der gesamten ersten Halbzeit vergeblich, den Ball im gegnerischen Netz zu versenken.

Als das Publikum zu Beginn der zweiten Halbzeit langsam unruhig wurde, erzielte Flavio per Kopf seinen dritten Turniertreffer. Er ist zwar nur 1,70 Meter groß, doch bei der Flanke von Djalma bewies er ein weiteres Mal, wie kopfballstark er ist. Wegen einer Oberschenkelverletzung könnte Flavio das nächste Spiel (am Montag gegen Algerien) versäumen, wie er FIFA.com nach der Partie gegen Malawi mitteilte.

Denkwürdige Momente
Unnötiger Einsatz
Ein Angriff der Algerier kurz vor Ende der ersten Halbzeit schien noch keine besonders große Gefahr für das Tor Malis zu bedeuten, doch dann stieg Verteidiger Bakary Soumare reichlich grob gegen Yacine Bezzaz ein. Dem Gegner direkt an der Strafraumgrenze einen Freistoß zu schenken, sollte sich bitter rächen: Karim Ziani brachte einen gefühlvollen Ball herein, den Rafik Halliche mit einem perfekten Kopfstoß zum Führungstreffer für Algerien verwertete. Nach dem 0:3 im Auftaktspiel gegen Malawi hatte Algerien mit dem Rücken zur Wand gestanden, doch dieser Treffer des Innenverteidigers könnte letztlich den Einzug ins Viertelfinale gerettet haben.

Manucho nutzt seine zweite Chance
Angola hatte seine beste Chance in der ersten Halbzeit der Partie gegen Malawi in der 35. Minute, als der talentierte Youngster Manucho bei einem schnellen Vorstoß plötzlich ganz allein vor dem gegnerischen Torhüter Swadick Sanudi auftauchte. Doch Malawis Schlussmann konnte den Ball mit einer Reflexbewegung gerade noch um den Pfosten lenken. Aber der Angreifer ließ nie locker und wurde in der zweiten Halbzeit für seinen Einsatz belohnt, als er an der Strafraumgrenze einen Fehler des gegnerischen Verteidigers Peter Mponda provozierte und ihm den Ball abjagen konnte. Manucho machte noch ein paar Schritte in Richtung Tor und jagte den Ball dann mit einem perfekt platzierten Schuss unhaltbar ins lange Eck.

Lautstarkes Luanda
Zu Beginn des Doppelspieltages verloren sich gerade einmal 10.000 Zuschauer auf den Rängen im Stadion des 11. Novembers. Doch während der ersten Partie zwischen Algerien und Mali füllten sich die Tribünen zusehends und zum Anstoß der Partie von Gastgeber Angola gegen Malawi waren nahezu alle Plätze besetzt. In der letzten Viertelstunde, als der Sieg Angolas zum Greifen nahe war, explodierte die Stimmung auf den Rängen regelrecht und das Publikum veranstaltete ein fantastisches Spektakel, das die Akteure zum Sieg trug. "Das Publikum heute Abend war einfach fantastisch", freute sich Stürmer Mantorras, der mit einem starken Beifallssturm begrüßt wurde, als er zu seinem ersten Einsatz beim Afrikanischen Nationen-Pokal eingewechselt wurde. "Man muss einfach sein Bestes geben, wenn man solch eine Unterstützung von seinen Landsleuten erfährt."

Im nächsten Spiel gesperrt
Mahamadou Diarra, der einflussreiche Kapitän Malis, ging bereits mit einer Gelben Karte aus dem Auftaktspiel in die Partie gegen Algerien. Da war es töricht, die Geduld von Schiedsrichter Muhmed Ssesonga immer wieder auf die Probe zu stellen. Als Diarra in der 59. Minute ein weiteres Mal lautstark protestierte, fing er sich prompt seine nächste Verwarnung ein. Damit ist er am Montag in der Partie gegen Malawi in Cabinda gesperrt. Doch Mali braucht einen Erfolg, um noch eine Chance auf das Weiterkommen zu haben.

Zahl des Tages
14 – So viele Tore wurden in Luanda bereits von den Teams der Gruppe A erzielt. Damit bekommen die Zuschauer in der angolanischen Hauptstadt für ihr Eintrittsgeld im Durchschnitt 3,5 Tore pro Spiel geboten.

Zitat
"Ich übernehme die Verantwortung für das zweite Tor. Ich habe etwas gemacht, was man als Verteidiger nicht machen sollte. Ich wollte mit einem Dribbling aus der Gefahrenzone kommen. Das ging gründlich daneben."
Peter Mponda (Kapitän, Malawi)

Das nächste Spiel
Elfenbeinküste – Ghana, 15. Januar, 19:30 Uhr

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