Der Vorverkauf für das letzte Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in diesem Jahr gegen die Elfenbeinküste verläuft weiter sehr schleppend. Für das erste Aufeinandertreffen dieser beiden Nationen am Mittwoch in Gelsenkirchen (20:45 Uhr) wurden bis Dienstagmittag gerade mal 25.904 der insgesamt 54.000 zur Verfügung stehenden Karten abgesetzt, wie der Deutsche Fussball-Bund (DFB) mitteilte.

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff sagte, dass man sich über das geringe Interesse der Fans zum Jahresabschluss Gedanken mache. "Sicherlich ist der Termin zum Jahresende ein Grund. Kurz vor Weihnachten überlegen die Leute, ob sie für ein Freundschaftsspiel noch Geld ausgeben", sagte der frühere DFB-Kapitän, der auch die anhaltende Wirtschaftskrise für das geringe Interesse verantwortlich macht.

Bierhoff will Fans wieder begeistern
Bierhoff räumte aber auch ein, dass die DFB-Auswahl insbesondere in Freundschaftsspielen dieses Jahr nicht überzeugt habe. "Wir müssen wieder dahin kommen, dass wir auch in Freundschaftsspielen mit guten Leistungen die Zuschauer begeistern", sagte der Manager selbstkritisch.

Philipp Lahm, der gegen die Elfenbeinküste in Abwesenheit von Michael Ballack die Kapitänsbinde tragen wird, sagte: "Wir wissen selbst, dass wir in diesem Jahr nicht in allen Spielen geglänzt haben." Der Profi von Bayern München fügte aber an: "Für mich sind 25.000 Zuschauer nicht wenig." Dass die Arena möglicherweise nicht mal zur Hälfte gefüllt sein wird, ist für Lahm nachvollziehbar: "Es gibt viele Gründe. Der Anstoß ist sehr spät, das Spiel findet mitten in der Woche statt und Weihnachten steht vor der Tür."